Filter „Farbanpassungen“ von Motion

Mithilfe HDR-optimierter Steuerelemente werden allgemeine Farb- und Luminanzdetails eines Bilds oder Clips angepasst (wie z. B. Glanzlichter, Mitteltöne, Belichtung und Kontrast). Da du im selben Projekt mit SDR- und HDR-Medien arbeiten kannst, der maximale Luminanzbereich sich jedoch zwischen SDR- und HDR-Formaten wie HLG und den Obergrenzen von PQ stark unterscheidet, bietet der Filter „Farbkorrekturen“ einen Parameter „Steuerbereich“. Dieser Parameter skaliert die Schieberegler des Filters auf den korrekten Luminanzbereich des Clips.

Im Informationsfenster „Filter“ wird dieser Filter mit den folgenden Parametersteuerelementen angepasst:

  • Steuerbereich: Legt die Skalierung der Schieberegler auf einen bestimmten Luminanzbereich fest. Wähle eine Option, die dem Farbraum des ausgewählten Bilds oder Clips entspricht. Um beispielsweise die Lichter eines Rec. 2020 PQ-Clips (4.000 cd/㎡) anzupassen, klicke auf das Einblendmenü „Steuerbereich“ und wähle „PQ 4000 cd/m²“. Hiermit werden alle Schieberegler im Filter der Spitzenhelligkeit des PQ-Clips von 4.000 cd/㎡ zugeordnet. So kannst du die korrekten Bereiche des Clips beeinflussen, wenn du den Schieberegler „Lichter“ anpasst. (Wenn du in diesem Beispiel im Einblendmenü „Steuerbereich“ stattdessen die Option „SDR“ auswählst, werden die Schieberegler einer Spitzenhelligkeit von 100 cd/㎡ zugeordnet, was deutlich unter dem PQ-Luminanzbereich liegt. Eine Anpassung des Schiebereglers „Lichter“ hätte dann nur minimale oder gar keine Auswirkungen auf den Clip.)

    Tipp: Um den Farbraum eines Clips zu bestimmen, wähle den Clip in der Liste „Medien“ aus und prüfe dann die Option „Farbraum“ im Bereich „Metadaten“ des Informationsfensters „Medien“. Um den cd/㎡-Wert eines Bilds oder Clips zu bestimmen, kannst du im Canvas von Motion HDR-Luminanzwerte anzeigen.

    Wähle eine Option, um alle Schieberegler auf den maximalen Luminanzbereich des Clips anzupassen:

    • SDR

    • HLG

    • PQ 1000 cd/m²

    • PQ 2000 cd/m²

    • PQ 4000 cd/m²

    • PQ 10000 cd/m²

  • Belichtung: Hellt das Bild auf oder verdunkelt es, sodass in den dunklen oder hellen Bildregionen mehr Details erkennbar werden.

  • Kontrast: Die relative Stärke des Kontrasts zwischen hellen und dunklen Bereichen wird festgelegt.

  • Helligkeit: Die allgemeine Helligkeit des Bilds wird festgelegt.

    Hinweis: Da eine Aufhellung sich auf das gesamte Bild auswirkt (einschließlich der Schatten), wirkt das resultierende Bild möglicherweise ausgewaschen.

  • Sättigung: Die Farbintensität (Chrominanz) des Bilds wird angepasst.

  • Lichter: Hiermit werden Farbe, Sättigung und Helligkeit in den hellsten Bereichen des Bilds angepasst.

  • Schwarzpunkt: Der Punkt wird festgelegt, ab dem die dunklen Partien des Bildes komplett schwarz (ohne jegliche sichtbare Details) dargestellt werden. Das Einstellen des Schwarzpunkts kann den Kontrast bei verwaschenen Bildern verbessern.

  • Schatten: Die Erkennbarkeit von Details in den dunkelsten Bereichen des Bilds wird angepasst.

  • Glanzlichter (Wärme): Die Farbtemperatur der hellsten Bereiche des Bilds wird angepasst. Erhöhe den Wert, um dem Bild warme (orange) Töne hinzuzufügen, oder senke den Wert, um kalte (blau) Töne hinzuzufügen.

  • Glanzlichter (Färbung): Der Weißabgleich in den dunkelsten Bereichen des Bilds wird durch Neutralisierung verbliebener Grün- oder Magentatöne fein angepasst. Erhöhe den Wert, um dem Bild eine Magentafärbung hinzuzufügen, oder senke den Wert, um eine Grünfärbung hinzuzufügen.

  • Mitteltöne (Wärme): Passt die Farbtemperatur der Mitteltonbereiche des Bilds an. Erhöhe den Wert, um dem Bild warme (orange) Töne hinzuzufügen, oder senke den Wert, um kalte (blau) Töne hinzuzufügen.

  • Mitteltöne (Färbung): Der Weißabgleich in den dunkelsten Bereichen des Bilds wird durch Neutralisierung verbliebener Grün- oder Magentatöne fein angepasst. Erhöhe den Wert, um dem Bild eine Magentafärbung hinzuzufügen, oder senke den Wert, um eine Grünfärbung hinzuzufügen.

  • Schatten (Wärme): Passt die Farbtemperatur der dunkelsten Bereiche des Bilds an. Erhöhe den Wert, um dem Bild warme (orange) Töne hinzuzufügen, oder senke den Wert, um kalte (blau) Töne hinzuzufügen.

  • Schatten (Färbung): Der Weißabgleich in den dunkelsten Bereichen des Bilds wird durch Neutralisierung verbliebener Grün- oder Magentatöne fein angepasst. Erhöhe den Wert, um dem Bild eine Magentafärbung hinzuzufügen, oder senke den Wert, um eine Grünfärbung hinzuzufügen.

  • Mix: Hiermit wird der Prozentsatz des Originalbilds festgelegt, der mit dem farbkorrigierten Bild überblendet wird.

    Hinweis: Wenn du für das Projekt die Einstellung Farbraum rendern änderst (im Einblendmenü „Darstellung“), musst du nach Auswahl einer Steuerbereichsoption diese Steuerbereichsoption möglicherweise noch einmal auswählen. Wenn du den Steuerbereich beispielsweise auf „PQ 2000 cd/m²“ eingestellt hast und dann als Farbraum „HDR Rec. 2020 PQ“ festlegst, wird der Steuerbereich auf „PQ 1000 cd/m²“ eingestellt.

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