Die Herausforderung
ablefy macht das Unternehmertum für Expertinnen und Experten zugänglich, die ihr Wissen online teilen möchten. Das 2015 in Berlin gegründete Unternehmen wuchs stetig in seinen Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2020 bot die Plattform bereits Raum für 25.000 digitale Unternehmerinnen und Unternehmer und bereitete sich auf die Expansion über den deutschsprachigen Raum hinaus vor.
Die Skalierung in neue Märkte stellte jedoch eine Herausforderung dar. Der ursprüngliche Zahlungsdienstleister von ablefy erforderte einen aufwendigen, zeitintensiven Onboarding-Prozess für neue Händler/innen. Nachdem das Team von ablefy Dokumente wie Ausweise und Gesellschafterverträge gemäß den KYC-Anforderungen (Know Your Customer) erfasst und geprüft hatte, überprüfte der Zahlungspartner diese erneut manuell. Dabei wurde manchmal auf das Fehlen von Informationen hingewiesen, die ablefy dann bei der Händlerin oder dem Händler anfragen musste.
„Dies nahm viel Zeit und Ressourcen in Anspruch und sorgte zudem auf Händlerseite für Frustration“, so Özkan Akkilic, Founder und CEO von ablefy.
ablefy benötigte einen neuen Zahlungspartner mit einfach zu implementierender Technologie und automatisierter KYC-Compliance. Zudem wollte ablefy ein natives Onboarding-Erlebnis beibehalten, damit neue Nutzer/innen nicht auf eine Drittanbieterseite weitergeleitet werden, wo sie möglicherweise zögern, Daten an ein unbekanntes Unternehmen weiterzugeben.
Die richtige Lösung erforderte die Flexibilität, den bestehenden Auszahlungsplan von ablefy zu unterstützen, der Auszahlungen verzögert, bis die Plattform die Erbringung der Dienstleistungen bestätigen kann. Dies schafft Vertrauen bei den Endkundinnen und Endkunden und minimiert betrügerische Aktivitäten auf der Plattform. ablefy benötigte außerdem Unterstützung für eine Reihe von Zahlungsmethoden und Währungen sowie Tools zur Verbesserung der Autorisierungsraten bei Zahlungen und zur Betrugsprävention, um weltweit sicher zu skalieren.
Die Lösung
Im Jahr 2022 entwickelte ablefy eine neue Zahlungsplattform mit Stripe Connect. Dabei kam eine Marktplatzarchitektur zum Einsatz, die jedem Unternehmen auf der Plattform ein eigenes Konto bot, um direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher zu verkaufen und als Merchant of Record für seine Transaktionen zu fungieren.
Mit Connect entwickelte das Engineering-Team von ablefy einen maßgeschneiderten Onboarding-Ablauf, der neuen Nutzerinnen und Nutzern ein vollständig natives Erlebnis bot. Unternehmer/innen können den Verifizierungsprozess nun abschließen, ohne die Benutzeroberfläche von ablefy zu verlassen, während ablefy ihre Informationen zur automatisierten KYC-Prüfung sicher an Stripe weiterleitet.
Das Team von ablefy nutzte zudem die flexiblen APIs von Connect, um seinen Auszahlungsplan zu unterstützen. Das Unternehmen hält Gelder auf Händlerkonten mindestens eine Woche lang zurück, um zu bestätigen, dass die bezahlte Dienstleistung oder das bezahlte Produkt geliefert wurde.
Mit Connect erhielt ablefy Zugriff auf Stripe Payments für die Zahlungsabwicklung, was dem Unternehmen die Unterstützung mehrerer Währungen und lokale Zahlungsmethoden bietet, die es für die Expansion in neue Märkte benötigt. ablefy implementierte die Suite zur Optimierung des Bezahlvorgangs von Stripe mit dem Payment Element, um Zahlungsmethoden anzubieten, die auf die Kundenpräferenzen in verschiedenen Märkten zugeschnitten sind. ablefy aktivierte Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay, Pay by Bank, TWINT, SEPA und Link, ein Digital Wallet von Stripe, das die Zahlungsinformationen von Kundinnen und Kunden speichert und automatisch ausfüllt. Mit dem Payment Element gewährte ablefy Händler/innen außerdem Zugriff auf Klarna, sodass diese ihren Kundinnen und Kunden BNPL-Optionen (Jetzt kaufen, später bezahlen) anbieten können.
ablefy führte außerdem Stripe Authorization Boost ein, um die Akzeptanzraten bei Zahlungen zu maximieren, und Stripe Radar, um betrügerische Transaktionen und Rückbuchungen zu reduzieren. Zum Schutz des Umsatzes und zur Optimierung seiner Zahlungsinfrastruktur entschied sich ablefy zudem für einen Premium-Support-Plan.
