Quick Sampler – Wellenformanzeige in Logic Pro for Mac

In der Wellenformanzeige kannst du die aktuelle Audiodatei sehen und eine Reihe von Wiedergabeparametern für das Sample direkt bearbeiten. Wenn du ein Trackpad verwendest, kannst du durch Auf- oder Zuziehgesten ein- bzw. auszoomen, zum Scrollen mit zwei Fingern streichen oder den Scrollbalken bewegen. Bei Verwendung einer Magic Mouse streichst du mit einem Finger horizontal, um zu scrollen, oder du streichst mit einem Finger vertikal, um zu zoomen.

Je nachdem, über welche Elemente du den Zeiger in der Wellenformanzeige bewegst, ändert sich sein Erscheinungsbild und seine Funktion. Der Zeiger ändert sich zum Beispiel, um anzuzeigen, dass sich ein Slice- oder Fade-Marker bewegen lässt. Zusätzlich dazu sind die Parameter und Werte der aktuellen Zeigerwerkzeugfunktion unter der Wellenformanzeige sichtbar. Klicke oder bewege die Marker und Aktivpunkte in der Wellenformanzeige, um die entsprechenden Werte zu ändern.

Tipp: Du kannst auf einen Aktivpunkt des Markers doppelklicken, um unter der Wellenformanzeige dauerhaft Parameterwerte anzuzeigen. Klicke auf das X-Symbol links neben der Leiste für die Parameteranzeige, um zum Standardverhalten und zur ursprünglichen Parameteranzeige zurückzukehren.

Hinweis: Einige Bearbeitungsfunktionen sind nur in bestimmten Modi verfügbar.

Abbildung. Modus-Tasten, Wellenformanzeige und Parameter für die Wiedergabe von Quick Sampler

Parameter für Wellenformdarstellung

  • Namensfeld und Einblendmenü für das Sample: Hiermit kannst du eine Audiodatei laden, auswählen oder umbenennen und weitere Dateiverwaltungsaufgaben erledigen.

    • Im Finder zeigen: Öffnet den Speicherort der Datei im Finder.

    • Rename Current File: Öffnet ein Dialogfeld zum Umbenennen der Datei. Gib einen neuen Dateinamen ein und klicke auf „OK“ oder drücke den Zeilenschalter.

    • Remove Current File: Entfernt die ausgewählte Audiodatei, was durch ein Häkchen neben den Dateinamen angezeigt wird.

    • Clear History: Löscht alle Dateien bis auf die zuletzt verwendete Datei.

    • Load Audio File: Fügt eine Audiodatei aus einem von dir gewählten Ordner ein. Du kannst Audiodateien auch direkt in den Wellenformanzeigebereich bewegen.

  • Einblendmenü „Snap“: Wähle einen Wert aus. Beim Bearbeiten von Crossfade-, Sample-, Slice- oder Loop-Start- und Loop-Ende-Markern rasten diese in der Wellenformanzeige automatisch am nächstmöglichen Wert ein.

  • Taste „Zoom vertical“: Wechsle zwischen dem maximal möglichen vertikalen Zoom und der Standardansicht der Wellenformanzeige.

  • Taste zum horizontalen Zoomen: Wechsle zwischen der zuletzt festgelegten Zoomstufe (falls zutreffend) und einer optimierten Zoomstufe, die den gesamten Bereich zwischen dem Start- und dem End-Marker des Samples zeigt. Wurde keine manuelle Zoomstufe festgelegt, wird die gesamte Audiodatei gezeigt.

    Tipp: Du kannst dein Trackpad verwenden, um in der Wellenformanzeige mit Auf- oder Zuziehgesten ein- und auszuzoomen, und durch Streichen mit zwei Fingern oder durch Ziehen des Scrollbalkens scrollen. Mit einer Magic Mouse kannst du folgende Gesten ausführen: zum Scrollen mit einem Finger horizontal streichen oder zum Zoomen mit einem Finger vertikal streichen.

  • Aktionsmenü: Wähle eine Funktion für die Handhabung, Verarbeitung und Darstellung von Samples für den aktiven Modus.

