Sampler-Einstellungen in Logic Pro for Mac

Mit diesen Einstellungen kannst du u. a. die Art und Weise ändern, wie das Sampler-Instrument nach Audio-Samples sucht, Audio-Samples speichert und den virtuellen Speicher verwendet. Der Sampler-Bereich enthält zwei Tasten mit Konfigurationsoptionen: Die Taste „Verschiedenes“ für verschiedene Einstellungen und die Taste „Virtueller Speicher“ für virtuelle Speichereinstellungen.

Der Bereich „Verschiedenes“ enthält die folgenden Einstellungen:

Abbildung. Einstellungsbereich „Verschiedenes“.
  • Einblendmenü „Sample-Format im Speicher“: Bestimmt, wie der Sampler die Bittiefe von Samples handhabt. Wähle eine der folgenden Optionen:

    • Original: Lädt die Samples mit ihrer Original-Bittiefe in den Arbeitsspeicher. Diese werden bei der Wiedergabe in das interne 32-Bit-Fließkomma-Format des Host-Programms umgewandelt.

    • 32-Bit-Float: Samples werden als 32-Bit-Float-Dateien gespeichert und geladen. Dadurch erübrigt sich die Konvertierung in Echtzeit. Der Sampler kann 32-Bit-Float-Dateien effizienter verarbeiten und mehr Stimmen gleichzeitig wiedergeben.

      Hinweis: Der Speicherbedarf erhöht sich allerdings: 16-Bit-Samples benötigen dann doppelt so viel RAM, 24-Bit-Samples ein Drittel mehr.

  • Einblendmenü „Samples suchen auf“: Legt fest, wo der Sampler nach Instrument-Samples sucht. Wähle eine der folgenden Optionen:

    • Lokalen Volumes: Der Sampler durchsucht angeschlossene oder im Computer installierte Speichermedien nach den Samples.

    • Externen Volumes: Der Sampler durchsucht Speichermedien, die über ein Netzwerk zugänglich sind, nach den Samples.

    • Allen Volumes: Der Sampler durchsucht sowohl die internen als auch die Netzwerk-Laufwerke nach den Samples.

      Hinweis: Durch die Auswahl externer oder und aller Volumes kann die vom Sampler benötigte Zeit zunehmen, um Sampler-Instrumente und Dateien zu finden und zu laden.

  • Einblendmenü „Originalnote lesen von“: Legt die von Sampler und Quick Sampler verwendete Methode fest, mit der die Originalnote von Audiodateien ermittelt wird, wenn sie mit dem Modus „Optimiert“ geladen werden. Wähle eine der folgenden Optionen im Menü aus:

    • Datei/Analyse: Sampler und Quick Sampler versuchen zuerst, die Originalnote aus dem Header der AIFF-, WAV- oder CAF-Datei zu lesen, wenn das Sample in eine Zone geladen wird. Wenn keine Informationen zur Originalnote im Header vorhanden sind, werden die Audio-Samples analysiert, um die Originalnote anhand der längsten Note zu ermitteln, die erkannt wurde. Wird keine Tonhöhe erkannt, wird den Zonen automatisch C3 als Originalnote zugeordnet.

    • Dateiname/Analyse: Sampler und Quick Sampler versuchen zuerst, die Originalnote aus dem Dateinamen zu lesen, wenn das Sample in eine Zone geladen wird. Wenn der Dateiname diese Informationen nicht enthält, werden die Audio-Samples analysiert, um die Originalnote anhand der längsten Note zu ermitteln, die erkannt wurde. Wenn diese Methode keine sinnvollen Ergebnisse hervorbringt, verwendet der Sampler C3 als Originalnote für die Zone.

    • Nur Dateiname: Sampler und Quick Sampler versuchen, die Originalnote nur aus dem Dateinamen zu lesen, wenn das Sample in eine Zone geladen wird. Wenn aus dem Dateinamen keine Informationen zur Originalnote gelesen werden können, wird der Zone automatisch C3 als Originalnote zugewiesen.

    • Nur Datei: Sampler und Quick Sampler lesen nur den Header von AIFF-, WAV- oder CAF-Dateien aus, um die Originalnote zu ermitteln, wenn ein Sample in eine Zone geladen wird. Wenn aus dem Datei-Header keine Informationen zur Originalnote gelesen werden können, wird der Zone automatisch C3 als Originalnote zugewiesen.

