Remix FX in Logic Pro for Mac

Remix FX umfasst mehrere Tasten, Schieberegler und XY-Pads, mit denen du verschiedene Effekte in Echtzeit steuern kannst, die häufig in elektronischer und Dance-Musik verwendet werden. Remix FX vereinfacht das Erstellen eines Scratchmix deines Projekts ähnlich wie ein DJ einen Plattenteller verwendet, um kurze Audiostücke rückwärts abzuspielen, den Song zu stoppen oder downzusamplen und zahlreiche andere Effekte anzuwenden. Remix FX ist in erster Linie für den Einsatz auf dem Stereoausgabebus vorgesehen, du kannst das Plug-in jedoch auch bei jedem anderen Signaltyp in deinem Projekt einfügen.

Du kannst Remix FX im Plug-in-Fenster oder im Bereich „Smart Controls“ anzeigen und steuern. Wenn du Remix FX auf einem Channel-Strip einfügst, wird eine Taste „Remix FX“ in der Smart Controls-Menüleiste für diesen Kanal hinzugefügt. Weitere Informationen findest du im Abschnitt Smart Controls für Master-Effekte anzeigen.

Um Remix FX zu deinem Projekt hinzuzufügen, wähle „Multi Effects“ > „Remix FX“ in einem Channel-Strip-Plug-in-Menü „Audioeffekte“ aus. Weitere Informationen findest du unter Hinzufügen, Entfernen, Bewegen und Kopieren von Plug-ins in Logic Pro for Mac.

Remix FX kann voll automatisiert sein, sodass du jede Bewegung der Remix FX-Parameter als Automation aufzeichnen, bearbeiten und wiedergeben kannst.

Du kannst die XY-Pads und andere Parameter mit MIDI-Controllern steuern, die mit Smart Controls zugewiesen wurden. Weitere Informationen findest du unter Smart Controls – Übersicht.

Abbildung. Fenster „Remix FX“

Verwende die XY-Pads links und rechts, um verschiedene zeitbasierte und Modulationseffekte zu steuern. Durch horizontales (X-Achse) oder vertikales (Y-Achse) Bewegen legst du den Wert des Parameters fest, der unten oder an der linken Seite jedes Pads angezeigt wird.

Einblendmenüs „XY-Pad“: Durch Klicken auf den Namen des Effekts oben auf dem XY-Pad wird ein Einblendmenü geöffnet. Wähle einen Effekttyp für das linke oder rechte XY-Pad aus.

  • Filter: Entfernt Frequenzen über einer Cutoff-Frequenz und betont Frequenzen um den Resonance-Wert. X legt die Cutoff-Frequenz und Y den Resonanzwert fest. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Mode: Wähle zwischen „Phat“, einem warm klingenden Filter mit einem 24 dB Lowpass- und einem 24 dB Highpass-Filter, und „Classic“, einem reinen, State-Variable-Filter mit 12 dB Flankensteilheit pro Oktave.

  • Wobble: Moduliert das Audiosignal über einen Filtereffekt im Vintage-Stil. X legt die Modulationsrate und Y die Modulationstiefe fest. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Time: Wähle zwischen den Optionen für Notenraster, Notenraster mit hinzugefügter Triole oder einer Triole des Notenrasters aus.

  • Orbit: Moduliert das Audiosignal über einen Flanger-Effekt, Phaser-Effekt oder einer Mischung beider Effekte. X legt die Modulationsrate und Y die Modulationstiefe fest. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Mode: Wähle zwischen einem Phaser-Effekt, einem Modulationseffekt, der aus einer Mischung von Phaser- und Flanger-Effekt besteht, oder einem Flanger-Effekt aus.

  • Repeater: Erzeugt einen Stottereffekt. X legt die Wiederholrate und Y den Grad der Mischung fest. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Time: Wähle zwischen den Optionen für Notenraster, Notenraster mit hinzugefügter Triole oder einer Triole des Notenrasters aus.

  • Reverb: Fügt Räumlichkeit zum Audiosignal hinzu. X legt die Reverb-Zeit und Y den Grad der Mischung fest. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Farbe: Wähle einen Charakter für den Hall aus. Die Option „Dark“ dämpft die höheren Frequenzen. Die Option „Medium“ bietet eine relativ neutrale Räumlichkeit. Die Option „Bright“ dämpft die tieferen Frequenzen.

  • Delay: Fügt Echos zum Audiosignal hinzu. X legt die Modulationsrate und Y die Feedback-Tiefe fest. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Time: Wähle zwischen den Optionen für Notenraster, Notenraster mit hinzugefügter Triole oder einer Triole des Notenrasters aus.

Remix FX-Parameter

  • Taste „FX Lock“:  Friert die aktuellen X/Y-Werten ein, wenn der Zeiger vom Pad entfernt wird.

  • Taste „Reset“: Stoppt sofort alle XY-Pad-Effekte. Aktive XY-Pad-Verriegelungen bleiben aktiv.