    Hinweis: Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ auf die Wellenformanzeige, um Zugriff auf die Kontextmenü-Optionen für den aktiven Modus zu erhalten.

Start-, Ende-, Loop-, Fade-, Crossfade- und Slice-Marker von Quick Sampler verwenden

In Logic Prokannst du Marker verwenden, um die Audiowiedergabe zu verändern. Du kannst die möglichen Positionen der Marker mithilfe des Menüs „Snap“ festlegen.

Hinweis: In jedem Modus werden unterschiedliche Markertypen angezeigt.

Abbildung. Wellenformanzeige des Quick Sampler mit mehreren Arten von Marker-Aktivpunkten.
  • Start- und Ende-Marker: Ziehe den blauen Start- oder End-Marker, um den Start- bzw. Endpunkt eines Samples festzulegen. Die Wiedergabe wird auf den Ausschnitt zwischen diesen beiden Marker begrenzt. Halte die Wahltaste gedrückt und ziehe den Start- oder Ende-Marker, um den gesamten Audioabschnitt zwischen diesen Markern zu bewegen.

    Hinweis: Das Bewegen bei gedrückter Wahltaste funktioniert nur, wenn Start- und Ende-Marker nicht so eingestellt sind, dass sie die gesamte Audiodatei umfassen.

  • Loop-Start- und Loop-Ende-Marker: Bewege den gelben Loop-Start- oder Loop-Ende-Marker, um die Grenzen eines Loops festzulegen. Bei der Wiedergabe wird der Ausschnitt zwischen diesen Markern wiederholt, wenn du eine Note hältst. Ziehe den gelblich schattierten Bereich zwischen dem Start- und dem End-Marker, um den gesamten Loop zu bewegen. Alternativ kannst du die Wahltaste gedrückt halten und dann den Loop-Start- oder Loop-Ende-Marker ziehen, um den gesamten Loop zu bewegen.

  • Crossfade-Marker: Bewege den grauen Crossfade-Marker, um die Länge der Überblendung am Start- und Endpunkt des Loops festzulegen. Dadurch werden hörbare Störungen beim Loopen zwischen den Start- und Endpunkten vermindert.

  • Marker zum Einblenden (Fade in) und Ausblenden (Fade out): Bewege den grauen Fade-in- oder Fade-out-Marker, um die Länge der Überblendung am Anfang oder am Ende der Audiodatei zwischen dem Start- und Ende-Marker festzulegen. Halte die Wahltaste gedrückt und ziehe dann einen der Fade-Marker, um beide Fade-Marker zu bewegen.

  • Slice-Marker: Wird im Modus „Slice“ angezeigt. Bewege einen beliebigen gelben Slice-Marker, um seine Position festzulegen. Klicke an eine Stelle zwischen den Slice-Markern, um einen neuen Slice-Marker zu erstellen.

Bereich der Wellenformanzeige schnell zoomen

Zum Zoomen der Wellenformanzeige können die Zoom-Tasten und Auf- und Zuziehgesten verwendet werden. Du kannst jedoch auch wie folgt vorgehen, um schnell einen Teilbereich der Wellenform zu zoomen:

  • Halte die Tastenkombination „ctrl-Wahl“ gedrückt und bewege den Zeiger in der Wellenformanzeige.

    Der ausgewählte Bereich wird gezoomt und füllt die gesamten Wellenformanzeige.

Aktions- oder Kontextmenü von Quick Sampler verwenden

In Logic Prokannst du das Aktions- oder Kontextmenü verwenden, um eine Reihe von Befehlen für die Verarbeitung von Samples auszuwählen, die sich in den Modi „Classic“, „One Shot“ und „Slice“ unterscheiden. Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ in der Wellenformanzeige, um auf die verfügbaren Optionen im Kontextmenü zuzugreifen.

Hinweis: Nicht alle aufgeführten Befehle sind im Kontextmenü verfügbar. Einige Befehle sind nur in bestimmten Modi verfügbar.

  • Add Slice Marker: Erstellt einen neuen Slice-Marker an der Abspielposition in der Wellenformanzeige.

