Tipps für die Farbverarbeitung in Vorlagen in Motion

Berücksichtige die folgenden Vorschläge, um beim Erstellen von Vorlagen, die sich automatisch an den Farbraum des Projekts von Final Cut Pro für Mac anpassen, optimale Ergebnisse zu erzielen:

  • Wenn du eine Vorlage mit SDR- und HDR-Objekten erstellst oder in mehreren Farbräumen in Final Cut Pro arbeiten möchtest, stelle „Farbverarbeitung“ (im Informationsfenster „Projekteinstellungen“) für deine Vorlage auf „Automatisch“ ein. Der Effekt, Übergang, Titel oder Generator passt sich automatisch an den Farbraum des Final Cut Pro-Projekts an, auf den er angewendet wird. Weitere Informationen findest du unter Erstellen von Vorlagen, die sich automatisch an den Final Cut Pro-Farbraum anpassen.

  • Bei allen Objekten, die du in Motion erstellst, wie z. B. Text, Formen, Partikel, Replikatoren und so weiter, handelt es sich um SDR-Objekte, ungeachtet des Farbraums des Projekts. In Vorlagen mit der Farbverarbeitung „Automatisch“, erhalten SDR-Objekte eine Invertierungstonzuordnung, um eine korrekte Darstellung in HDR zu erzielen.

  • Wenn die Farbverarbeitung für eine Vorlage auf „Automatisch“ eingestellt ist, wird der Schieberegler „HDR-Weißwert“ im Informationsfenster „Projekteinstellungen“ verfügbar. Verwende den Schieberegler „HDR-Weißwert“, um beim Erstellen deiner Vorlage die Helligkeit von SDR-Objekten so anzupassen, dass sie den höheren Helligkeitsebenen von HDR-Medien genauer entsprechen.

  • Um die Helligkeit von SDR-Objekten anzupassen, nachdem die Vorlage auf ein HDR-Projekt von Final Cut Pro angewendet wurde, veröffentliche den Schieberegler „HDR-Weißwert“.

  • Ein mit einer Vorlage veröffentlichter Schieberegler „HDR-Weißwert“ ist nur in HDR HLG- oder HDR PQ-Projekten in Final Cut Pro verfügbar. (Der Schieberegler ist nicht verfügbar, wenn die Vorlage auf ein SDR-Projekt in Final Cut Pro angewendet wurde.)

  • Allgemein gilt: Wenn du eine Vorlage auf ein Final Cut Pro-Projekt anwendest, das HDR-Bilder oder -Clips enthält, haben Anpassungen des Schiebereglers „HDR-Weißwert“ keine Auswirkungen auf die Helligkeit der HDR-Medien. Enthält ein Final Cut-Generator beispielsweise Texte und Partikel, die ein HDR-Bild als Quelle für eine Partikelzelle verwenden, und wird einer Final Cut Pro-Timeline hinzugefügt, dann beeinflussen Anpassungen des Schiebereglers „HDR-Weißwert“ die Helligkeit von Texten, aber nicht von Partikeln.

    Wenn jedoch eine Vorlage mit einem in SDR verarbeitenden Filter auf ein HDR-Objekt angewendet wird, wird das entsprechende Bild bzw. der Clip möglicherweise vom Schieberegler „HDR-Weißwert“ beeinflusst. Wenn beispielsweise ein Final Cut-Effekt mit Filter „Färbung“ oder „Glühen“ auf einen HDR-Clip in der Final Cut Pro-Timeline angewendet wird, wirken sich Anpassungen des Schiebereglers „HDR-Weißwert“ auf die Helligkeit des HDR-Clips aus. Weitere Informationen findest du unter Filter und Farbverarbeitung.

  • Mit Ausnahme des Filters „Farbbalance“ verarbeiten alle Motion-Filter mit einem Farbfeld (wie z. B. „Färbung“, „Schräge“ oder „Glitzern“) die Farbe in SDR und werden vom Schieberegler „HDR-Weißwert“ beeinflusst.

  • Viele der Effekte, Übergänge, Titel und Generatoren, die mit Final Cut Pro geliefert werden, enthalten einen Schieberegler „HDR-Stufen für Grafiken“. Die Funktionalität dieses Schiebereglers ist dieselbe wie die des Schiebereglers „HDR-Weißwert“ in Motion.

