Steuerelemente des Verhaltens „Stabilisieren“ in Motion

Das Verhalten „Stabilisieren“ verwendet eine anspruchsvolle Bewegungsanalyse, um jedes Pixel von einem Bild zum nächsten zu verfolgen, um verwackelte Bewegungen in einem Videoclip oder einer Bildsequenz zu glätten. Anders als die Verhalten „Bewegung anpassen“ und „Bewegung analysieren“ verwendet das Verhalten „Stabilisieren“ keine Onscreen-Tracker, um Bewegung zu analysieren. Wenn jedoch die Ergebnisse der Analyse zusätzlich korrigiert werden müssen, kannst du manuell Onscreen-Tracker für nicht zusammenhängende Segmente des Clips hinzufügen. Wenn sich z. B. eine versehentliche Kamerabewegung auf die Bilder zwischen 350 bis 380 auswirkt, kannst du einen Tracker hinzufügen, um genau diesen Teil des Clips zu analysieren. Die Daten dieser Analyse werden zu den Daten hinzugefügt, die bei der Standardanalyse erfasst wurden, um den Clip weiter zu glätten.

Das Verhalten „Stabilisieren“ berücksichtigt nicht nur die horizontale, vertikale oder horizontale und vertikale Bewegung in einem Clip, sondern bezieht auch die Position, Skalierung und Rotation ein. Das Verhalten „Stabilisieren“ kann nur auf Materialobjekte in deinem Projekt (einen QuickTime-Film oder eine Bildsequenz) angewendet werden.

Informationen zur Verwendung des Verhaltens „Stabilisieren“ findest du unter Stabilisieren eines verwackelten Clips in Motion.

Nachdem du ein Verhalten „Stabilisieren“ auf einen Clip oder eine Bildsequenz angewendet hast, zeigt das Informationsfenster „Verhalten“ die folgenden anpassbaren Steuerelemente:

  • Quelle: Ein Quellenfeld, um das Quellenobjekt festzulegen, das die Tracking-Daten zur Stabilisierung des Clips bereitstellt. Standardmäßig wird der Clip, auf den du das Verhalten „Stabilisieren“ anwendest, in diesem Feld analysebereit angezeigt. Jedoch kannst du ein anderes Quellenobjekt in das Feld bewegen – ein anderes Verhalten „Stabilisieren“ in deinem Projekt oder sogar ein anderes Materialobjekt in deinem Projekt. Bewege ein Miniaturbild aus dem Feld „Original“ und lass dann die Maustaste los, um den Inhalt des Felds zu löschen.

  • Aktionsmenü: Ein Einblendmenü (mit einem Zahnradsymbol), um Tracking-Daten (von anderen Tracking-Verhalten in deinem Projekt) manuell zuzuweisen.

  • Bewegungsanalyse: Eine Taste, um eine Motion Tracking-Analyse zu aktivieren. Nach dem Klicken auf „Analysieren“ wird ein Statusfenster mit dem Verlauf des Tracking-Vorgangs angezeigt. Klicke auf die Taste „Stopp“ im Statusfenster oder drücke die Taste „esc“, um die Analyse zu stoppen.

    Das Tracking mit dem Verhalten „Stabilisieren“ (ohne Tracker) beginnt am Anfang des Clips und nicht an der Abspielposition.

  • Qualität: Mit diesem Einblendmenü wird die Detailgenauigkeit der Bewegungsanalyse festgelegt. Zwei Optionen stehen zur Auswahl:

    • Schneller: Erlaubt eine schnellere, aber nicht so detaillierte Analyse.

    • Besser: Liefert eine detailliertere Analyse, ist dafür aber langsamer. Sie wird empfohlen, wenn der Clip Rotationsbewegungen enthält.

  • Spurregion: Wähle dieses Markierungsfeld aus, um manuell einen Bereich im zu analysierenden Bild zu definieren. Im Canvas wird ein rotes Feld angezeigt. Der Bereich außerhalb dieser Überlagerung wird bei der Analyse ignoriert. Die Onscreen-Steuerelemente der Spurregion sind den Onscreen-Steuerelementen einer Form ähnlich. Du kannst damit die Größe, Form und Position der Spurregion zu ändern.

    Weitere Informationen zum Festlegen einer Spurregion findest du unter Stabilisieren eines verwackelten Clips in Motion.

  • Methode: Mit diesem Einblendmenü wird festgelegt, wie die Stabilisierung auf den Clip angewendet wird. Zwei Optionen stehen zur Auswahl:

    • Stabilisieren: Versucht, die Bewegung des Hauptmotivs der Aufnahme zu fixieren, um Bewegungen zu entfernen. Dadurch entsteht der Eindruck, als bewege sich der Hintergrund um das Motiv, für das du das Motion Tracking ausführst.