  • Auto-Loop: Analysiert das Audiomaterial und legt automatisch einen Loop fest. Du kannst den Befehl wiederholt verwenden, um verschiedene automatisch festgelegte Loops auszuprobieren.

  • Auto-Loop within loop area: Analysiert das Audiomaterial und legt automatisch einen Loop innerhalb des Bereichs fest, der vom Start- und End-Marker des Loops festgelegt wird. Wähle die Option „Auto-Loop“ mehrmals, um kürzere automatisch festgelegte Loops auszuprobieren.

  • Copy MIDI Pattern: Analysiert und kopiert Slice-Marker in die Zwischenablage. Du kannst die Inhalte der Zwischenablage als neue MIDI-Region in eine MIDI- oder Instrument-Spur einfügen. Diese Funktion eignet sich ideal zum Erstellen von perfekt synchronisierten Instrument-Parts und fürs Ersetzen von Drums, für Soundeffekte und weitere Einsatzmöglichkeiten.

  • Create Drum Machine Designer Track: Erstellt eine neue Drum Machine Designer-Spur mit den aktuellen Inhalten von Quick Sampler.

  • Sampler Spur erstellen: Erstellt eine neue Sampler-Spur mit den aktuellen Inhalten von Quick Sampler. Eine neue Instanz von Sampler wird eingefügt.

  • Loop zuschneiden: Schneidet die Bereiche des Samples ab, die sich außerhalb der Start- und End-Marker des Loops befinden.

  • Sample zuschneiden: Schneidet die Bereiche des Samples ab, die sich außerhalb der Start- und End-Marker befinden.

  • Delete Slice Marker: Löscht den hervorgehobenen Slice-Marker. Bewege den Zeiger über einen Slice-Marker, um ihn hervorzuheben. Du kannst auch auf einen Slice-Marker doppelklicken, um ihn zu entfernen.

  • Derive Tempo from Loop Length: Berechnet ein Tempo für die Audiodatei auf Basis der Loop-Länge. Wenn durch Drücken der Taste „Follow Tempo“ die gewünschten Ergebnisse nicht erzielt werden, kannst du diese Option auswählen, um ein Loop-Tempo zu berechnen, mit dem der Loop an den Beat ausgerichtet wird.

  • Display Seconds/Sample/Beats Units: Wechselt in der Wellenformanzeige zwischen den Werten für „Time“ (Dauer), Sample und „Bar/Beat“ (Takt/Beat).

  • Display Stereo Channels/Mono Sum: Zeigt in der Wellenformanzeige eine Stereo- oder eine summierte Mono-Wellenform an.

  • Equal Power Crossfade: Legt das Verhalten des Gain-Werts für Crossfades fest.

  • Initialize Synth Parameters: Setzt alle Parameter in den Bereichen „Pitch“, „Filter“, „Amp“, „Mod Matrix“ und „LFO“ auf eine neutrale Einstellung zurück. So kannst du bei Null anfangen, wenn du die Parameter für dein Instrument einstellen möchtest.

  • Linear Crossfade: Legt das Verhalten des Gain-Werts für Crossfades fest.

  • Optimize Loop Start: Passt den Loop-Startpunkt automatisch an, um einen nahtlosen Loop-Cycle zu erzeugen.

  • Optimize Loop Crossfade/End: Verwende diese Option, um die Crossfade-Werte für den Punkt im Loop-Zyklus, an dem sich der End- und der Start-Marker des Loops überkreuzen, automatisch festzulegen. Die Länge des Loops wird davon nicht beeinflusst.

  • Optimize Sample Gain: Analysiert das Audiomaterial und legt automatisch Gain-Werte fest.

  • Re-Analyze Transients and Tempo: Analysiert das aktuelle Audiomaterial nochmals auf Transient- und Tempowechsel, nachdem du Bearbeitungen vorgenommen hast.

  • Reimport Optimized: Importiert das aktuelle Audiomaterial mit optimierten Tonhöhe-, Lautstärke- und Länge-Eigenschaften der Quelldatei. Quick Sampler fügt automatisch Loop- und Crossfade-Marker für geeignetes Material in der Wellenformanzeige hinzu und beschneidet den Anfang oder das Ende der Quellaudiodatei, um die Länge des importieren Materials zu kürzen.

