Controller-Zuweisungen – Parameter im Bereich „Wert“ der Ansicht „Erweitert“ in Logic Pro for Mac

Mit den Parametern in diesem Abschnitt kannst du verschiedene Aspekte des eingehenden MIDI-Befehls steuern.

Parameter im Bereich „Wert“

  • Felder „Min/Max“: Gib einen ganzzahligen Wert ein, um die untere und obere Grenze für Werte einzugeben, die den Platzhaltern „Lo7“ und „Hi7“ entsprechen. In der Regel beträgt der Minimalwert standardmäßig „0“ und der Maximalwert „127“. Manche Bedienoberflächen (wie CM Labs Motor Mix) können denselben Befehl mit anderen Wertebereichen für andere Controller verwenden. Weitere Informationen findest du in der Dokumentation, die mit dem Gerät mitgeliefert wurde.

  • Einblendmenü „Format“: Wähle das Format aus, mit dem die negativen Werte in den 7-Bit-Abschnitten codiert werden. Zur Auswahl stehen:

    • Ohne Vorzeichen: Negative Werte sind nicht möglich. Der gesamte 7-Bit- oder 14-Bit-Wertebereich wird als positiver Zahlenwert behandelt. Der Wertebereich beträgt 0 bis 127 (7 Bit) oder 0 bis 16383 (14 Bit).

    • Zweierkomplement: Wenn das hochwertigste Bit gesetzt ist, dann ist der Wert negativ. Um den absoluten Wert zu setzen, invertiere alle Bits und füge „1“ hinzu. Der Wertebereich reicht von -128 (7 Bit) bis 127 oder von -8192 bis 8191 (14 Bit).

    • Einerkomplement: Wenn das hochwertigste Bit gesetzt ist, dann ist der Wert negativ. Um den absoluten Wert zu setzen, invertiere alle Bits. Beachte, dass so für Null zwei Werte möglich sind. Der Wertebereich beträgt –127 bis 127 (7 Bit) oder –8191 bis 8191 (14 Bit).

    • Vorzeichen-Betrag: Wenn das hochwertigste Bit gesetzt ist, dann ist der Wert negativ. Um den absoluten Wert zu setzen, lösche das hochwertigste Bit. Beachte, dass so für Null zwei Werte möglich sind. Der Wertebereich beträgt –127 bis 127 (7 Bit) oder –8191 bis 8191 (14 Bit).

      Hinweis: Das passende Format für ein Gerät wird normalerweise in der Dokumentation angegeben. Findest du es dort nicht, dann besuche die Hersteller-Website der Bedienoberfläche oder kontaktiere den Hersteller direkt für weitere Informationen.

  • Feld „Multiplikator“: Gib einen Wert ein, der zum Skalieren empfangener MIDI-Werte verwendet wird. Dies ist nützlich bei Tasten, die durch Drücken den Wert „1“ erzeugen. Beispiel:

    • Um den Automationsmodus auf „Write“ einzustellen: Stelle den Multiplikator auf „4,00“ ein und wähle als Modus „Direkt“.

    • Um einen Parameter mit einem Tastendruck um den Wert „1“ zu verringern: Stelle den Multiplikator auf „-1,00“ ein und wähle als Modus „Relativ“.

  • Einblendmenü „Mode“: Wähle den Modus aus, der von empfangenen Werten zum Modifizieren des aktuellen Parameterwerts verwendet wird. Zur Auswahl stehen:

    • Direkt: Der eingehende Wert wird als Parameterwert verwendet.

    • Umschalten: Wenn der aktuelle Wert des Parameters „0“ ist, wird er auf den eingehenden Wert geändert. Alle anderen Werte setzen den Parameter auf den Wert „0“. Diese Option ist bei Tasten nützlich, die einen Wert wechseln wie „Mute“ oder „Solo“.

    • Skaliert: Der eingehende Wert wird von seinem Wertebereich auf den Wertebereich des Zielparameters skaliert. Diese Option ist nützlich für Fader und Drehregler.

