Normalisieren von Audiodateien in Logic Pro for Mac

Bei der Normalisierung wird der Spitzenpegel einer Audiodatei um einen ausgewählten Wert angehoben – normalerweise auf den höchstmöglichen Digitalpegel, ohne dass es zu Verzerrung durch Übersteuerung kommt. Das Ausmaß der Pegelerhöhung wird auf das restliche ausgewählte Audio angewendet, wobei die dynamischen Merkmale der Audiodatei erhalten bleiben.

Im Audiodateieditor kannst du den maximalen Pegel (als Prozentwert oder in Dezibel) in einem der Felder „Peak bei“ im Fenster „Funktionseinstellungen“ festlegen (wähle „Funktionen“ > „Funktionseinstellungen“ oder klicke im Fenster „Normalisieren“ auf die Taste „Einstellungen“).

Diese Einstellungen werden beim Schließen von Logic Pro for Mac automatisch in den Einstellungen der App gesichert und gelten somit für alle Projekte.

Abbildung. Fenster „Funktionseinstellungen“

Tipp: Du solltest in diesen Feldern nicht 100 % (0 dB) wählen, da dies bei einer späteren Pegelanhebung (z. B. mit einem Equalizer) zur Übersteuerung des Gesamtsignals führen kann. Es ist ein guter Richtwert, mindestens 3 bis 6 dB Headroom zu lassen, um genug Spielraum für die nachgeschaltete Signalbearbeitung (z. B. Mischen oder Effekte) zu haben.

Hinweis: Bei Apple Loops, Surround-Dateien oder Regionen auf Spuren, für die Flex Pitch aktiviert ist, kannst du den Befehl „Normalisieren“ nicht verwenden. Verwende die Funktion „Regionspegel normalisieren“ im Bereich „Spuren“ oder bounce die Region auf ein Speichermedium und nimm die Bearbeitungen an der daraus resultierenden Audiodatei vor.

Ausgewählten Abschnitt einer Audiodatei normalisieren

  • Wähle in Logic Pro in der Menüleiste des Audiodateieditors „Funktionen“ > „Normalisieren“ (oder drücke die Tasten „ctrl-N“).

    Logic Pro sucht innerhalb des ausgewählten Abschnitts die Stelle mit dem höchsten Pegel und errechnet, wie weit diese Stelle vom maximal möglichen Pegel entfernt ist. Der Normalisierungsvorgang hebt dann den Pegel des ausgewählten Bereichs um diesen Wert an. Die dynamischen Pegelverhältnisse der einzelnen Signalanteile zueinander werden hierdurch innerhalb der bearbeiteten Passage nicht geändert.

    Tipp: Die Anfangs- und Endpunkte des zu normalisierenden Abschnitts sollten grundsätzlich nicht in einem Bereich mit durchgängigem Audiosignal liegen, da der Normalisierungsprozess dort zu abrupten Pegelsprüngen führt. Der Abschnitt sollte vielmehr genau zwischen zwei kurzen musikalischen Pausen liegen.

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