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Bearbeiten von Loops in Logic Pro-Alchemy

Logic Pro umfasst hervorragende Optionen zum Arbeiten mit Loops und Apple Loops auf Spuren. Du kannst Sampler, Ultrabeat und Alchemy verwenden, wenn du Loops live auslösen oder mit Synthesewerkzeugen formen möchtest. Alchemy unterstützt die Wiedergabe von Apple Loops sowie von Audiodateien mit den Erweiterungen .aif, .caf und .wav. Mit Alchemy kannst du Tempo und Tonhöhe in Echtzeit bearbeiten. Alchemy bietet ausgereifte Synthese-Engines, die Loops mit verschiedensten Formen der Resynthese und vielfältigen Optionen für Filter, Modulation und Effekte transformieren können.

Hinweis: Die gezeigten Bilder sind für die in Aufgaben verwendeten Presets nicht spezifisch. Sie sollen dir beim Auffinden von Bereichen und Parametern auf der Alchemy-Benutzeroberfläche helfen.

Time-Stretching und Tonhöhenänderung in Echtzeit auf Samples in Alchemy anwenden

Lade zusätzliche Inhaltspakete herunter, wenn du die für dieses Beispiel verwendeten Loops nicht finden kannst. Wähle dazu „Download Additional Content...“ aus dem Menü „Logic“ in der Menüleiste.

  1. Wechsle in Logic Prozur erweiterten Darstellung und wähle „Initialize Preset“ aus dem Alchemy-Menü „File“.

    Dadurch werden die Einstellungen von Alchemy zurückgesetzt und es ist einfacher, gänzlich neue Klänge zu erzeugen.

  2. Stelle das Projekttempo auf 110 bpm ein.

  3. Klicke auf das Source-Auswahlfeld für Source A und wähle „Import Audio“ aus dem Einblendmenü aus.

    Daraufhin wird das Importfenster geöffnet.

    Abbildung. Importübersichtsfenster
  4. Öffne die Apple Loops-Übersicht und gib „Basic Vintage Break“ in das Suchfeld ein. Bewege die Datei „Vintage Funk Loop 03“ aus der Apple Loops-Übersicht in den Dropzone-Bereich des Importfensters.

    Beachte, dass das Originaltempo dieser Datei 100 bpm beträgt und dass sie 8 Beats (2 Takte) lang ist.

  5. Klicke unten links auf die Tasten „Spectral“ und „Formant Analysis Mode“ und dann auf die Taste „Import“.

    Hierdurch wird die Synthesizer-Engine festgelegt, die für die Resynthese des Audiosamples verwendet wird. Die Option „Spectral + Formant“ ist ideal für allgemeine Zwecke und für Drum-Loops gut geeignet. Bei einer neuen Instanz von Alchemy ist es die Standardeinstellung. Wenn die Analyse beendet ist, kannst du den Loop mit seiner nativen Tonhöhe und seinem Tempo auslösen, indem du C3 auf dem Keyboard spielst. Beim Spielen anderer Tonhöhen wird der Loop transponiert, behält aber sein Tempo bei.

  6. Stelle den Drehregler „Speed“ im Bereich mit den Source-Hauptsteuerungen auf 0 % ein (ganz links).

    Dies verhindert, dass der Loop im Zeitverlauf vorwärts gespielt wird und wiederholt die ersten paar Samples an der aktuellen Position.

    Abbildung. Source-Unterseite mit allen Parametern
  7. Halte eine Note und drehe den Drehregler „Position“, um zu hören, wie sich dies auf die Wiedergabe auswirkt.

    Der Drehregler „Position“ bewegt die Wiedergabe vorwärts und rückwärts durch den Loop. Stelle den Wert auf 0 % ein (ganz links).

Position mit LFO in Alchemy modulieren

  1. Klicke in Logic Probei gedrückter Taste „ctrl“ auf den Drehregler „Position“ und wähle „Add Modulation“ > „LFO“ > „LFO1“ aus dem Kontextmenü aus.

    Hierdurch wird die Kontrolle über den Drehregler „Position“ an LFO 1 übergeben und die Mitte des Bereichs „Modulation“ wird automatisch aktualisiert und zeigt die Steuerelemente für LFO 1 an.

  2. Wechsele die LFO-Form von „Sine“ zu „Ramp Up“ und setze „Rate“ auf 2 (Takte) zur Übereinstimmung mit der Apple Loop-Länge.

    Tipp: Durch Ändern der LFO-Form in „Ramp Down“ erfolgt die Loop-Wiedergabe rückwärts beginnend bei der Position von 100 % und endet bei 0 %.

    Abbildung. LFO-Bedienfeld
  3. Klicke auf die Taste „Bipolar“, um sie zu deaktivieren.

