Sculpture LFO-Wellenformen in Logic Pro for Mac

Mit den Einblendmenüs „LFO Waveform“ kannst du für die LFOs unterschiedliche Wellenformen wählen. Die Tabelle beschreibt, wie sich diese auf deine Modulationen auswirken.

Wellenform

Anmerkungen

Sinuswelle

Ideal für ebenmäßige und gleichförmige Modulationen.

Dreieck

Gut geeignet für Vibrato-Effekte.

Sägezahn

Gut geeignet für Helikopter- und Space-Gun-Sounds. Intensive Modulationen der Oszillatorfrequenzen mit einer negativen (invertierten) sägezahnförmigen Welle erzeugen eine Art „Blubbern“. Intensive Modulationen von Cutoff und Resonanz eines Lowpass-Filters führen zu rhythmischen Effekten. Die Wellenform kann invertiert werden. Daraus ergibt sich ein anderer Startpunkt für den Modulationszyklus.

Rechteck

Die beiden Rechteckwellen bewirken ein regelmäßiges Wechseln der LFO zwischen zwei Werten. Die Wellenform „Rectangle unipolar“ wechselt zwischen einem positiven Wert und dem Wert 0. Die Wellenform „Rectangle bipolar“ schwankt zwischen einem positiven und negativen Wert gleichen Betrags oberhalb/unterhalb von 0.

Ein interessanter Effekt ergibt sich übrigens, wenn du die Tonhöhe mit einer passenden Modulationsintensität so bemisst, dass sich dabei ein Intervall im Wert einer musikalischen Quinte ergibt. Hierfür bietet sich die obere der beiden Rechteckwellen an.

Sample & Hold

In den drei Einstellungen von „Sample & Hold“ (S & H) gibt der LFO Zufallswerte aus. Diese werden in regelmäßigen Zeitabständen ausgegeben, die durch die LFO-Frequenz bestimmt werden. Die Wellenform „S & H“ schaltet schrittweise schlagartig zwischen Zufallswerten um.

Die Einstellung „S & H Lag“ rundet die Zufallswellenform sanft ab, was dezentere Übergänge schafft.

Die Einstellung „S & H from CtrlA“ wird von der CtrlA-Modulationsquelle gesteuert. Du kannst zum Beispiel „Aftertouch“ als CtrlA-Quelle zum Auslösen der S & H-Modulation der Tonhöhe zuweisen.

Der Begriff „Sample & Hold“ (S & H) leitet sich von einem technischen Verfahren ab, bei dem von einem Rauschsignal in regelmäßigen Zeitabständen Samples erstellt werden. Die Werte dieser Samples werden dann bis zur Entnahme des nächsten Samples gehalten.

Tipp: Eine zufällige Modulation der Tonhöhe (Pitch) führt zu einem Effekt, der als random pitch pattern generator oder unter der Bezeichnung „Sample & Hold“ bekannt ist. Probiere eine sehr schnelle und intensive Modulation sehr hoher Noten aus. Sicherlich kennst du diesen Effekt aus vielen Science-Fiction-Filmen.

Filtered Noise

Kann für chaotische Modulationen eingesetzt werden, ist aber auch besonders nützlich in Zusammenhang mit der LFO-Hüllkurvenfunktion, bei der eine kurze Rauschmodulation an einem bestimmten Punkt im Ablauf des Tons erfolgen soll – etwa als Anblasgeräusch bei Bläsern, als Klopfgeräusch des Hammers beim Klavier oder als Tastaturklicken bei Orgeln. Der Zufallscharakter der Wellenform des Rauschens bedeutet auch, dass der Charakter der Modulation bei jeder Note leicht variiert.

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