Klangliche Artefakte im EVOC 20 PS in Logic Pro für Mac vermeiden

Eine typische Störung des Vocoder-Sounds sind ruckartig abreißende Silben oder ein plötzliches Aufbrechen des Klangs in Sprachpausen.

Der Release-Parameter bestimmt, wie schnell der Pegel eines Synthesis-Frequenzbands abnimmt, wenn der Pegel des entsprechenden Analysesignals schlagartig abnimmt. In der Praxis ist das Klangbild ruhiger und ausgeglichener, wenn Synthesis-Bänder langsamer ausklingen. Wähle hierfür höhere Release-Werte im Analysis-Bereich. Vermeide eine zu lange „Release Time“, denn zu lange Release-Werte führen zu einem konturlosen, verwaschenen Sound. Kurze Attack-Werte sind für eine schnelle Reaktion auf eingehende Signale erwünscht.

Wenn das Analysesignal wie empfohlen komprimiert wird, steigt auch der Pegel von Atem-, Rumpel- und Hintergrundgeräuschen. Diese Störsignale können die Frequenzbänder des Vocoders öffnen, obwohl dies nicht erwünscht ist. Um solche Artefakte zu minimieren, kannst du ein Noise Gate vor der Kompression und der Höhenanhebung einsetzen. Bei einem entsprechend gegateten Analysesignal kannst du u. U. auch die Release-Zeit wieder verkürzen.

Wenn du Sprache oder Gesang mit dem Noise-Gate-plug-in gatest, stellst du mit Threshold die Pegelschwelle ein, über der das Gate öffnet. Mit Hysteresis wählst du eine niedrigere Pegelschwelle, unter der das Gate schließt. Der Hysteresis-Wert ist relativ zum Threshold.

Abbildung. Fenster „Noise Gate“

Das nicht gewünschte Auslösen durch Rauschen niedriger und hoher Frequenzen kann mit dedizierten Sidechain-Filtern des Noise-Gate-Plug-ins vermieden werden.

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