    Wenn „Bipolar“ aktiviert ist, gibt der LFO sowohl positive als auch negative Werte in jedem Cycle aus (von -50 % bis 50 %). Bei Deaktivierung werden nur positive Werte ausgegeben (von 0 % bis 100 %). Wenn du eine Note auf dem Keyboard spielst und hältst, weist ein kleiner Punkt am Drehregler „Position“ daraufhin, dass seine Werte sich von 0 % zu 100 % ändern. „Bipolar“ eignet sich zum Steuern von Parametern wie „Pan“, bei dem sich 0 im Mittelpunkt der Drehung des Drehreglers befindet und der Wert um den Mittelpunkt oszillieren soll.

  4. Spiele C3, um den Loop mit seiner nativen Tonhöhe, aber in einem Tempo zu hören, das mit dem Projekt übereinstimmt (110 bpm).

Weitere Optionen zur Bearbeitung von Loops in Alchemy ausprobieren

Probiere in Logic Prodiese zusätzlichen Optionen mit demselben Loop aus, um ein Gefühl für die Möglichkeiten der Loop-Bearbeitung mit Alchemy zu bekommen.

  • Deaktiviere den Trigger-Modus, um nur dann zu hören, dass die Loop-Position weiter durch die Datei bewegt wird, wenn du eine Note spielst. Dadurch kannst du durch rhythmisches Auslösen von Noten Gate- und Stottereffekte erzielen. Versuche, eine Reihe sehr kurzer Achtelnoten über diesen Loop zu spielen, um das Feeling zu ändern.

  • Du kannst Noten mit verschiedenen Tonhöhen spielen oder Pitch Bending verwenden, um einen abgehackten und verfremdenden Effekt auf deine Loops anzuwenden. Der standardmäßige Pitch-Bend-Bereich beträgt 2 Halbtöne, doch Alchemy unterstützt bidirektionale Tonhöhenverschiebungen von bis zu 36 Halbtönen. Wenn du dies einstellen willst, klicke auf die Taste „Global“ und stelle die Werte für „Pitch Bend Up“ und „Pitch Bend Down“ im Bereich „Master“ unabhängig voneinander ein.

    Abbildung. Master-Stimmenparameter

Position mit MSEG in Alchemy modulieren

Die MSEG-Hüllkurve kann die gleiche Art von Ramp Up-Looping-Pattern duplizieren, die in der Aufgabe zu LFO verwendet wurde, unterstützt aber längere und komplexere Patterns als einfache sich wiederholende Verläufe. MSEG-Hüllkurven sind nützlich, wenn du eine genaue Vorstellung davon hast, wie sich Parameter im Zeitverlauf ändern sollen. MSEG-Modulatoren sind in der Lage, eine breite Palette an Patterns zu erzeugen – von einfachen kurzen Ramps bis hin zu sehr langen, komplexen Sequenzen.

  1. Klicke in Logic Proauf den Drehregler „Position“ und dann auf die Taste neben dem Modulationsbereich, um den LFO zu deaktivieren.

    Wenn du Noten spielst, hörst du, dass der Loop nicht mehr vorwärts gespielt wird.

  2. Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ auf den Drehregler „Position“ und wähle „Add Modulation“ > „MSEG Env“ > „MSEG1“ aus dem Kontextmenü aus.

    Hierdurch wird die Kontrolle über den Drehregler „Position“ an MSEG 1 übergeben. Die Mitte des Bereichs „Modulation“ wird automatisch aktualisiert und zeigt die Steuerelemente für MSEG 1 an.

    Abbildung. Bedienfeld für Generator von Hüllkurven mit mehreren Segmenten
  3. Klicke im MSEG-Editor auf die Taste „File“ und lade das Preset „Ramp Up“.

    Hierdurch wird ein Ramp von 8 Beats (2 Takten) von 0 % bis 100 % erzeugt. Wenn du eine Note spielst, ist das Ergebnis identisch mit dem der LFO-Modulation, die in der vorherigen Aufgabe verwendet wurde.

  4. Klicke im MSEG-Editor entlang der Linie, um drei Punkte nahe Takt 5, 7 und 9 hinzuzufügen. Wähle einen Punkt durch Doppelklicken aus, um ihn zu löschen.

    Hinweis: Die genaue Position jedes Punkts im MSEG ist wichtig, um ein konstantes Tempo zu halten.

  5. Ziehe die Punkte horizontal, um sie zu bewegen. Beachte, dass sie am Temporaster einrasten. Ziehe vertikal, um die folgenden Werte für jeden Punkt festzulegen.

    • Takt 1: Punktwert 0 %

    • Takt 5: Punktwert 50%

    • Takt 7: Punktwert 25%

    • Takt 9: Punktwert 50%

  6. Halte eine Note, um zu hören, wie der Loop im Tempo des Projekts vorwärts, rückwärts und dann nochmals vorwärts gespielt wird.

    Komplexere MSEG-Einstellungen können bewirken, dass die Position zu bestimmten Punkten im Loop springt und so Variationen der Original-Loop erzeugt.

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