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Funktionsweise des Motion-Tracking

Die Tracking-Verhalten in Motion analysieren einen Pixelbereich (auch als Referenzmuster bezeichnet) über mehrere Bilder in einem Filmclip, um diesen „nachzuverfolgen“, während sich das Muster über den Canvas bewegt. Das Referenzmuster wird festgelegt, indem du einen oder mehrere Onscreen-Tracker in den Bereich bewegst, der analysiert werden soll. Motion analysiert die Bewegung des festgelegten Referenzmusters und zeichnet diese auf.

Idealerweise sollte das Referenzmuster ein konsistentes, leicht identifizierbares Detail mit hohem Kontrast sein. Das vereinfacht das Tracking des Musters.

Jedes der sechs Tracking-Verhalten in Motion eignet sich für eine bestimmte Art von Bewegungs-Tracking:

  • Bewegung analysieren: Dieses Verhalten generiert und speichert Tracking-Informationen von einem Quellenclip, die dann auf andere Objekte angewendet werden können. Weitere Informationen findest du unter Bewegung in einem Clip analysieren und aufzeichnen.

  • Bewegung anpassen: Dieses Verhalten wendet die Bewegung eines Quellenclips (oder animierten Objekts) auf ein anderes Objekt an, sodass der Eindruck entsteht, die beiden Elemente seien gekoppelt. Weitere Informationen findest du unter Einführung in das Anpassen der Bewegung.

  • Stabilisieren: Dieses Verhalten entfernt unerwünschte Bewegung in einem Videoclip, zum Beispiel Kamerawackeln. Weitere Informationen findest du unter Verwackelten Clip stabilisieren.

  • Stabilisieren widerrufen: Dieses Verhalten wendet die Bewegung, die durch das Verhalten „Stabilisieren“ aufgezeichnet wurde, auf einen Videoclip oder ein Objekt an. Mit diesem Verhalten lässt sich beispielsweise in einem Clip das Kamerawackeln für Elemente ausgleichen, die erst bei der Postproduktion hinzugefügt wurden. Weitere Informationen findest du unter Stabilisierung eines Clips widerrufen.

  • Spurpunkte: Dieses Verhalten gleicht die Steuerpunkte einer Form, eines Pinselstrichs oder einer Maske mit den Merkmalen eines Videoclips ab. Du kannst beispielsweise eine Maske um ein Auto in einem Clip zeichnen und anschließend die Steuerpunkte der Maske mit dem sich bewegenden Fahrzeug abgleichen und so das Fahrzeug aus dem Hintergrund ausschneiden. Weitere Informationen findest du unter Formen, Masken und Pinselstriche tracken.

  • Spur: Dieses Verhalten gleicht die Positions- oder Ankerpunktparameter von Formen, Bildern oder Filtern mit den Merkmalen eines Videoclips ab. Damit kannst du beispielsweise die Mitte des Filters „Kreis weichzeichnen“ so anpassen, dass das Gesicht einer Person verdeckt wird. Weitere Informationen findest du unter Position eines Filters oder Objekts tracken.

Die Verhalten „Analysieren“, „Bewegung anpassen“ und „Spur“ bieten zwei optionale Modi zum Analysieren von Referenzmustern:

  • Modus „Objekt“: Verwendet maschinelles Lernen oder die Punktwolkenanalyse (oder eine Kombination beider Methoden), um Motive wie Personen, Gesichter, Haustiere, Autos oder andere gängige Muster zu erkennen und zu verfolgen. Wenn du ein Referenzmuster manuell festlegen möchtest, kannst du den Onscreen-Objekttracker (ein anpassbares Onscreen-Steuerelement, unten dargestellt) auch auf den Bereich im Canvas bewegen, der analysiert werden soll.

    Onscreen-Objekttracker

    Hinweis: Mac-Computer mit Apple Chip verwenden ein erweitertes Modell für maschinelles Lernen zum Analysieren der Bewegung von Gesichtern und anderen Objekten. Im Vergleich zu Intel-basierten Macs erzielen sie damit schnellere und genauere Tracking-Ergebnisse.

  • Modus „Punkt“: Analysiert ein Pixelmuster innerhalb einer Suchregion und folgt dann diesem Muster, während es sich im Zeitverlauf bewegt. Du kannst das Referenzmuster für die Analyse und das Tracking festlegen, indem du einen oder mehrere Onscreen-Tracker (ein rotes Fadenkreuz in einem Kreis, unten dargestellt) auf den Bereich des Clips bewegst, der analysiert werden soll.

    Onscreen-Punkttracker

    Je mehr Punkt-Tracker du verwendest, desto mehr räumliche Informationen werden aufgezeichnet: Beim Tracking mit einem Referenzpunkt werden Positionsdaten aufgezeichnet; beim Tracking mit zwei Referenzpunkten und beim Tracking mit vier Referenzpunkten werden Positions-, Rotations- und Skalierungsdaten aufgezeichnet (durch Vergleich der relativen Änderungen zwischen den Punkten); beim Tracking mit mehreren Referenzpunkten können alle Steuerpunkte (Scheitelpunkte) in einer Form aufgezeichnet werden.

    Hinweis: Das Tracking in Motion erfolgt nicht dreidimensional, das heißt, es wird nicht entlang der Z-Achse (Tiefe) ausgeführt. Wenn du zwei Merkmale eines Clips analysierst und dieser Clip sich in 3D bewegt, werden die Änderungen der Position, Skalierung oder Rotation im Clip im Zeitverlauf aufgezeichnet, nicht aber die tatsächliche 3D-Transformation.

Während die Bewegung im Projekt analysiert wird, zeichnet Motion die Daten auf, die du dann auf jedes beliebige Objekt in deinem Projekt anwenden kannst. Bewegung, die mittels Keyframing oder Verhalten erstellt wurde, kann ebenfalls auf andere Objekte mit einigen Tracking-Verhalten angewendet werden.

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