Projekteinstellungen „Allgemeine Synchronisation““ in Logic Pro für Mac

Die Synchronisation-Projekteinstellungen in Logic Pro enthalten die „Allgemein“-Einstellungen. Diese Einstellungen legen fest, wie Logic Pro synchronisiert wird, mit welchem Frame-Raten-Standard und wie die absolute Zeitanzeige (SMPTE) mit der Takt- und Beats-Anzeige verbunden ist.

Abbildung. Projekteinstellungsbereich „Allgemeine Synchronisation“

Synchronisationseinstellungen

Diese Einstellungen bestimmen, ob Logic Pro mit seiner internen Uhr synchronisiert oder von einer externen Quelle gesteuert wird.

  • Einblendmenü „Sync-Modus“: Definiert, wie Logic Pro mit anderen Geräten synchronisiert.

    • Intern: Aktiviert den internen Timer von Logic Pro, wobei Logic Pro MIDI-Clock überträgt. Externe Geräte können über MIDI-Clock oder den MIDI Time Code (MTC) synchronisiert werden.

    • Ableton Link: Aktiviert den Ableton Link-Modus, der eine Technologie verwendet, die den Takt, die Phase und das Tempo von Logic Pro mit mehreren Anwendungen, die auf einem oder mehr Geräten in einem gemeinsamen Netzwerk laufen, synchronisiert.

    • MTC: Aktiviert den Modus „MIDI Time Code“, wobei Logic Pro eintreffenden MTC-Befehlen folgt. Der MIDI Time Code kann entweder an einem MIDI-In-Port eingehen oder vom MIDI-Interface durch „Übersetzen“ eingehender SMPTE-Timecodes (z. B. Unitor8) generiert werden.

    • Manuell: Aktiviert den Modus „Tempo-Interpreter“. In dieser Einstellung empfängt Logic Pro MIDI-Clock-Impulse, die der Tempo-Interpreter als gültige Schläge (Beats) erkennt. Mit den Parametern im Fenster „Tempo-Interpreter“ kannst du einstellen, wie Logic Pro auf Befehle zum Eintappen des Tempos reagiert.

  • Markierungsfeld „Start/Stopp übertragen und empfangen“: Wenn diese Option aktiviert ist, werden Start- und Stopptransportbefehle zwischen allen Benutzern in einer Sitzung geteilt, die Ableton Link aktiviert haben.

    Das Markierungsfeld ist nur verfügbar, wenn der Synchronisierungsmodus auf „Ableton Link“ eingestellt ist. Der Status wird als App-Einstellung gesichert.

  • Markierungsfeld für automatisches Aktivieren externer Synchronisierungsvorgänge und „Tempo eintappen“: Bei Auswahl überträgt Logic Pro MIDI-Clock, bis ein Synchronisationssignal eingeht – entweder als MTC oder vom Tempo-Interpreter.

    Logic Pro stellt sich automatisch auf das erste eingehende Synchronisationssignal ein.

    Wichtig: Stelle sicher, dass niemals verschiedene Synchronisationssignale gleichzeitig eingehen; denke daran, dass nur ein Gerät Timecode übertragen sollte.

Frame-Rate-Einstellungen

Die Zeitposition entlang der Timeline eines Projekts wird in Stunden, Minuten und Sekunden gemessen, wobei jede Sekunde weiter in Frames (aus Film entstanden) aufgeteilt wird. Die Frame-Rate, basierend auf einem bestimmten Standard, wird in „Frames pro Sekunde“ (fps) angegeben.

  • Einblendmenü „Frame-Rate“: Legt die Frame-Rate fest, die sowohl für den übertragenen als auch den empfangenen Timecode gilt.

    Hinweis: Bei Drop-Frame-Formaten werden einzelne Frames ausgelassen. Die SMPTE-Darstellung verwendet ein Semikolon zwischen der Sekunden- und Frame-Nummer, um auf Drop-Frame-Formate (z. B. 01:00:04;16) hinzuweisen. Zur besseren Unterscheidung werden die Formate ohne Drop-Frame manchmal auch als oder Non-Drop Frame (NDF) bezeichnet.

    • 23,976 fps: 24 fps mit 99,9 % der Geschwindigkeit abgespielt, was den einfachen Transfer von Film auf NTSC-Video ermöglicht.

