Wheelrocker-Setting des ES2 in Logic Pro für den Mac

Dieser gewöhnliche Orgel-Patch offenbart keine tiefgreifenden Geheimnisse fortgeschrittener Programmierkünste: Er besteht lediglich aus einer Kombination dreier Oszillatoren mit gemischten Wave-Pegeln. Du findest sicherlich eine andere Kombination, die deinen Vorstellungen von einem Orgelklang eher entspricht. Experimentiere einfach mit den Digiwaves.

Beachte den Effekt des Modulationsrads: Halte einen Akkord und bewege das Rad langsam bis ganz nach oben. Das Programm simuliert einen beschleunigenden Leslie-Rotor-Lautsprecher.

Die Modulationseinrichtungen erfüllen folgende Aufgaben:

  • Die Modulation 1 weist Envelope 2 dem Filter 1 zu (das einzige, das in diesem Patch Verwendung findet), um von der Hüllkurve einen kleinen Orgelklick zu erhalten. Im Diskant wird der Filter durch den Maximum-Drehregler „Keyboard as via“ weiter geöffnet.

  • Die Modulationen 2 und 3 erzeugen ein gegenphasiges Vibrato der Oszillatoren durch LFO 1.

  • Das Modulations-Routing 4 muss nicht eingestellt werden, aber du kannst es natürlich dennoch einstellen. Es wurde so konfiguriert, dass es ENV1 nutzt, um die Wavetable zu „pushen“. Stelle „ENV1 Decay“ ein, um den Sound mehr wie eine Kirchenorgel klingen zu lassen. Stelle „ENV1 Attack“ ein, um durch die Wavetable zu sweepen.

  • Die Modulation 5 reduziert die Gesamtlautstärke, damit sich der Gesamtpegel nicht allzu drastisch erhöht, wenn sich die Modulationen in Richtung des Maximalwerts bewegen.

  • Die Modulationen 6 und 7 verstimmen die Oszillatoren 2 und 3 mit symmetrischen Werten gegeneinander, sodass sich die Gesamtstimmung nicht ändert. Auch dies erfolgt gegenphasig zu den Modulationen 2 und 3. Oszillator 1 behält seine Stimmung bei.

  • Die Modulation 8 bringt LFO 1 als Modulator für die Panoramabewegung ins Spiel. Das Patch verändert sich von Mono zu Stereo. Solltest du den Stereo-Effekt auch in Ruheposition des Leslies bevorzugen, belege einfach das Minimum mit einem Wert, um eine permanente, langsame Rotationsbewegung zu erzielen. Eine andere Modifikation kann in einer stärkeren Kanaltrennung durch einen höheren Maximum-Wert bestehen.

  • Die Modulation 9 beschleunigt die Modulationsfrequenz von LFO 2.

  • Modulation 10: Zur Verstärkung der Modulationsintensität wurde die Cutoff-Frequenz auf Filter 1 ein wenig angehoben.

Passe diese Einstellungen deinen eigenen Vorstellungen an. Beachte dabei allerdings, dass es Modulationspaare gibt, die symmetrisch verändert werden sollten: Die Modulations-Routings 2 und 3 arbeiten ebenso wie die Modulations-Routings 6 und 7 als Paar. Wenn du den Maximalwert von Pitch 2 auf einen Minuswert setzt, beachte bitte, dass der Maximalwert von Pitch 3 auf denselben positiven Wert gesetzt werden muss (das Gleiche gilt für das Modulationspaar 6 und 7).

Du kannst auch LFO 2 verwenden, um die Pitch-Diffusion gegen die Pitch- und Pan-Bewegungen von LFO 1 zu erhöhen. Tausche ihn dazu einfach gegen LFO 1 auf den Modulationen 2 und 3 aus. Beachte, dass es keine Modulationsquelle für die Leslie-Beschleunigung gibt, daher musst du diese statische Weise durch Einblenden verwenden. Als Alternative musst du eine der anderen Modulationen zugunsten eines zweiten Twirl opfern.

Um eine weitere Stereo-Modifikation zu erzielen, kannst du das Patch im Unison-Modus mit einer leichten Verstimmung verwenden. Passe hierfür den Parameter „Analog“ an.

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