    • Nur Analyse: Sampler und Quick Sampler analysieren die Audio-Samples, um die Originalnote anhand der längsten erkannten Note zu ermitteln, wenn das Sample in eine Zone geladen wird. Wird keine Tonhöhe erkannt, wird den Zonen automatisch C3 als Originalnote zugeordnet.

  • Einblendmenü „Position der Originalnote im Dateinamen“: Lege fest, wie der Sampler die Originalnote aus dem Header der Audiodatei ableitet. Wähle eine der folgenden Optionen:

    • Auto: Eine intelligente Analysefunktion erkennt sinnvolle Zeichenfolgen zur Bestimmung der Originalnote aus dem Dateinamen. Der Sampler kann Zahlen in Dateinamen unabhängig von ihrem Format erkennen – sowohl 60 als auch 060 werden erkannt. Weitere mögliche Werte sind 21 bis 127. Numerische Werte außerhalb dieses Bereichs werden meist als Versionsnummern oder Ähnliches verwendet. Die Analyse erkennt weiterhin Zeichenfolgen wie „C3“, „C 3“, „C_3“, „A–1“, „#C3“ oder „C#3“. Der Bereich reicht dabei von „C–2“ bis „G8“.

    • Zahlenwert: Du kannst eine numerische Position im Dateinamen festlegen, die der Sampler zum Ermitteln der Originalnote verwendet. Dies ist nützlich, wenn ein Dateiname mehrere Zahlen verwendet, etwa wie ein Loop, der mehrere Zahlen verwendet, um sowohl das Tempo als auch die Originalnote anzugeben. Ein Loop könnte z. B. „loop100-60.wav“ heißen, um anzugeben, dass er ein Tempo von 100 Beats pro Minute hat und dass die Originalnote die 60. Position (E6) ist. Wenn du die Position der Zahl kennst, die die Originalnote repräsentiert, kannst du festlegen, dass ein numerischer Wert die Originalnote an Position acht des Dateinamens liest.

  • Einblendmenü und Feld „Vorheriges Instrument“: Legt fest, welcher MIDI-Event-Typ (und -Datenwert) zur Auswahl des vorherigen Instruments verwendet werden soll. Zu den Auswahlmöglichkeiten zählen „Note“, „Poly Aftertouch“, „Control Change“, „Program Change“ (Programmwechsel), „Channel Aftertouch“ und „Pitch Bend“. In dem Feld neben dem jeweiligen Einblendmenü kannst du nun wahlweise die Notennummer oder den Wert des ersten Daten-Bytes eingeben. Wenn du „Control Change“ gewählt hast, wird in diesem Feld die MIDI-Controller-Nummer angegeben.

    Hinweis: Die Sampler-Einstellung „Vorheriges Instrument“ ist unabhängig von der globalen Einstellung „Vorheriges/Nächstes Plug-in“ oder vom Befehl „Sampler-Instrument“. Stelle daher sicher, dass dasselbe MIDI-Event nicht beiden Befehlen zugewiesen wird. Andernfalls werden beide Befehle ausgeführt, was in einem unerwarteten Verhalten resultieren kann.

  • Einblendmenü und Feld „Nächstes Instrument“: Legt fest, welcher MIDI-Event-Typ (und -Datenwert) zur Auswahl des nächsten Instruments verwendet werden soll. Zu den Auswahlmöglichkeiten zählen „Note“, „Poly Aftertouch“, „Control Change“, „Program Change“ (Programmwechsel), „Channel Aftertouch“ und „Pitch Bend“. In dem Feld neben dem jeweiligen Einblendmenü kannst du nun die Notennummer oder den Wert des ersten Daten-Bytes eingeben. Wenn du „Control Change“ gewählt hast, wird in diesem Feld die MIDI-Controller-Nummer angegeben.

    Hinweis: Die Sampler-Einstellung „Vorheriges Instrument“ ist unabhängig von der globalen Einstellung „Vorheriges/Nächstes Plug-in“ oder vom Befehl „Sampler-Instrument“. Stelle daher sicher, dass dasselbe MIDI-Event nicht beiden Befehlen zugewiesen wird. Andernfalls werden beide Befehle ausgeführt, was in einem unerwarteten Verhalten resultieren kann.

  • Markierungsfeld „Gemeinsame Samples beim Projektwechsel im Speicher behalten“: Hier stellst du ein, ob beim Wechsel zwischen gleichzeitig geöffneten Projekten gemeinsam verwendete Samples im Speicher verbleiben oder neu geladen werden sollen.

