Parameter des Mastering-Assistenten in Logic Pro for Mac

Der Mastering-Assistent bietet folgende Steuerelemente:

Abbildung. Übersicht über die Parameter des Mastering-Assistenten
  • Menü „Character“: Der Mastering-Assistent ermöglicht es dir, den Charakter der Verarbeitung auszuwählen, die auf dein Projekt angewendet wird. Die Charakter-Presets ändern die Klangqualitäten des Mastering-Assistenten und sind durch Hardware-Mastering-Ketten inspiriert, die von Aufnahmeprofis verwendet werden:

    • Clean: Ein Algorithmus, der ein transparentes und zugleich ausdrucksstarkes Ergebnis bietet. Dieser Stil eignet sich optimal für EDM, akustische Musik und alles, was einen sauberen und zugleich ausdrucksstarken Sound erfordert.

    • Valve: Ein Algorithmus, der eine Verarbeitungskette simuliert, die Röhren nutzt, um tiefe Bässe und klare Höhen zu erzeugen. Damit ist dies eine hervorragende Option sowohl für akustische Musik als auch für das Hip-Hop-Genre.

    • Punch: Ein Algorithmus, der einen aggressiven Sound mit einer subtilen Betonung auf den mittleren Frequenzen verkörpert und ideal für Rockmusik ist.

    • Transparent: Ein Algorithmus, der von einem modernen und straff klingenden Kompressor inspiriert ist und sich für die meisten Musikgenres eignet.

      Hinweis: Die Character-Presets „Transparent“, „Punch“ und „Valve“ sind nur auf Mac-Computern mit Apple Chips verfügbar.

  • Schieberegler „Auto EQ“: Steuert das Ausmaß der vom Mastering-Assistenten geschätzten EQ-Korrektur. Nach dem Analysieren deines Projekts zeigt der Mastering-Assistent die Frequenzkurve, die angewendet wird, um den Sound des Projekts zu verbessern. Der Schieberegler „Auto EQ“ ist auf 100 % eingestellt. Du kannst die Intensität des Auto-EQ anpassen, indem du den Regler noch oben oder unten ziehst.

  • Taste „Reanalyze“: Löse eine neue Analyse deines Projekts aus, wenn daran Änderungen vorgenommen wurden. Der Name der Taste ändert sich in „Reanalyze Section“, wenn ein Cycle-Bereich festgelegt wird, oder in „Analyze“, nachdem du Inhalte zu einem leeren Projekt hinzugefügt hast.

  • Taste „Bypass“: Wechsle zu unverarbeitetem Audiomaterial. So kannst du direkt Audiomaterial mit oder ohne Verarbeitung vergleichen und erhältst eine klare Bewertung der angewendeten Effekte. In Kombination mit der Taste „Loudness Compensation“ kannst du plötzliche Loudness-Sprünge vermeiden. Denke daran, „Bypass“ auszuschalten, bevor du dein Projekt bounct.

  • Taste „Loudness Compensation“: Stimme die Lautstärke von verarbeitetem Audio mit der des Originals ab, um eine ausgewogene und unverzerrte Basis für den Vergleich zu gewährleisten. Das ermöglicht es dir, während der Verarbeitungsphase durchgeführte Änderungen oder Verbesserungen genau zu bewerten, ohne von Unterschieden in der Lautstärke beeinflusst zu werden. Denke daran, die Lautstärkenkompensierung auszuschalten, bevor du dein Projekt bounct.

Bereich „Dynamics“

  • Drehregler „Loudness“: Ändert die Lautstärke von verarbeitetem Audio. Wenn du den Drehregler „Loudness“ auf die mittlere Position einstellst, liegt die Ausgabe typischerweise bei ungefähr –14 LUFS-I. Dies ist die übliche Ziellautstärke für viele Streaming-Plattformen. Sich beim Mastering-Prozess streng an diesen Wert zu halten, ist jedoch nicht immer der beste Ansatz. Mastering-Profis visieren stattdessen einen Lautstärkepegel an, der den speziellen Mix am besten ergänzt. Die optimale Lautstärke kann basierend auf dem Genre und den einzigartigen Merkmalen des Projekts stark variieren.

  • Taste „Excite“: Führt Sättigung in Frequenzen innerhalb des oberen mittleren Signalbereich ein. Dadurch entstehen mehr Obertöne und der Mix klingt satter und knackiger. Das angereichterte Signal erzeugt ähnliche Ergebnisse wie herkömmliche Transformer-basierte Mischpulte der ’60er, ’70er und ’80er Jahre.

  • True Peak-Meter: Zeigt den Signalpegel auf einer dBTP-Skala (dB gemessen als True Peak) und den dBTP-Maximalpegel an. Durch Doppeltippen kannst du die numerische Skala und den Maximalpegel löschen.

    True Peak repräsentiert den absoluten Höchstpegel, den ein Signal erreicht. Dies ist sehr wichtig für die Beobachtung, wo es sich in Bezug auf die Decke befindet, oder den höchsten Pegel, den ein digitales Audiosignal erreichen kann, bevor es verzerrt oder übersteuert wird. Der Signalpegel erscheint als grüner Balken. Signale (über dem Zielpegel), die sich dem 0 dB Pegel nähern, werden durch eine gelbe Leiste dargestellt. Wenn der Pegel 0 dB überschreitet, werden Werte oberhalb des 0-dB-Punkts rot dargestellt. Der Mastering-Assistent beschränkt das verarbeitete Signal jedoch auf -1 dBFS True Peak und erfüllt so die Voraussetzungen für Streaming-Plattformen.

