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Hinzufügen eines Partikelsystems in Motion

Es gibt grundsätzlich zwei Wege, ein Partikelsystem zu einem Motion-Projekt hinzuzufügen:

  • Du wählst eine Voreinstellung aus der Kategorie „Partikelemitter“ der Mediathek aus.

  • Du erstellst ein eigenes Partikelsystem mithilfe eigener Bilder, Videoclips, Formen, geklonter Ebenen oder Text. Du kannst auch mehrere Bilder als Quellenzellen für ein einzelnes Partikelsystem verwenden.

Hinweis: Ein Beispiel für die Arbeit mit einem Partikelsystem in einem 360°-Projekt findest du unter Beispiel: Partikel in einem 360°-Projekt integrieren.

Vordefiniertes Partikelsystem aus der Mediathek hinzufügen

Der einfachste Weg, deinem Projekt ein Partikelsystem hinzuzufügen, ist die Verwendung einer Voreinstellung in der Kategorie „Partikelemitter“ der Mediathek. Du kannst aus einer Vielzahl von Partikeleffekttypen auswählen. Wenn du ein Partikelsystem gefunden hast, das deinen Wünschen in etwa entspricht, kannst du die zugehörigen Parameter leicht anpassen, nachdem du das Partikelsystem zu deinem Projekt hinzugefügt hast. Partikelsysteme werden einem Projekt in gleicher Weise hinzugefügt wie jedes andere Objekt in Motion.

Mediathek mit der Kategorie „Partikelemitter“
  1. Wähle in der Mediathek in Motion die Kategorie „Partikelemitter“ und dann eine Unterkategorie wie „Natur“, „Feuerwerk“ oder „SciFi“ usw. aus.

  2. Wähle in der Mediathekliste unter den Kategorien und Unterkategorien eine Partikelvoreinstellung aus.

    Eine animierte Vorschau des ausgewählten Partikelemitters wird im Vorschaubereich der Mediathek abgespielt.

  3. Führe einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicke auf „Anwenden“ im Vorschaubereich, um das ausgewählte Partikelsystem in der Mitte des Canvas einzufügen.

      Hinweis: Wenn für „Ebenen erstellen bei“ im Bereich „Projekt“ der Motion-Einstellungen die Einstellung „Projektstart“ ausgewählt ist, wird das Partikelsystem dem ersten Bild hinzugefügt. Weitere Informationen findest du unter Der erste Import.

    • Ziehe das Partikelsystem aus der Mediathekliste an die gewünschte Position im Canvas.

    • Ziehe das Partikelsystem aus der Mediathekliste in eine Gruppe in der Liste „Ebenen“ oder in der Ebenenliste der Timeline.

    • Bewege das Partikelsystem aus der Mediathekliste in den Spurbereich der Timeline oder Mini-Timeline. Wenn du das Bild erreichst, in dem die neuen Partikel beginnen sollen, lass die Maustaste los.

    Die neue Partikelemitterebene wird in der Liste „Ebenen“ und im Canvas angezeigt und mit den bereits hinzugefügten Ebenen zusammengesetzt.

Wenn du ein Partikelsystem aus der Mediathek hinzufügst, verhält sich dieses so wie im Vorschaubereich. Ändere bei Bedarf die Parameter für das Partikelsystem in der Schwebepalette oder im Informationsfenster. Du kannst ein Partikelsystem erst ändern, nachdem es einem Projekt hinzugefügt wurde.

Hinweis: Manche Emitter sehen am besten aus, wenn die Bewegungsunschärfe aktiviert ist. Vordefinierte Emitter in der Mediathek, die von der Bewegungsunschärfe profitieren, sind „Jelly Bands“, „Light Transit“, „Rain Streaks“ und „Silly String“. Wähle zum Aktivieren der Bewegungsunschärfe „Bewegungsunschärfe“ aus dem Einblendmenü „Rendern“ (über dem Canvas) aus. Wähle alternativ „Darstellung“ >„Render-Optionen“ > „Bewegungsunschärfe“.

Einfaches eigenes Partikelsystem erstellen

Zum Erstellen eines Partikelsystems musst du eine Ebene in deinem Projekt auswählen, die als Quelle für eine Zelle in einem neuen Partikelemitter verwendet werden soll. Du kannst jede Ebene in deinem Projekt als Quelle für eine Zelle verwenden, z. B. Einzelbilder, Videoclips, geklonte Ebenen, Text oder mit Motion erstellte Formen. Die Ebene, die du beim Erstellen eines Emitters auswählst, wird zur ersten Zelle im jeweiligen Partikelsystem. Die Zelle bestimmt das Aussehen der Partikel, die im Canvas erzeugt werden.

Hinweis: Du hast auch die Möglichkeit, eine Gruppe als Quelle für eine Emitterzelle zu verwenden. Dadurch kann sich jedoch die Prozessorleistung deines Computers stark verringern.

