Die MainStage-Uhr

Manche Plug-ins (auch die Plug-ins Playback und Ultrabeat) benötigen eine Zeitquelle und verwenden Takt- und Tempoinformationen, um im richtigen Tempo und Takt zu spielen.

Außerdem verwenden einige Programme und Plug-ins von Drittherstellern ihre eigene Sequenzer- oder Wiedergabe-Engine und verhalten sich daher manchmal etwas anders als die enthaltenen Plug-ins. Diese Programme (etwa Reason und Reaktor) benötigen zum Starten und Stoppen der Wiedergabe einen Start- bzw. Stopp-Befehl vom Host-Programm. Mache Programme benötigen auch einen Weiter-Befehl, um die Wiedergabe ab der aktuellen Zeitposition fortzusetzen.

MainStage enthält eine interne „Beat Clock“ oder „Time Base“, die du verwenden kannst, um die Wiedergabe dieser Plug-ins zu steuern. Die MainStage-Clock generiert Takt- und Zeitpositionen sowie Tempoinformationen, sodass Sequenzer-orientierte Plug-ins starten, stoppen und im richtigen Tempo spielen können. Die MainStage-Clock funktioniert ähnlich wie die Song-Position in Logic Pro und anderen DAW-Programmen.

Du kannst Start- und Stopp-Befehle auf folgende Arten senden:

  • mit der Taste „Start/Stopp“ in der Symbolleiste, sofern diese sichtbar ist

  • mit der Taste „Metronom“ in der Symbolleiste, sofern diese sichtbar ist (beim Einschalten des Metronoms startet auch die MainStage-Clock, falls sie nicht schon läuft)

  • mit einer Bildschirmsteuerung, die auf eine der Aktionen „Start/Stopp“, „Start“ oder „Stopp“ gemappt ist

  • mit einer Bildschirmsteuerung, die auf die Aktion „Weiter“ gemappt ist, um die Wiedergabe eines Dritthersteller-Plug-ins fortzusetzen (jedoch nicht eines Playback-Plug-ins)

Unterschiedliche Plug-ins können die MainStage-Clock auf unterschiedliche Weise verwenden, abhängig davon, welche Informationen sie benötigen und in welchem Modus sie sich befinden. Manche Plug-ins verwenden nur die Taktpositionsinformation, während andere nur die Tempoinformation verwenden. Beispiel:

  • Das Playback-Plug-in kann jederzeit starten (wenn „Snap to“ auf „Off“ gesetzt ist), am Anfang des nächsten Takts (wenn „Snap To“ auf „Bar“ gesetzt ist) oder mit dem nächsten Schlag (wenn „Snap To“ auf „Beat“ gesetzt ist). Es kann auch starten, sobald du die MainStage-Clock startest (wenn „Start with Play Action“ im Aktionsmenü ausgewählt ist).

  • Ultrabeat startet, wenn du die MainStage-Clock startest, sofern sein Sequenzer eingeschaltet ist (außer Ultrabeat befindet sich im Pattern-Modus).

  • Bei Plug-ins mit synchronisierbaren LFOs kann der LFO in dem Tempo oszillieren, das von der MainStage-Clock vorgegeben wird. Zum Synchronisieren externer MIDI-Geräte kannst du auch MIDI-Beat-Clock-Signale senden.

Du kannst die Taktpositionsinformation der MainStage-Clock sehen, wenn du eine Bildschirmsteuerung für Parameter-Text verwendest und diese auf die Aktion „Beat-Count“ mappst. Während die MainStage-Clock läuft, werden in dieser Bildschirmsteuerung die aktuelle Taktnummer und Zählzeit angezeigt.

Abbildung. Bildschirmsteuerung „Beat-Count“ im Arbeitsbereich

Wichtig: Wenn du die MainStage-Clock startest, wird die Audio-Engine zurückgesetzt, was eine kurze Unterbrechung im Audio-Output von MainStage zur Folge hat. Es empfiehlt sich, die MainStage-Clock am Anfang eines Songs oder einer Performance zu starten und dann Bildschirmsteuerungen zu verwenden, die auf bestimmte Plug-in-Parameter gemappt sind, um diese Plug-ins zu starten und zu stoppen. So kannst du Unterbrechungen im Audio-Output während deiner Performance vermeiden.

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