Bereich „Allgemein“ der Audioeinstellungen in Logic Pro für Mac

In Logic Pro enthalten die Einstellungen „Audio“ die folgenden „Allgemein“-Einstellungen:

Abbildung. Der Bereich „Allgemein“ der Audioeinstellungen.
  • Markierungsfeld „Warnhinweis bei Audio-Engine-Überlastung anzeigen“: Ist diese Option aktiviert, wird bei einer Überlastung ein Warnhinweis angezeigt. Ist sie deaktiviert, wird die Wiedergabe einfach angehalten, ohne dass ein Hinweis angezeigt wird.

  • Einblendmenü „Samplegenaue Automation“: Bestimmt, ob oder welche Parameter mit Sample-Genauigkeit automatisiert werden. Dieser Automationstyp ist sehr prozessorintensiv. Sie erfordert eine höhere Systemleistung, was möglicherweise die Performance beeinflusst (abhängig von der Art deines Projekts und der zur Verfügung stehenden Computerleistung). Dies geschieht am ehesten in sehr „intensiven“ Projektbereichen, wo viele Software-Instruments und Effekte verwendet werden. Logic Pro für Mac bietet drei Einstellungen:

    • Aus: Erfordert die geringste Computerleistung für die Wiedergabe von Automation. Die Automation ist in diesem Modus weniger präzise.

    • Volume, Pan, Sends: Nur diese Parameter werden samplegenau automatisiert.

    • Volume, Pan, Sends, Plug-in-Parameter: Alle diese Parameter werden samplegenau automatisiert. Nicht alle Audio Units-Plug-ins können auf diese Art automatisiert werden.

  • Einblendmenü „Automatische Buszuweisung verwendet“: Wähle, ob die automatische Buszuweisung alle Busse oder nur Busse oberhalb einer bestimmten Zahl (in Vielfachen von acht) verwenden soll.

  • Markierungsfeld „Software-Monitoring“: Wähle dieses Markierungsfeld aus, um die eingehenden Audiosignale auf der Spur, die du aufnimmst oder überwachst, anzuhören, einschließlich der Verarbeitung aller Plug-ins auf den jeweiligen Channel-Strips. Hierdurch entsteht eine gewisser, akustischer Delay (üblicherweise als Latenz bezeichnet), den du minimieren kannst, indem du die I/O-Puffergröße in den Einstellungen für Audiogeräte verringerst.

    Um Latenzen während der Aufnahme zu vermeiden, deaktiviere das Software-Monitoring und überwache das Audiosignal, das du über deine Mixkonsole aufnimmst, oder dein Audio-Interface, falls es Hardware-Monitoring erlaubt.

    Tipp: Du kannst auch das Software-Monitoring über die Taste „Software-Monitoring“, die du in der Steuerungsleiste platzieren kannst, aktivieren oder deaktivieren. Weitere Informationen findest du unter Steuerelemente in der Steuerungsleiste ändern.

  • Markierungsfeld „Eingangs-Monitoring nur für ausgewählte Spur und nur bei aktiviertem Eingangs-Monitoring (wie in GarageBand)“: Bei Auswahl dieser Option hörst du nur eingehende Audiosignale für die fokussierte Spur und nur, wenn die Taste „Eingang-Monitoring“ ausgewählt ist. Wenn du mehrere Spuren ausgewählt hast, klicke auf eine Spurnummer in einem Spur-Header, um diese Spur zu fokussieren. Wenn das Feld deaktiviert ist, hörst du eingehende Audiosignale auf allen Spuren, bei denen die Taste „Eingang-Monitoring“ ausgewählt ist.

    Hinweis: Die Taste „Eingang-Monitoring“ auf allen nicht-fokussierten Spuren wird nach Auswahl weiterhin grau dargestellt. Der Buchstabe I auf der Taste wird orange, um zu zeigen, dass die Taste ausgewählt, aber inaktiv ist. Der Pegelmesser zeigt das Eingangssignal auf allen Spuren an, bei denen die Taste „Eingang-Monitoring“ ausgewählt ist (aktiv oder inaktiv).

    Tipp: Mit dieser Eingang-Monitoring-Option kannst du verschiedene Audiospuren festlegen, die deine Audioeingabe empfangen sollen, und die Option „Eingang-Monitoring“ in all diesen Spuren auswählen. Du hörst das Audiosignal aber nur in der fokussierten Spur. Diese kann hilfreich sein, wenn du schnell durch die Spuren springen möchtest, um deine Stimme oder die Gitarre zum Üben mit einem anderen Patch zu hören.

  • Markierungsfeld „Unabhängiger Monitoring-Pegel für Channel-Strips, die für die Aufnahme aktiviert sind“: Ermöglicht die Verwendung eines unabhängigen Monitoring-Pegels für Channel-Strips mit aktivierter Aufnahme. Dieses Markierungsfeld ist standardmäßig deaktiviert. Nachdem du für eine Spur die Aufnahme aktiviert hast, kannst du den gewünschten Pegel mit dem Fader einstellen. Wenn du die Taste „Aufnahme aktivieren“  nicht auswählst, wird wieder der ursprüngliche Pegel hergestellt.

    Hinweis: Änderungen am Fader haben keinen Einfluss auf den Aufnahmepegel, sondern beziehen sich nur auf die Abhörlautstärke.

