Sample-Gruppen „Crossfade“ in Sampler Logic Pro für Mac

Du kannst die Crossfade- oder Xfade-Parameter zum Überblenden übereinander geschichteter Gruppen (gelayerter Gruppen) verwenden – basierend auf dem Velocity oder dem Notenbereich.

Abbildung. Bereich „Mapping“ mit den Xfade-Parametern „Key Range“ und „Velocity Range“.

Zwischen Gruppen auf Velocity-Basis überblenden

Wenn du eine Zone zu einer Gruppe zuordnest, kannst du den Minimal- und den Maximalwert für den Velocity-Bereich der MIDI-Note festlegen, innerhalb dessen die Gruppe und damit alle Zonen innerhalb der Gruppe ausgelöst oder getriggert werden. Du kannst gruppierte Zonen auf derselben Note/Taste deines Keyboards übereinander schichten (layern) und sie einzeln auslösen, indem du mit unterschiedlichen Velocity-Werten (d. h. unterschiedlichen Anschlagstempi) spielst. Wenn du angrenzende Gruppen mit Audio-Samples hast, die sich deutlich voneinander unterscheiden, ist das Überblenden eine hilfreiche Methode, um realistisch klingende Sampler-Instrumente zu erzeugen.

Abbildung. Key Mapping Editor mit mehreren Zonen in einer ausgewählten Gruppe.

Zum Beispiels siehst du auf dem Bild oben zwei gelayerte Samples – Zone 121 und Zone 122 – auf den MIDI-Noten C1 bis E1.

In der Gruppe „Sustain Pedal #1“ ist Folgendes definiert:

  • Die Zone 121 ist ein Klavier-Sample mit minimalem Geräusch des Sustain-Pedals, das für den Velocity-Bereich 0 bis 51 der MIDI-Note definiert ist.

  • Die Zone 122 ist ein Klavier-Sample mit stärkerem Geräusch des Sustain-Pedals, das für den Velocity-Bereich 52 bis 80 der MIDI-Note definiert ist.

  • Der Crossfade-Wert für diese beiden Zonen ist auf „0“ eingestellt. In diesem Fall erfolgt keine Überblendung.

    In diesem Beispiel grenzen der Maximalwert des Velocity-Bereichs der Zone 121 und der Minimalwert des Velocity-Bereichs der Zone 122 direkt aneinander. Wenn du die Note D1 mit Velocity-Werten über und unter dem Wert 51 spielst, kannst du deutlich hören, wie jedes einzelnen Sample ausgelöst wird.

    Damit sich dieser Übergang weniger abrupt anhört, kannst du die Velocity-Bereiche dieser Zonen erweitern, indem du einen Crossfade-Wert auf die Gruppe „Sustain pedal #1“ anwendest. Daraufhin wird jede gelayerte Zone innerhalb dieser Gruppe um den von dir angegebenen Xfade-Wert überblendet. Die Überblendung erfolgt im erweiterten Segment des Velocity-Bereichs.

    Führe in Gruppenansicht die folgenden Schritte für die Gruppe „Sustain pedal #1“ aus:

    • Klicke auf der Navigationsleiste auf die Taste „Mapping“ und danach auf die Taste für die Gruppenansicht.

    • Klicke in der Spalte „Name“ auf die Gruppe „Sustain pedal #1“.

    • Scrolle zur Spalte „Velocity Range“ und lege Parameterwerte für diese Unterspalten fest.

      • Feld „Low“: Lege die niedrigste Velocity fest, die die Wiedergabe der Gruppe auslöst. Für die Zone 121 ist dies der Wert „0“.

      • Feld „High“: Lege die höchste Velocity fest, die die Wiedergabe der Gruppe auslöst. Für die Zone 122 ist dies der Wert „80“.

      • Feld „XFade“: Lege die Crossfade-Zeit für Zonen fest, die gemäß dem festgelegten Velocity-Bereich gruppiert sind. Nur Zonen im angegebenen Velocity-Bereich werden überblendet.

      • Einblendmenü „XFade Type“: Wähle den Crossfade-Typ aus, der am besten für das Audiomaterial der Gruppe geeignet ist. Die Optionen „Linear dB“ und „Linear Gain“ skalieren die Amplitude für die Überblendung der Gruppe. Mit der Option „Equal Power“ wird eine exponentielle Überblendcharakteristik angewendet, die die Lautstärke in der Mitte des Crossfade-Bereichs um 3 dB anhebt. Das Ein- und Ausblenden (Fade-in und Fade-out) erfolgt mit einem konstanten Lautstärkepegel.

      Hinweis: Die hier vorgenommenen Einstellungen überschreiben die Zoneneinstellungen. Wenn der Velocity-Bereich der Zone größer ist als die Einstellung für die Gruppe, wird der Velocity-Bereich der Zone durch die Gruppeneinstellung für den Velocity-Bereich limitiert.

Mithilfe eines Modulators weiche Überblendungen zwischen Gruppen in Echtzeit generieren

Verwende im Logic Pro-Sampler eine kontinuierliche Modulationsquelle (z. B. das Modulationsrad), die dem „Sample Select“-Ziel zugewiesen ist, um zwischen gelayerten Samples in Gruppen mit unterschiedlichen Velocity- oder Notenbereichen umzuschalten. Passe dabei die Crossfade-Intensität so an, dass weiche Übergänge zwischen den Layern erzeugt werden.

Gehe bei einem Instrument, das unterschiedliche Samples enthält, die mehreren Gruppen mit unterschiedlichen Layern des Velocity-Bereichs (bzw. des Notenbereichs) zugeordnet sind, wie folgt vor:

  1. Wähle im Bereich „Mod Matrix“ die Option „Sample Select“ im Einblendmenü „Target“ eines nicht verwendeten Modulations-Routings aus.

  2. Wähle im Bereich „Mod Matrix“ im Einblendmenü „Source“ eine Modulationsquelle aus (z. B. MIDI Controller 1, das Modulationsrad).

    Abbildung. Sampler-Bereich „Mod Matrix“ mit einem „Sample Select“-Ziel.
  3. Klicke im Bereich „Mapping“ oben rechts auf die Taste für die Gruppenansicht und lege für den Crossfade- oder XFade-Parameter „Key Range“ bzw. „Velocity Range“ den Wert fest, der für die weichsten Übergänge zwischen den Layern sorgt. Alternativ kannst du einen Wert wählen, der für einen abrupten Wechsel zwischen den Sample-Layern sorgt.

    Klicke, wenn die Xfade-Parameter nicht angezeigt werden, bei gedrückter Control-Taste auf die Spaltenüberschrift, um ein Kontextmenü zu öffnen, mit dem du die Parameter „Tonumfang“ und/oder „Velocity-Bereich“ anzeigen kannst. Wenn du die Xfade-Parameter nicht sehen kannst, scrolle horizontal, bis sie sichtbar sind.

    Abbildung. Gruppenansicht im Sampler mit den Xfade-Parametern „Key Range“ und „Velocity Range“.
  4. Passe die Xfade-Parameter in mehreren Gruppen an, wie du möchtest.

  5. Spiele auf deinem Keyboard und passe das Modulationsrad an, die Überblendungen zwischen den Gruppen mit deinen gelayerten Zonen zu erzielen.

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