Die Ergebnisse
Benutzerdefinierter Onboarding-Ablauf bietet ein schnelles, reibungsloses Erlebnis für digitale Unternehmer/innen
Indem neue Nutzer/innen in der ablefy-Umgebung gehalten werden, anstatt sie auf eine von Stripe gehostete Seite weiterzuleiten, machte ablefy Registrierungen erheblich einfacher. Innerhalb von sechs Monaten stieg der Anteil der Händler/innen, die innerhalb ihrer ersten 30 Tage vollständig legitimiert und verkaufsbereit waren, von 33 % auf 47 % und die durchschnittliche Vorbereitungszeit sank um 35 %. So konnten Händler/innen ihre Geschäfte nicht erst nach mehreren Monaten, sondern bereits nach wenigen Wochen aufnehmen.
„Wir führen jeden Monat das Onboarding Hunderter von Händlerinnen und Händlern durch und der Prozess verläuft jetzt viel reibungsloser“, sagt Akkilic. „Nicht viele Anbieter können eine Plattform so skalieren, wie Stripe es mit Connect ermöglicht.“
ablefy verbessert seine Zahlungs-Performance mit Authorization Boost und neuen Zahlungsmethoden
ablefy gelang es dank der Nutzung der KI-gestützten Optimierungen von Authorization Boost, fast 700.000 € einzusparen und die Autorisierungsrate für Zahlungen um 1,3 % zu verbessern. Das Hinzufügen neuer Zahlungsmethoden über Stripe trug ebenfalls zur Umsatzsteigerung bei. Klarna hat sich nach Kredit- und Debitkarten zur am häufigsten genutzten Zahlungsmethode von ablefy entwickelt und der durchschnittliche Bestellwert für Klarna-Transaktionen ist um 60,4 % höher als bei der nächsthöheren Zahlungsmethode.
„Klarna hat sich aus einem einfachen Grund zu einer der gefragtesten Zahlungsmethoden bei ablefy entwickelt: Damit können unsere Verkäufer/innen Geschäfte zu Konditionen abschließen, die der Käuferin oder dem Käufer passen, ohne das Risiko dieser Flexibilität in der eigenen Bilanz zu tragen. Der Verkäufer oder die Verkäuferin wird bezahlt, die Käuferin oder der Käufer erhält die Möglichkeit, die Kosten zu verteilen, und niemand muss einen Zahlungsverzug einpreisen. Für Creator/innen und Coaches, die vierstellige Programme verkaufen, macht das den Unterschied zwischen einem reinen Gespräch und einer Konversion aus“, sagt Akkilic über die Bedeutung von „Jetzt kaufen, später bezahlen“ für das Geschäft von ablefy.
ablefy festigt seine Expansionspläne dank der globalen Reichweite von Stripe
ablefy verfügt nun über die Finanzinfrastruktur, die das Unternehmen benötigt, um über seine deutschsprachigen Kernmärkte hinaus zu expandieren. Das Unternehmen plant, noch in diesem Jahr in weiteren europäischen Ländern auf den Markt zu kommen, und eine Expansion in andere Regionen soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. „Stripe verfügt bereits über die Infrastruktur, die wir benötigen, um unser Unternehmen international zu skalieren“, so Akkilic.
ablefy prüft zudem Möglichkeiten, die Partnerschaft mit Stripe zu vertiefen. Um den sich wandelnden Anforderungen der Händler/innen auf der Plattform besser gerecht zu werden, erwägt das Unternehmen, die Embedded-Finance-Funktionen von Stripe anzubieten, einschließlich Finanzierung und dedizierten Bankkonten.
Mit Stripe haben wir einen großartigen Partner an unserer Seite, der wirklich dabei hilft, diesen Weg für unsere Händler/innen zu erleichtern. Der Onboarding-Prozess ist viel einfacher geworden und die Unterstützung von Stripe für verschiedene Zahlungsmethoden wird uns helfen, Geschäftsmöglichkeiten für digitale Dienstleister an jedem Ort zu schaffen, an dem wir neue Märkte erschließen möchten.