  • Reimport Original: Importiert das aktuelle Audiomaterial mit den Tonhöhe-, Lautstärke- und Länge-Eigenschaften der Quelldatei noch einmal.

  • Retune: Analysiert das Audiomaterial und legt automatisch die Originalnote und den Wert für die Stimmung fest.

  • Sample-Loop in Audiodatei schreiben: Sichert die Loop-Daten im Header der Audiodatei. Zum Sichern einer neuen Audiodatei mit einem anderen Namen klicke auf das Namensfeld und wähle den Befehl „Rename Current Audio“.

Mit Slice-Markern neue Instrumente und Regionen erstellen

In Logic Prokannst du Slice-Marker verwenden, um Drum Machine Designer-Spuren und MIDI-Regionen zu erstellen, die Note-Events enthalten.

Abbildung. Wellenformanzeige des Quick Sampler-Modus „Slice“ mit Start- und Ende-Markern, Slice-Markern und den dazugehörigen Parametern

Bewege die Slice-Aktivpunkte in der Wellenformanzeige des Slice-Modus, um bereits vorhandene Transient-Marker sowie Start- und Ende-Marker anzupassen. Du kannst auch eine Reihe von Befehlen im Aktions- und Kontextmenü auswählen. Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ an eine Stelle, um auf die verfügbaren Optionen im Kontextmenü zuzugreifen.

In Logic Proführe einen der folgenden Schritte aus:

  • Klicke rechts neben den Start-Marker im unteren Bereich der Wellenformanzeige und bewege den Zeiger zu einer Software-Instrument-, Drummer-, Drum Machine Designer- oder MIDI-Spur.

    Ein gebogener Pfeil wird angezeigt und weist darauf hin, dass die Region auf eine Spur bewegt werden kann. Auf der Zielspur wird dann eine neue MIDI-Region erstellt, die Note-Events enthält, die jeweils einem Slice zwischen Start- und Ende-Markern entsprechen. Du kannst diese genauso bearbeiten wie jede andere MIDI-Region.

  • Wähle im Aktions- oder Kontextmenü die Option „Create Slice marker“ aus, um bei Bedarf einen Slice-Marker an der Zeigerposition einzufügen.

  • Wähle im Aktions- oder Kontextmenü die Option „Delete Slice marker“ aus, um den hervorgehobenen Slice-Marker zu löschen. Bewege den Zeiger über einen Slice-Marker, um ihn hervorzuheben.

  • Wähle den Befehl „Create Drum Machine Designer Track“ im Aktionsmenü aus.

    Es wird ein Analysedialogfeld angezeigt. Eine neue Drum Machine Designer-Spur wird erstellt und eine neue MIDI-Region wird zu dieser Spur hinzugefügt. Die MIDI-Region enthält Note-Events, die jeweils einem „Slice“ zwischen Start- und Ende-Markern entsprechen. Sie lassen sich wie jede andere MIDI-Region bearbeiten. Einzelne Audio-Slices werden automatisch den Pads in Drum Machine Designer zugeordnet und können je nach Bedarf unabhängig bearbeitet, ersetzt, verarbeitet oder geroutet werden.

  • Wähle den Befehl „Copy MIDI Pattern“ im Aktionsmenü, um alle Slice-Marker zwischen den Start- und Ende-Markern zu analysieren und in die Zwischenablage zu kopieren.

    Du kannst die Inhalte der Zwischenablage als neue MIDI-Region in eine MIDI- oder Instrument-Spur einfügen. Diese Funktion eignet sich ideal zum Erstellen von perfekt synchronisierten Instrument-Parts und fürs Ersetzen von Drums, für Soundeffekte und weitere Einsatzmöglichkeiten.

Handbücher zum Download:

Logic Pro – Benutzerhandbuch: Apple Books

Logic Pro – Instrumente: Apple Books

Logic Pro – Effekte: Apple Books

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