  • Schieberegler „Gater“:  Wendet einen Gate-Effekt auf das Eingangssignal an. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Gater: Wähle zwischen den Optionen für Notenraster, Notenraster mit hinzugefügter Triole oder einer Triole des Notenrasters aus.

    Noise: Fügt ein geringfügiges, weiches, nicht invasives Rauschen im Signal ein, sodass du auch ohne ein Audiosignal einen leichten Gating-Effekt hörst.

  • Schieberegler „Downsampler“:  Hiermit kannst du die Auflösung eingehenden Audios ändern und den Klang dünner, härter oder spitzer ähnlich wie mit dem Bitcrusher-Verzerrer machen. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Downsampler: Mit „Extreme“ wird eine angenehme, schwingende Frequenz zum Audiosignal hinzugefügt. Mit „Classic“ wird das Audiomaterial downgesampelt, um es „aufzurauen“.

  • Taste „Reverse“:  Hiermit wird die Wiedergabe von Eingangsaudiomaterial umgekehrt. Berührungsempfindliche Effektvariationen sind rechts und links neben der Taste verfügbar. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Time: Wähle ein Notenraster für den Umkehreffekt aus.

  • Taste „Scratch“:  Simuliert ein Kratzen der Schallplattennadel auf den eingehenden Audiosignalen. Berührungsempfindliche Effektvariationen sind rechts und links neben der Taste verfügbar. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Time: Wähle ein Notenraster für den Scratch-Effekt aus.

  • Taste „Tape Stop“:  Simuliert das Verlangsamen und Stoppen des eingehenden Audiosignals. Berührungsempfindliche Effektvariationen sind rechts und links neben der Taste verfügbar. Klicke auf die Taste „Settings“ , um auf die folgenden zusätzlichen Parameter zuzugreifen:

    Time: Wähle ein Notenraster für den Tape Stop-Effekt aus.

  • Taste „Settings“:  Mit dieser Taste kannst du weitere Effektparameter für den gerade ausgewählten Effekt einblenden.

Effekt auf XY-Pads verriegeln

Du kannst XY-Pads verriegeln, sodass sie ihre aktuellen Werte beibehalten, wenn du den Zeiger vom Pad bewegst. Sobald ein XY-Pad verriegelt ist, kannst du verschiedene XY-Effekte für dasselbe Pad auswählen und in Kombination mit den verriegelten Effekt verwenden. Wenn ein XY-Pad verriegelt ist, kannst du mit dem Zeiger auf eine andere Stelle auf dem XY-Pad klicken und sofort die Parameterwerte ändern.

  1. Klicke auf die Taste „FX Lock“ oben im XY-Pad.

  2. Führe beliebige der folgenden Schritte aus:

    • Effekte auf einem verriegelten XY-Pad kombinieren: Klicke auf den Namen des Effekts oben auf dem XY-Pad und wähle einen anderen Effekte aus dem Einblendmenü.

    • Effektparameter für XY-Pad zurücksetzen: Klicke auf die Taste „Zurücksetzen“. Aktive XY-Pad-Verriegelungen bleiben aktiv.

  3. Klicke erneut auf die Taste „FX Lock“, um die XY-Pads zu entriegeln.

Remix FX aufnehmen

Du kannst Änderungen an Remix FX-Parametern als Automationskurven aufnehmen.

  1. Wenn Remix FX auf der Master-Spur oder einem Aux-Channel-Strip eingefügt wird, kannst du einen der folgenden Schritte ausführen, um sicherzustellen, dass die Spur für den Channel-Strip im Bereich „Spuren“ sichtbar ist:

    • Master-Spur anzeigen: Wähle „Spur“ > „Ausgangsspur einblenden“.

    • Spur für einen Aux-Channel-Strips erstellen: Klicke bei gedrückter Control-Taste auf den Channel-Strip im Informationsfenster oder Mixer und wähle dann „Spur erzeugen“ aus dem Kontextmenü aus.

  2. Führe einen der folgenden Schritte aus, um Automationskurven anzuzeigen:

    • Wähle „Mix“ > „Automation einblenden“ (oder drücke die Taste „A“)

    • Klicke auf die Taste „Automation einblenden/ausblenden“ in der Menüleiste des Bereichs „Spuren“.

  3. Wähle den Automationsmodus auf der Spur, auf der Remix FX eingefügt wird. Der Touch-Modus ist wahrscheinlich am besten geeignet, da vorhandene Automationskurven nur dann überschrieben werden, wenn du Remix FX-Parameter änderst. Andernfalls folgt er einer vorhandenen Automation auf der Spur.

  4. Bewege die Abspielposition an die Stelle, an der die Aufnahme der Automation beginnen soll, und starte dann die Wiedergabe.

  5. Ändere Parameter im Remix FX-Plug-in.

    Parameteränderungen werden als Automationskurven in die Spur geschrieben.

  6. Stoppe die Wiedergabe, wenn du fertig bist.

Wenn du fertig bist, kannst du die Automationskurven manuell bearbeiten. Ändere den Automationsmodus wieder zurück in „Read“, um während der Wiedergabe unerwünschte Änderungen an Automationskurven zu vermeiden.

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