    • 24 fps: Film, HD-Video

    • 25 fps: PAL Video/Fernsehübertragungen

    • 29.97d fps: NTSC-Video/Fernsehübertragungen (Drop Frame)

    • 29,97 fps: Standard-definition NTSC

    • 30d fps: NTSC Video-/Fernsehübertragung (Drop Frame), selten verwendet

    • 30 fps: High-definition-Video, frühes NTSC-Video (s/w), ältere Frame-Rate, wird heutzutage nur selten verwendet

    • 50 fps: Höhere Frame-Rate basierend auf 25 fps

    • 59.94d fps: 60 fps mit 99,9 % der Geschwindigkeit abgespielt, verwendet Drop Frame

    • 59,94 fps: 60 fps mit 99,9 % der Geschwindigkeit abgespielt

    • 60d fps: Videostandard mit höherer Frame-Rate, verwendet Drop Frame

    • 60 fps: Videostandard mit höherer Frame-Rate

  • Markierungsfeld „MTC-Format automatisch erkennen“: Wenn dieses Markierungsfeld aktiviert ist (empfohlen), wird der eingehende Timecode analysiert. Die richtige Frame-Rate wird dann automatisch festgelegt.

    Bitte beachte, dass empfangsseitig eine automatische Unterscheidung zwischen den MTC-Frame-Raten 29,97 fps und 30 fps nicht möglich ist:

    • Der MTC-Standard lässt keine Unterscheidung zu.

    • Eine gemessene Rate von 30 fps könnte auch ein etwas zu schnell laufender 29,97 fps Timecode sein und umgekehrt.

    Logic Pro interpretiert automatisch Frame-Raten mit „ungefähr 30 fps“ als 29,97 fps (Drop-Frame) oder als 30 fps (Non-Drop-Frame), je nachdem, ob das Drop-Frame-Format verwendet wird. Diese Interpretation ist in den meisten Fällen richtig, da nur diese beiden Formate gebräuchlich sind.

    Die Option „MTC-Format automatisch erkennen“ schaltet nur auf 29,97 (Drop-Frame) oder 30 fps (Non-Drop-Frame) um, wenn eines der anderen gebräuchlichen Formate eingestellt war. Wenn du Logic Pro zu einer der seltener verwendeten Frame-Raten synchronisieren möchtest, musst du das Format manuell festlegen. Diese Einstellung wird dann von der Funktion „MTC-Format automatisch erkennen“ nicht verändert.

  • Einblendmenü „MTC prüfen“: Legt fest, wie oft Logic Pro zur Gewährleistung einer sicheren Synchronisation prüft, ob externer Timecode anliegt. Generell solltest du diese Option auf „Immer“ eingestellt lassen. Es gibt bestimmte Geräte, die Timecode-Impulse erzeugen, für die eine bestimmte Anzahl von Frames eingestellt sein muss, damit die Synchronisation aufrechterhalten wird.

Taktposition gegenüber SMPTE-Zeiteinstellungen

Die folgenden Einstellungen bestimmen die Verbindung zwischen der absoluten Zeit (SMPTE-Timecode) und der relativen Zeit (Takte und Beats).

  • Taktposition an SMPTE-Regler wiedergeben: Legt den SMPTE-Offset des Projekts fest. Da Projekte nicht immer genau bei Takt 1 starten müssen, kannst du hier eine beliebige Taktposition wählen, die zur eingestellten SMPTE-Zeit wiedergegeben werden soll.

    Die Standard-Taktposition: 1 1 1 1 spielt bei SMPTE 01:00:00:00.

    Der SMPTE-Offset 01:00:00:00 (eine Stunde) ist in der Praxis üblich, da so problemlos etwas Timecode-Vorlauf erzeugt werden kann.

  • Markierungsfeld „SMPTE-Darstellungs-Offset aktivieren“: Zeigt in der Zeitanzeige anstelle der tatsächlichen SMPTE-Zeit die Zeit, die seit dem Projektstart vergangen ist.

  • Taktposition als SMPTE-Regler zeigen: Ist verfügbar, wenn das Markierungsfeld „SMPTE-Darstellungs-Offset“ aktiviert ist. Wähle „Taktposition 1 1 1 1 zeigen als SMPTE 00:00:00:00“ (vordefiniert). Falls nötig, kannst du hier auch andere Darstellungs-Offset-Werte einstellen.

    Die Tempoliste zeigt immer die echte SMPTE-Zeit ohne SMPTE-Darstellungs-Offset an. In allen anderen Fenstern (einschließlich der Steuerungsleiste) wird der eingestellte SMPTE-Darstellungs-Offset verwendet.

    Tipp: In vielen Post-Produktionsstudios für Video (und Audio) ist es üblich, einen SMPTE-Offset von einer Stunde (01:00:00:00) einzustellen. Dadurch wird das unter der Bezeichnung Midnight bekannte Problem vermieden, bei dem der Vorlauf die SMPTE-Zeit 00:00:00:00 passiert, was zu Problemen mit einigen Bandmaschinen (z. B. dem ADAT) führen kann.

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