    • Relative: Der eingehende Wert wird dem aktuellen Wert des Parameters hinzugefügt. Diese Option wird in der Regel für Drehregler verwendet, ist aber auch bei Tasten nützlich, die eine Erhöhung oder Verringerung um einen bestimmten Wert bewirken, der durch den Parameter „Multiplikator“ festgelegt wird.

    • Rotieren: Der eingehende Wert wird dem aktuellen Wert des Parameters hinzugefügt, wodurch sich der Wert zwischen dem Maximal- und dem Minimalwert ändert. Diese Option ist nützlich für Tasten, die in einen anderen Modus schalten, beispielsweise den Automationsmodus, wenn sie gedrückt werden.

    • X-OR: Der Wert definiert eine Bitmaske (einen Filter), die auf den aktuellen Parameterwert mit der Booleschen Operation „exklusives Oder“ angewendet wird. Dies ist nützlich für zum Aktivieren oder Deaktivieren einzelner Channel-Strip-Typen in der Ansicht „Alle“.

      Hinweis: Bei Parametern mit den Werten „Ein/Aus“ ist standardmäßig der Modus „Umschalten“ eingestellt. Bei absoluten Controllern (beispielsweise Fadern oder Drehknöpfen) ist der Modus „Skaliert“ und bei Drehreglern der Modus „Relativ“ eingestellt.

  • Einblendmenü „Feedback“: Wähle das Anzeigeformat aus, in dem der Parameterwert auf der Bedienoberfläche angezeigt wird (sofern zutreffend). Zur Auswahl stehen:

    • None: Es wird kein Feedback gesendet.

    • Punkt/Linie: LED-Ringe: nur eine LED; LCDs: eine vertikale Linie.

    • Balken von links nach rechts: Ein Balken vom Minimalwert zum aktuellen Wert.

    • Balken ab Mitte: Ein Balken von der zentralen Position zum aktuellen Wert.

    • Balken von rechts nach links: Ein Balken vom aktuellen Wert zum Maximalwert.

    • Q / Breite: Zwei gleiche Balken von der zentralen Position zum aktuellen Wert.

    • Aufsteigender Balken: Ein Balken von unten zum aktuellen Wert.

    • Absteigender Balken: Ein Balken von oben zum aktuellen Wert.

    • Nur Text: LED-Ringe: kein Feedback; LCDs: kein Feedback in Form grafischer Elemente.

    • Automatisch: Abhängig vom gerade zugewiesenen Parameter wird der jeweils am besten geeignete Feedback-Modus verwendet: Plug-in- und Instrument-Parameter enthalten diese Informationen, Pan zeigt einen Punkt oder eine Linie (Single Dot/Line) an und alle anderen Parameter zeigen einen Takt an, der von links nach rechts verläuft (Left to Right Bar).

    Hinweis: Feedback ist bei direkt unterstützten Bedienoberflächen möglich, aber nicht alle Einstellungen sind für alle Controller verfügbar. Das Feedback ist auch für Geräte mit Lua-Script-Unterstützung möglich, die über einen CoreMIDI-Input verfügen. In diesem Fall wird die MIDI-Feedback-Verarbeitung des Lua-Scripts verwendet, einschließlich optionaler Beschriftungs- und Wertetext-Feedbacks. Für Geräte mit Lua-Script-Unterstützung, die einen CoreMIDI-Eingangs- und -Ausgangsport besitzen, wird der Wert auf 0.-127 als absoluter Wert „Erlernte“ Controller- und Smart Controller-Zuweisungen werden automatisch aktiviert, um Feedback zu liefern. Zu beachten ist, dass Feedback an IAC nicht möglich ist.

  • Markierungsfeld „Text-Feedback“: Aktiviere diese Option, um den aktuellen Wert in Textform auf der Bedienoberfläche anzuzeigen. Die Eigenschaften des Bedienoberflächendisplays bestimmen die Anzeigeposition und Anzahl der verwendeten Zeichen.