    • Gleichmäßig: Glättet die sichtbare Bewegung der Kamera. Die allgemeine Bewegung im Bild bleibt dabei erhalten. Verwende diese Methode, um Kamerawackeln zu entfernen.

  • Gleichmäßige Übersetzung: Wenn für „Methode“ die Option „Gleichmäßig“ festgelegt wurde, kannst du mit diesem Schieberegler die Bewegung in X- und Y-Richtung glätten.

  • Gleichmäßige Rotation: Wenn für „Methode“ die Option „Gleichmäßig“ festgelegt wurde, kannst du mit diesem Schieberegler die Bildrotation glätten.

  • Gleichmäßig Skalieren: Wenn für „Methode“ die Option „Gleichmäßig“ festgelegt wurde, kannst du mit diesem Schieberegler ungleichmäßiges Zoomen glätten.

    Hinweis: Stelle den Wert „Gleichmäßig Skalieren“ nicht auf einen Wert höher als „0“ ein, es sei denn, du bist sicher, dass der Clip gezoomt wird.

  • Rahmen: Ein Einblendmenü, in dem du angeben kannst, wie sich bewegende Randartefakte behandelt werden. Wenn du einen Clip stabilisierst, können die resultierenden Transformationen zu sich bewegenden schwarzen Rahmen führen, die um die Ränder des Clips angezeigt werden. Stabilisierte Clips mit extremer horizontaler oder vertikaler Bewegung (aufgrund stark verwackelter Kamera) können zu sehr großen schwarzen Rahmen führen. Es gibt zwei Rahmenoptionen:

    • Normal: Behält die Größe des stabilisierten Clips bei. Die sich bewegenden schwarzen Rahmen an den Rändern des Clips bleiben erhalten.

    • Zoomen: Vergrößert den Clip, sodass er den Canvas ausfüllt. Auf diese Weise wird verhindert, dass schwarze Rahmen an den Rändern des stabilisierten Clips erzeugt werden. Allerdings wird der stabilisierte Clip dadurch skaliert, wodurch sich die Bildqualität verringern kann.

      Tipp: Du kannst die schwarzen Rahmen auch manuell entfernen, indem du die Skalierung der Ebene oder die Z-Position im Bereich „Eigenschaften“ des Informationsfensters entsprechend anpasst.

  • Richtung: Mit diesem Einblendmenü kannst du die Richtung festlegen, in der die erfasste Bewegung auf das analysierte Bild angewendet wird: „Horizontal und Vertikal“ (in X- und Y-Richtung), „Horizontal“ (nur in X-Richtung) oder „Vertikal“ (nur in Y-Richtung).

  • Anpassen: Drei Tasten, um den Typ der angewendeten Transformation festzulegen. Wähle eine beliebige Kombination der drei Optionen aus:

    • Position: Die Stabilisierung wird auf die Position des analysierten Bilds angewendet.

    • Skalieren: Die Stabilisierung wird auf die Skalierung des analysierten Bilds angewendet.

    • Rotation: Die Stabilisierung wird auf die Rotation des analysierten Bilds angewendet.

  • Tracker: Eine Taste „Hinzufügen“, um Tracker zum Verhalten „Stabilisieren“ hinzuzufügen. Neue Tracker werden standardmäßig in der Mitte des Canvas hinzugefügt. Du kannst maximal zwei Tracker zum Verhalten „Stabilisieren“ hinzufügen. Der erste Tracker, den du hinzufügst, ist der Tracker „Anker“, der verwendet wird, um Änderungen der X- und Y-Position zu analysieren. Der zweite Tracker, den du hinzufügst, ist der Tracker „Rotationsskalierung“, der verwendet wird, um Änderungen bei Rotation und Skalierung zu analysieren.

    Wenn du Tracker hinzufügst, geschieht Folgendes:

    • Der Parameter „Spurregion“ ist nicht mehr verfügbar.

    • Das Feld „Umkehrung“ wird verfügbar. Damit kannst du einen Clip ab der Abspielposition in umgekehrter Richtung analysieren.

    • Die Tracker-Vorschau, die Parameter „Spur-Versatz“, „Auto-Zoom“, „Auto-Zoom-Modus“, „Frame-Versatz“ und die Steuerelemente für die Tracking-Spurliste sind verfügbar. Weitere Informationen über diese Steuerelemente findest du unter Steuerelemente des Verhaltens „Bewegung anpassen“ in Motion.

      Hinweis: Wird als Quelle für die Stabilisierung ein anderes Verhalten verwendet, kannst du keine Tracker zum Verhalten „Stabilisieren“ hinzufügen.

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