  1. Erstelle in Motion eine Bildebene als Zellenquelle für die Partikel, die der Emitter generieren wird.

    In diesem Beispiel wird ein Bild eines einfachen weißen runden Verlaufs verwendet, beispielsweise das Bild „basic blur“ in der Mediathek (in der Unterkategorie „Partikelbilder“ der Kategorie „Inhalt“).

    Canvas mit einem einfachen weißen Kreisobjekt
  2. Bewege das Objekt im Canvas an die Stelle, die den Mittelpunkt deines Partikelsystems bilden soll.

  3. Führe bei ausgewähltem Objekt einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicke auf die Taste „Partikel erstellen“ in der Symbolleiste.

      Taste „Partikel erstellen“ in der Symbolleiste
    • Drücke die Taste „E“.

      Die neue eigene Partikelemitterebene wird in der Liste „Ebenen“ und im Canvas angezeigt und mit den bereits hinzugefügten Ebenen zusammengesetzt. Ändere bei Bedarf die Parameter für das Partikelsystem in der Schwebepalette oder im Informationsfenster.

Komplexe Partikel mithilfe mehrerer Quellenebenen erstellen

Du kannst beliebig viele Zellen innerhalb eines Emitters hinzufügen und so komplexe Kompositionen mit unterschiedlichen überlappenden Partikeln erstellen.

  1. Füge eine oder mehr Bildebenen zu deinem Motion-Projekt hinzu.

  2. Wähle in der Liste „Ebenen“ die als Partikelzellen zu verwendenden Ebenen aus und führe dann einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicke auf die Taste „Partikel erstellen“ in der Symbolleiste.

      Taste „Partikel erstellen“ in der Symbolleiste
    • Drücke die Taste „E“.

      Eine neue Partikelemitterebene wird in der Liste „Ebenen“ und im Canvas angezeigt. Die Zellen des Emitters (die Bildebenen, die du im vorherigen Schritt ausgewählt hast) werden in der Liste „Ebenen“ unter dem Emitterobjekt angezeigt.

  3. Bewege, wenn du zusätzliche Zellen für den Emitter erstellen möchtest, weitere Ebenen in der Liste „Ebenen“ auf einen vorhandenen Emitter.

    Hinweis: Ein von der Mediathek auf einem Emitter bewegtes Objekt wird nicht zum Emitter, sondern als Ebene in einer neuen Gruppe hinzugefügt.

    Die Ebenen, die du bewegst, werden zum Partikelsystem kopiert. Sie werden als neue Quellenzellen in der Liste „Ebenen“ (unter dem Emitter) sowie im Canvas als Teil des komplexen Partikelsystems angezeigt. Die ursprünglichen Ebenen verbleiben als eigenständige Objekte im Projekt. Deaktiviere zum Ausblenden der Originalebene im Canvas das Feld zum Aktivieren der Ebene in der Liste „Ebenen“. (Beachte jedoch, dass durch das Löschen der ursprünglichen Ebene die Quellenzellen dieser Ebene aus dem Partikelsystem gelöscht werden.)

Wenn du das Projekt abspielst, werden von jeder Quellenzelle gleichzeitig Partikel generiert (entsprechend den Parametern jeder Quellenzelle). Bei Auswahl in der Liste „Ebenen“ wird für jede Zelle ein eigener Titel „Partikelzelle“ im Informationsfenster angezeigt.

Hinweis: Wenn mehrere Quellen verwendet werden, um ein Partikelsystem zu erstellen, wird der entstehende Emitter im Canvas auf der durchschnittlichen Position der Quellen platziert.

Partikelsystemauflösung optimieren, um die Wiedergabeleistung zu verbessern

Partikelsysteme erzeugen oft Partikel, die den Canvas vor dem Ende ihrer Lebensdauer verlassen oder über ihn hinauswachsen. Aus diesem Grund kann die Größe einer Ebene oder Gruppe die Abmessungen des Canvas deutlich übersteigen. Obwohl die Partikel nicht mehr sichtbar sind, sobald sie den Canvas verlassen haben (es sei denn, „Volldarstellungsbereich anzeigen“ wurde im Menü „Darstellung“ aktiviert), sind sie weiterhin im Projekt vorhanden und werden verarbeitet. Du kannst die Wiedergabeleistung verbessern, indem du die Auflösung (Höhe und Breite) der Gruppe beschränkst, die den Partikelemitter enthält.

Hinweis: Die Verwendung eines mit Filtern versehenen Films als Partikelzellenquelle kann die Leistung deines Computers spürbar senken. Eine höhere Leistung erzielst du, indem du deine Sequenz mit angewendetem Filter exportierst, sie dann wieder in Motion importierst und den Film als Zellenquelle verwendest.

  1. Wähle in der Liste „Ebenen“ in Motion eine Gruppe aus, die einen Partikelemitter enthält.

  2. Markiere im Informationsfenster „Gruppieren“ das Feld „Feste Auflösung“.

    Weitere Informationen findest du unter Beschränken der Gruppengröße.

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