Filter „Tiny Planet“ von Motion

Der Filter konvertiert ein 360°-Video in eine stereografische Projektion, die den Eindruck eines Planeten im Miniformat erweckt.

Der Canvas mit dem Effekt des Filters „Tiny Planet“ bei einem 360°-Video

Auch wenn du den Filter „Tiny Planet“ auf jede Art von Material anwenden kannst, erzielst du die eindrucksvollsten Ergebnisse mit 360°-Videos. Der Grund dafür ist, dass die gesamte 360°-Sphäre auf eine Ebene projiziert werden kann, sodass beim Erstellen des Globus-Effekts die Bildkanten nahtlos abschließen. Wenn du den Filter „Tiny Planet“ auf normale Bilder (nicht im 360°-Format) anwendest, ergibt sich eine Naht an den zusammengeführten Bildkanten, ähnlich wie beim Filter „Polar“.

Du kannst interessante stilistische Effekte erzeugen, wenn du den Filter „Tiny Planet“ auf Generatoren oder andere Bilder anwendest.

Der Canvas mit dem Effekt des Filters „Tiny Planet“ beim Generator „Zweifarbiger Strahl“

Wichtig: Damit du aus einem 360°,-Video ein „Tiny Planet"-Objekt erstellen kannst, musst du das Video in einem Standardprojekt oder einer Standardgruppe platzieren, das bzw. die für normale, d. h. nicht im 360°-Format vorliegende Materialien ausgelegt ist.

Tipp: Lass deiner Kreativität freien Lauf und experimentiere mit dem Filter „Tiny Planet“: Bringe deine 360°-Kamera in Position, starte die Aufnahme, entferne dich 2 oder 3 große Schritte von der Kamera und gehe, fahre oder skate in einem Kreis um die Kamera.

Im Informationsfenster „Filter“ wird dieser Filter mit den folgenden Parametersteuerelementen angepasst:

  • Drehung um X-, Y- und Z-Achse: Hiermit wird die 360°-Projektionsebene um die X-, die Y- bzw. die Z-Achse gedreht.

    Canvas mit einem Vergleich des Effekts bei den Einstellungen „0“ und „175“ für den Rotationsparameter „X“
  • Blickfeld: Hiermit wird gesteuert, wie viel von der 360°-Sphäre auf die Ebene projiziert wird.

  • Rotationsreihenfolge: Hiermit wird die Reihenfolge geändert, in der die Rotationsparameter verarbeitet werden. Zur Auswahl stehen die Optionen ZYX, ZXY, XYZ und YXZ. Die standardmäßige Reihenfolge ist ZYX.

  • Beschneiden: Legt fest, ob das gefilterte Bild an seinen ursprünglichen Rändern scharf beschnitten wird. Wenn dieses Markierungsfeld aktiviert ist, rendert der Filter die Pixel außerhalb der Originalgrenzen des Bildes.

  • Mix: Hiermit wird der Prozentsatz des Originalbilds festgelegt, der mit dem gefilterten Bild überblendet wird.

Weitere Informationen zur Arbeit mit 360°-Videos findest du unter Einführung zu 360°-Video in Motion.

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