  • Wenn du Vorlagen mit in Motion erstellten SDR-Objekten (wie z. B. Text oder Formen) auf HLG- oder PQ-Projekte von Final Cut Pro anwendest, denke daran, dass alle SDR-Objekte, die in einem hellen HDR-Clip zu abgedunkelt erscheinen, möglicherweise in einem dunkleren HDR-Clip anders wirken. Die Helligkeit der SDR-Objekte ändert sich nicht – nur ihre Wahrnehmung vor unterschiedlichen Hintergründen.

  • Wenn du Vorlagen mit SDR-Objekten auf die Final Cut Pro-Timeline anwendest, erhalten die SDR-Objekte automatisch eine Tonzuordnung. Es ist normalerweise nicht erforderlich, die Steuerelemente „Farbanpassung“ im Informationsfenster „Video“ von Final Cut Pro anzupassen.

  • Die Einstellung „Farbverarbeitung“ einer Vorlage hat möglicherweise Auswirkungen auf das Erscheinungsbild deines Projekts. Wenn die Einstellung für ein Projekt von „Standard-Gamut SDR“ in „Breiter Gamut HDR“ oder „Automatisch“ geändert wird, kann dies Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des Effekts einiger Filter oder Füllmethoden haben.

  • Da Vorlagen direkt auf Medien in der Final Cut Pro-Timeline angewendet werden, empfiehlt es sich, die meisten Farbkorrekturen in Final Cut Pro vorzunehmen, um Änderungen im Kontext anzuzeigen. Final Cut Pro bietet Videoscopes und weitere Werkzeuge, die die Luminanz- und Chrominanz-Pegel deiner Medien in unterschiedlichen Farbräumen präzise messen. Weitere Informationen findest du unter Einführung zur Farbkorrektur im Handbuch für Final Cut Pro für Mac.

    Wenn du jedoch eine Vorlage erstellst, die Objekte enthält wie z. B. in Logos verwendete Bilder oder Clips, Bauchbinden oder Quellen für Partikelzellen, kannst du den Filter „Farbanpassungen“ verwenden, um die Glanzlichter, Mitteltöne, Schatten und weitere Farbparameter des Bilds anzupassen. Du kannst die Filterparameter „Farbanpassungen“ auch veröffentlichen, um die Einstellungen anpassen zu können, nachdem die Vorlage auf ein Final Cut Pro-Projekt angewendet wurde.

  • Es ist zwar möglich, die Parameter „Farbe“ (bei Projekten der Kategorie „Automatisch“ im Informationsfenster „Eigenschaften“) für ein Bild oder einen Clip zu veröffentlichen, aber dieser Arbeitsablauf wird in Final Cut Pro nicht unterstützt. Zum Konvertieren von Medien kannst du die Steuerelemente „Farbanpassung“ im Informationsfenster „Video“ von Final Cut Pro verwenden. Weitere Informationen findest du unter Automatisches Farbmanagement im Benutzerhandbuch für Final Cut Pro für Mac.

  • Wenn du unsicher bist, welches Format ein importierter Clip hat (HLG, PQ und so weiter), wähle den Clip in der Liste „Medien“ aus und prüfe die zugehörigen Metadaten im Informationsfenster „Medien“.

  • Um den cd/㎡-Wert eines Bilds oder Clips zu bestimmen, kannst du im Canvas von Motion HDR-Luminanzwerte anzeigen.

  • In älteren Versionen von Final Cut Pro konnte es vorkommen, dass eine Vorlage, die bestimmte Filter enthielt, das HDR-Objekt, auf das die Vorlage angewendet wurde, übersteuerte (Clipping). Final Cut Pro 10.6.6 versieht Vorlagen jetzt automatisch mit einer Tonzuordnung und verhindert ein Übersteuern so in den meisten Projekten. In einigen Fällen jedoch kann das Anwenden einer Motion-Vorlage auf einen PQ-Clip (mit Spitzenluminanzpegeln über 1.000 cd/㎡) in der Final Cut Pro-Timeline zu einer Übersteuerung des Objekts führen (oder die Ausgabe des Projekts abdunkeln).

  • Wenn du eine Motion-Vorlage mit SDR-Objekten (oder Filtern, die in SDR verarbeiten) auf einen PQ-Clip mit sehr hohen cd/㎡-Werten anwendest, erhältst du möglicherweise unerwartete Ergebnisse.

    Allgemeine Richtlinien für Vorlagen findest du unter Richtlinien zur Vorlagenerstellung.

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