  • LUFS-Meter: Die Felder und Meter M, S und I geben die aktuelle momentane, kurzfristige und integrierte Lautstärkemessung deines verarbeiteten Mixes an. Die Loudness für jede Messung (M, S, I) wird durch einen grünen Balken dargestellt. Ein Meter wird gelb, wenn die gemessene Loudness die Ziel-Loudness übersteigt.

  • Feld „LU Range“: Dieses Feld gibt den Lautstärkebereich während der Messung an (unter Verwendung der Start/Pause-Taste).

  • Start/Pause-Taste: Die Taste aktiviert den Loudness Meter und löst die Messung der Lautstärke des Audiosignals aus. Während die Messung läuft, wird die Lautstärke des eingehenden Audiosignals aktiv überwacht und angezeigt. Mit „Pause“ wird der Messvorgang angehalten. Die Lautstärkemessung wird nicht mehr aktualisiert und typischerweise angehalten, wenn der zuletzt gemessene Wert erreicht ist. Dies ist hilfreich, wenn du die Messung pausieren willst oder wenn die Analyse eines bestimmten Audiobereichs beendet ist.

  • Taste „Reset“: Löscht aktuelle Ablesungen und Messungen auf dem Lautstärkemesser. Das ist ideal, wenn du eine neue Messung starten willst, etwa für ein neues Audiostück oder nach Anpassungen am Audiomaterial.

Bereich „Spread“

  • Drehregler „Width“: Erhöht oder verringert die Breite deines Mixes. Dieser Drehregler wird auf eine andere Position als die Mitte eingestellt, wenn die Analyse des Mastering-Assistenten ergibt, dass die Stereobreite deines Projekts zu schmal oder zu weit ist. Drehe den Regler ganz nach links, um einen Monomix zu erzeugen, den du verwenden kannst, um die Monokompatibilität zu überprüfen.

  • Correlation Meter: Correlation Meter ist ein Korrelationsgradmesser, der den Phasenbezug beider Kanäle eines Stereo-Signals anzeigt. Dein Projekt sollte über 0 sein; je weiter es ist, desto besser ist die Monokompatibilität.

    • Eine Korrelation von +1 (Ausschlag nach ganz rechts) bedeutet, dass der linke und rechte Kanal zu 100 % korrelieren, also vollständig in Phase sind. Das heißt, dass beide Lautsprecher in Mono-Wiedergabe dieselben Bewegungen vollführen.

    • Eine Korrelation von 0 (mittlere Position) zeigt die maximale Abweichung beider Kanäle an, wie sie bei extremen Stereo-Effekten auftritt. Das heißt, dass die Bewegungen beider Lautsprecher „nichts miteinander zu tun“ haben.

    • Negative Werte zeigen eine Phasendrehung an. Wenn das Stereo-Signal auf Mono heruntergemischt wird, würden Phasenauslöschungen auftreten. Bei –1 würden sich beide Lautsprechermembranen genau entgegengesetzt bewegen.

Spectrum Analyzer und EQ-Abschnitt

Das EQ-Modul umfasst einen Spektrumanalysator und eine Composite-EQ-Kurve.

Abbildung. Spectrum Analyzer und EQ-Kurve
  • Spectrum Analyzer: Zeigt die Echtzeit-Stärke (ausgedrückt in Dezibel) eines Signals über das Frequenzspektrum an.

  • Composite-Kurve: Die gemeinsam Filterfrequenzkurve des analysierten Signals, dargestellt als durchgezogene Linie, die das Spektrum umspannt. Jedes einzelne Band trägt zur Gesamtkontur dieser Kurve bei.

  • Taste „Custom EQ“: Schaltet den Custom EQ ein oder aus. Bei Aktivierung stellt eine gestrichelte Linie die Custom EQ-Kurve dar, zusammen mit drei Steuerpunkten (blaue Punkte), die du ziehen kannst, um sehr breite EQ-Anpassungen vorzunehmen.

  • Steuerpunkt „Low frequency: Du kannst die niedrige Frequenz anpassen, indem du den Steuerpunkt nach links und rechts ziehst. Zum Anpassen des Low Frequency-Gain ziehst du den Steuerpunkt nach oben und unten.

    • Feld „Low Freq“: Gib eine Frequenz für den Low-Shelving-Filter zwischen 20 Hz und 200 Hz ein.

    • Feld „Low Gain“: Gib den Pegel des Low-Shelving-Filters ein. Der Gain-Bereich liegt bei ±6 dB.

  • Steuerpunkt „Mid Frequency: Du kannst die mittlere Frequenz anpassen, indem du den Steuerpunkt nach links und rechts ziehst. Zum Anpassen des Mid Frequency-Gain ziehst du den Steuerpunkt nach oben und unten.

    • Feld „Mid Freq“: Gib eine mittlere Filter-Frequenz zwischen 200 Hz und 8.000 kHz ein.

    • Feld „Mid Gain“: Gib den Pegel des mittleren Bereichs des Filters ein. Der Gain-Bereich liegt bei ±6 dB.

  • Steuerpunkt „High Frequency: Du kannst die hohe Frequenz anpassen, indem du den Steuerpunkt nach links und rechts ziehst. Zum Anpassen des High Frequency-Gain ziehst du den Steuerpunkt nach oben und unten.

    • Feld „High Freq“: Gib eine hohe Filter-Frequenz zwischen 8.000 kHz und 20.00 kHz ein.

    • Feld „High Gain“: Gib den Pegel des High-Shelving-Filters ein. Der Gain-Bereich liegt bei ±6 dB.

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