  • Schieberegler „Dim-Level“: Lege einen Dim-Pegel von 0 dB bis -30 dB fest. Der von dir ausgewählte Pegel gibt an, wie stark der Ausgang-Channel-Strip abgeschwächt wird, wenn du die Taste „Dim“ im Master-Channel-Strip aktivierst. Das ist hilfreich, wenn du die Ausgangslautstärke deines Mixes vorübergehend verringern möchtest, ohne den Lautstärkeregler oder die Lautstärke des Lautsprechers zu ändern (z. B. beim Entgegennehmen eines Telefonanrufs).

Plug-in-Latenz

Plug-ins, die auf einem Channel-Strip eingesetzt sind, benötigen möglicherweise etwas Zeit, um das Audiosignal zu verarbeiten. Die Folge davon ist, dass das Ausgangssignal eines Plug-ins verzögert sein kann. Diese Verzögerung wird als Latenz bezeichnet. Um sicherzustellen, dass alle Spuren in deinem Projekt synchron wiedergegeben werden, erkennt der Plug-in-Latenzausgleich die Spur mit der höchsten Latenz in deinem Projekt und stellt sicher, dass alle Spuren um diesen Wert verzögert werden. Weitere Informationen findest du unter Mit Plug-in-Latenzen arbeiten.

  • Einblendmenü „Kompensierung“: Kompensiert Audioverzögerungen, die durch die Verwendung von CPU-intensiven Plug-ins entstehen können, sodass alle Spuren synchron wiedergegeben werden. Wähle eine der folgenden Optionen:

    • Aus: Deaktiviere den Plug-in-Latenzausgleich vollständig.

    • Spuren für Audio- und Software-Instrumente: Der Plug-in-Latenzausgleich wird nur auf Audio- und Software-Instrument-Channel-Strips angewendet.

      Verwende diese Option, wenn du nur in Audio- und Software-Instrument-Spuren Plug-ins hast, die Latenzen verursachen. Logic Pro verzögert Audio- und MIDI-Regionen auf den entsprechenden Audio- und Instrument-Spuren.

    • Alle (empfohlen): Der Plug-in-Latenzausgleich wird auf Audio-, Software-Instrument-, Aux- und Ausgang-Channel-Strips angewendet.

      Verwende diese Option, wenn du latenzverursachende Plug-ins nicht nur bei den Audio- und Instrument-Channel-Strips sondern auch bei Aux- und/oder Ausgang-Channel-Strips hast. Logic Pro berechnet die maximale Latenz, die von allen Plug-ins auf dem Signalpfad einer Spur verursacht wird, und verzögert dann die Audio-Streams jeder Spur um das passende Maß.

  • Markierungsfeld „Wiedergabevorlauf“: Wenn dieses Feld markiert ist, starten alle Wiedergabebefehle die Wiedergabe bei allen Startbefehlen etwas früher. Der exakte Wert für den Wiedergabevorlauf hängt vom aktuellen Wert für den Latenzausgleich für Plug-ins ab. Diese Option stellt sicher, dass Transienten, die genau auf die Startposition fallen, korrekt wiedergegeben werden. Wenn diese Option deaktiviert ist, sind Transienten, die genau auf die Startposition fallen, eventuell nicht zu hören oder klingen, als würden sie eingefadet.

  • Markierungsfeld „Low-Latency-Überwachungsmodus“: Wenn du den Low-Latency-Überwachungsmodus aktivierst, können die kombinierten Plug-in-Latenzen, die durch alle Plug-ins auf dem Signalpfad eines Channel-Strips verursacht werden, nicht höher sein als der Wert, der mit dem Schieberegler „Limit“ eingestellt wurde. Damit dies sichergestellt ist, werden Sends deaktiviert und Plug-ins, die eine Latenz verursachen, können umgangen werden. Dies ist nützlich, wenn du eine Spur aufnimmst, in deren Channel-Strip latenzverursachende Plug-ins eingefügt sind.

    Hinweis: Das Markierungsfeld „Low-Latency-Überwachungsmodus“ ist mit der Taste „Low-Latency-Überwachungsmodus“ in der Steuerungsleiste verknüpft. Die Einstellung wirkt sich auf alle geöffneten Projekte aus und wird beibehalten, bis du Logic Pro beendest. Weitere Informationen findest du unter Steuerelemente in der Steuerungsleiste ändern.

  • Schieberegler „Limit“: Wenn du den Low-Latency-Überwachungsmodus aktivierst, bestimmt der Schieberegler „Limit“ den Maximalwert (bis zu 30 ms) der zulässigen Plug-in-Verzögerung auf einer Spur.

    Die Plug-in-Taste eines Plug-ins, das durch den Low-Latency-Überwachungsmodus umgangen wird, erscheint daraufhin in grau mit orangefarbenem Text. Send-Tasten werden auch deaktiviert (gekennzeichnet durch den orangefarbenen Text auf der grauen Taste). Wenn du bei gedrückter Control-Taste auf die Taste klickst, erscheint im zugehörigen Kontextmenü ein neues Menüobjekt, „Low-Latency-Safe“. Wird diese Option ausgewählt, verhindert sie, dass das Send automatisch deaktiviert wird. Weitere Informationen findest du unter Mit Plug-in-Latenzen arbeiten.

    Wichtig: Der Modus „Low-Latency-Überwachung“ wird automatisch deaktiviert, wenn du ein Projekt schließt.

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