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Erzeugen fetter Sounds im Logic Pro-ES2

Schon immer waren „fette“ Synthesizer-Sounds äußerst beliebt. Und dies gilt heute bei Musikstilen wie Trance, Techno, R & B umso mehr.

Fette ES2-Sounds mit verstimmten Oszillatoren und dem Unison-Modus erzeugen

Das Setting „Analog Saw 3 Osc“ umfasst drei gegeneinander verstimmte Oszillatoren und klingt schon recht fett. Es gibt aber Möglichkeiten, den Klang noch deutlich fetter zu formen.

Bei vielen Werkseinstellungen ist der Unison-Modus bereits aktiviert. Dies erfordert sehr viel Rechenleistung. Wenn dein Computer nicht schnell genug ist, kann auf den Unison-Modus verzichtet werden und stattdessen z. B. der Ensemble-Effekt in einem Bus für mehrere Plug-ins verwendet werden. Dies führt zu einer Systementlastung. Eine andere Möglichkeit ist, mehrere Software-Instrumentspuren einzufrieren (Freeze-Funktion) oder zu bouncen.

Führe in Logic Prodie folgenden Schritte aus:

  • Probiere zunächst den 3-Oszillatoren-Basisklang mit unterschiedlichen Filter- und Envelope-Einstellungen aus.

  • Probiere den Chorus-Effekt mit verschiedenen Einstellungen für „Intensity“ und „Speed“ aus.

  • Aktiviere den Unison-Modus und wähle einen höheren Wert für „Analog“. Da der polyphone Modus eingestellt ist, wird jede Note doppelt gespielt. Die Anzahl der gleichzeitig abspielbaren zehn Noten reduziert sich von 10 auf 5. Dafür erhältst du aber einen sehr dichten und breiten Klang. Durch das Kombinieren von „Unison“ und höheren Analog-Werten wird auch eine deutlich wahrnehmbare Spreizung über das Stereo-Spektrum erzeugt.

Bei vielen Werkseinstellungen ist der Unison-Modus bereits aktiviert. Wenn dein Computer die Prozessanforderungen nicht erfüllt, kann auf den Unison-Modus verzichtet werden und stattdessen beispielsweise der Ensemble-Effekt in einem Bus für mehrere Plug-ins verwendet werden. Eine andere Möglichkeit ist, mehrere Software-Instrumentspuren einzufrieren (Freeze-Funktion) oder zu bouncen.

Verstimmte monophone Sounds und Effekte mit dem ES2 erzeugen

Das Setting „Analog Saw Unison“ ist ein extrem verstimmter, ungefilterter Basis-Sound, der an Fatness kaum noch zu überbieten ist. Drei Sägezahn-Oszillatoren werden verwendet, die aber noch stärker gegeneinander verstimmt sind. Das Entscheidende ist die Kombination von „Unison“ und „Analog“ (auf einen hohen Wert gesetzt). Da der Modus „Mono“ eingestellt ist, werden zehn Stimmen gestackt. Alles in allem ergibt dies ohne zusätzliche Effekte einen unglaublich mächtigen Lead-Sound, wie er bei unzähligen Dance- und Trance-Produktionen eingesetzt wird. Bei entsprechenden Hüllkurveneinstellungen (Modulation des Filters!) können aus diesem Setting auch Elektro-Sounds abgeleitet werden, die ideal für Arpeggio- und Sequenzer-Sounds sind.

Führe in Logic Prodie folgenden Schritte aus:

  • Stelle „Cutoff Frequency“ von Filter 2 auf „0“. Dadurch wird die voreingestellte Filter-Hüllkurve aktiviert. Probiere auch andere Einstellungen aus.

  • Schalte „Osc 1“ eine (–12 s) oder zwei Oktaven (–24 s) tiefer.

  • Erhöhe „Drive“ oder „Distortion“.

  • Für „Env 2“ sollte „Velocity“ eingestellt sein. Du kannst jetzt den Filter mit der Anschlagsdynamik modulieren.

  • Füge einen Delay-Effekt im Instrument-Channel-Strip des ES2 (oder einem Bus-Ziel) ein.

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