  • Markierungsfeld „Lokales Feedback (Fader/Knopf)“: Aktiviere diese Option, um das Feedback zu stoppen, solange für den Parameter der Modus „Touch“ aktiv ist. Hiermit wird vermieden, dass motorisierte Fader gegen Benutzerbewegungen wirken.

  • Markierungsfeld „Tastenwiederholung“: Aktiviere diese Option, um zu erreichen, dass die Zuweisung wiederholt in der Taktrate ausgeführt wird, die mit dem Regler „Tastenwiederholung“ in den macOS-Einstellungen „Tastatur“ festgelegt wird. Die Dauer, für die die Taste gedrückt werden muss, bevor die Zuweisung wiederholt wird, wird mit dem Schieberegler für die Ansprechverzögerung in den Einstellungen „Tastatur“ festgelegt.

    Die Tastenwiederholung ist beispielsweise für die Zoom-Funktion nützlich. Wenn du beispielsweise den Zoom-Tasten der Mackie Control den Befehl für die Tastenwiederholung zuweist, wird in Logic Pro durch Gedrückthalten der Taste „Zoom In“ solange herangezoomt, bis du die Taste wieder loslässt. Ansonsten musst du die Zoom-Tasten der Mackie Control wiederholt drücken, um mehr als eine Zoom-Stufe hinein- oder herauszuzoomen.

    Hinweis: Das Markierungsfeld „Tastenwiederholung“ ist nur für Tastaturbefehle, gedrückte Tasten und relative Wertänderungen verfügbar. Wenn eine andere Zuweisungsklasse ausgewählt ist, wird das Markierungsfeld grau dargestellt.

    Die Standardzuweisungen für Tastaturkurzbefehle unterstützen die Tastenwiederholungsfunktion, wenn diese für die Bedienoberfläche oder dem Gerät nützlich sind oder verwendet werden können, weshalb Änderungen nicht notwendig sind, um diese Funktion zu nutzen. Wenn du die Tastenwiederholungsfunktion für deine eigenen Zuweisungen verwenden möchtest, musst du die Funktion für den zugewiesenen Befehl neu lernen. Befehle für die Tastenwiederholung müssen das Byte „Lo7“ enthalten, das Informationen über den Status der zugewiesenen Taste enthält („gedrückt“ oder „losgelassen“). Logic Pro for Mac führt dich durch die Neuzuweisung im Lernmodus. Der aktuelle MIDI-Befehl wird automatisch gelöscht, der Lernmodus aktiviert und du wirst über einen Info-Text aufgefordert, den notwendigen MIDI-Befehl zu senden. Wenn du die zugewiesene Taste loslässt, nachdem der MIDI-Befehl gelernt wurde, wird automatisch das Byte „Lo7“ erstellt und der Wert für „Lo7“ dem Parameter „Min“ zugewiesen (für den Befehl der losgelassenen Taste). Der Wert des Bytes „Lo7“ für den Befehl der gedrückten Taste wird automatisch dem Parameter „Max“ zugewiesen. Typischerweise wird der Wertebereich „1“ bis „127“ für den Befehl der gedrückten Taste verwendet. Der Nullwert (0) wird in der Regel für den Befehl der losgelassenen Taste verwendet.

    Hinweis: Manche Bedienoberflächen, beispielsweise die CM Labs Motormix, verwenden andere Wertebereiche. Durch Zuweisen geeigneter Minimal- und Maximalwerte wird sichergestellt, dass die Funktion für die Tastenwiederholung mit solchen Geräten verwendet werden kann. Achte beim manuellen Ändern des Minimal- oder Maximalwerts für einen Tastaturkurzbefehl darauf, dass die Minimal- und Maximalwerte mit dem Status der gedrückten („An“) und losgelassenen („Aus“) Taste übereinstimmen, da sonst die vollständige Zuweisung nicht funktioniert. Weitere Informationen zu den verwendeten Werten findest du in der Bedienungsanleitung der Bedienoberfläche.

Handbücher zum Download:

Logic Pro – Benutzerhandbuch: Apple Books

Logic Pro – Instrumente: Apple Books

Logic Pro – Effekte: Apple Books

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