Die Taste „Virtueller Speicher“ enthält die folgenden Einstellungen:

Abbildung. Einstellungsbereich „Virtueller Speicher“.
  • Markierungsfeld „Aktiviert“: Aktiviert bzw. deaktiviert die Funktion für den virtuellen Speicher im Sampler. Wenn der virtuelle Speicher aktiviert ist, werden nur die anfänglichen Attacks des Samples in den Arbeitsspeicher geladen. Der Rest des Samples wird in Echtzeit von der Festplatte gestreamt. Wenn dein Computer genug physischen Arbeitsspeicher für alle Samples eines Projekts hat, kannst du die Leistung steigern, indem du das Feld „Aktiv“ deaktivierst. In Projekten mit vielen beteiligten Audiospuren und relativ wenigen Sampler-Instanzen kann dies spürbare Auswirkungen auf die Gesamtleistung haben. Wenn das Feld „Aktiviert“ nicht ausgewählt ist und nicht genügend Arbeitsspeicher für alle Samples vorhanden ist, muss der Sampler Daten zwischen Arbeitsspeicher und Festplatte übertragen, was die Leistung beeinträchtigt. Durch Deaktivieren des Felds „Aktiviert“ erhöht sich auch die Zeit zum Laden des Projekts.

  • Einblendmenü „Verarbeitungspuffer“: Bestimmt die Größe des Pufferspeichers, der für die Verarbeitung von Audio-Samples verwendet wird. Du kannst zwischen den Puffergrößen „Klein“, „Mittel“ und „Groß“ auswählen.

  • Einblendmenü „Host-Festplattenaktivität“: Optimiert den Sampler durch die Angabe, wie viele Aufnahmen und Streamings von nicht Sampler-spezifischem Audiomaterial erfolgen. Wähle eine der folgenden Optionen:

    • Weniger: Wenn dein Projekt in erster Linie auf der Wiedergabe von Software-Instruments basiert und vielleicht ein Instrument sowie ein oder zwei Stimmen aufgenommen wurden, solltest du die Einstellung für „Host-Festplattenaktivität“ auf „Gering“ einstellen.

    • Durchschnittlich: Wenn deine Projekte das gleichzeitige Aufnehmen einer kleinen Anzahl von Spuren und möglicherweise die Wiedergabe eines Dutzend von Audiospuren, einiger Software-Instruments usw. erfordern, solltest du „Host-Festplattenaktivität“ auf „Durchschnittlich“ einstellen.

    • Hoch: Wenn du komplette Drum-Kits mit einem Dutzend Mikrofonen und mehr aufnimmst, Live-Gitarren und Bass streamst, Chöre aufnimmst usw., solltest du „Host-Festplattenaktivität“ auf „Hoch“ einstellen.

  • Feld „Erforderlicher Speicherbereich“: Zeigt den Speicherbedarf der oben genannten Parametereinstellungen an. Je langsamer deine Festplatte ist und je höher die Hard-Disk-Recording-Aktivität ist, desto mehr RAM musst du dem virtuellen Speicher möglicherweise zuweisen. Wenn du mehr anwenden musst, ändere den Wert und klicke auf „Anwenden“.

  • Feld „Disk I/O-Auslastung“: Zeigt die Lese-/Schreibauslastung des Samplers an. Wenn die Lese-/Schreibauslastung die Kapazität der Festplatte übersteigt, können Störungen bei der Audiowiedergabe auftreten.

  • Feld „Nicht rechtzeitig gelesen“: Zeigt die Anzahl der Audiodateien an, die der Sampler nicht rechtzeitig lesen kann. Wenn Audioinhalte nicht rechtzeitig gelesen werden können, kann es zu Störungen bei der Audiowiedergabe kommen.

Weitere Informationen zur Verwendung des Sampler-Instruments findest du unter Sampler – Übersicht.

Handbücher zum Download:

Logic Pro – Benutzerhandbuch: Apple Books

Logic Pro – Instrumente: Apple Books

Logic Pro – Effekte: Apple Books

Morty Proxy This is a proxified and sanitized view of the page, visit original site.
Hilfreich?
Zeichenbeschränkung: 250
Die maximal zulässige Anzahl von Zeichen beträgt 250.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Morty Proxy This is a proxified and sanitized view of the page, visit original site.