Vintage-E-Piano-Effekte in Logic Pro for iPad

Zu den integrierten Effekteinheiten des Vintage-E-Piano gehören klassischer Equalizer, Overdrive-, Stereo-Chorus-, Stereo-Phaser- und Stereo-Tremolo-Effekte, die üblicherweise bei E-Piano-Klängen verwendet werden.

  • EQ: Mit dem EQ kannst du die hohen und niedrigen Frequenzbereiche des Vintage-E-Piano-Sounds verstärken bzw. abschwächen. Der EQ befindet sich im Effekt-Signalfluss des Vintage-E-Piano schaltungstechnisch nach dem Drive-Effekt.

  • Laufwerk: E-Pianos spielt man am besten über Röhrenverstärker. Von der subtilen Wärme angezerrter Gitarrencombos bis zur aggressiv-psychedelischen Heavy-Metal-Verzerrung bieten die Röhrenverstärker das gesamte Ausdrucksspektrum harmonischer Verzerrungen. Der Drive-Effekt simuliert die Klanglichkeit einer übersteuerten Röhrenverstärkerstufe. Der Drive-Effekt ist die erste Signalbearbeitung in der Kette von Effekten des Vintage-E-Piano.

  • Chorus: Der am häufigsten für E-Piano-Klänge verwendete Effekt, der Vintage-E-Piano-Chorus-Effekt, beruht auf einem Verzögerungsschaltkreis. Die Verzögerungszeit wird mit einem LFO moduliert. Das verzögerte Signal wird mit dem ursprünglichen Signal gemischt.

  • Phaser: Der Phaser-Effekt beruht auf analogen Bodeneffektgeräten, die von E-Gitarristen in den 1960ern und 1970ern verwendet wurden, inklusive der analogtypischen Verzerrungen. Die Phaser in Form von analogen Bodeneffektgeräten waren auch unter E-Pianisten beliebt, ganz besonders im Electric Jazz, Jazzrock und Pop der 1970er Jahre.

    Beim Phaser-Effekt passiert das Signal des Vintage-E-Pianos eine Kaskade von vier Filtern, die bestimmte Frequenzbereiche anheben und andere auslöschen. Durch eine Mischung des leicht verzögerten gefilterten Signals entstehen die Kerben im Frequenzspektrum. Eine LFO-Modulation bewirkt, dass die Kerben im Frequenzspektrum auf- und abwärts gleiten. Das bedeutet, dass die Amplitude der beiden Signale ihr Maximum zu leicht unterschiedlichen Zeiten erreicht.

    Hinweis: Logic Pro bietet einen ausgeklügelten Phaser-Effekt (und weitere Modulations-Plug-ins), der zusammen mit dem integrierten Vintage-E-Piano-Phaser-Effekt oder an dessen Stelle verwendet werden kann.

  • Tremolo: Eine periodische Modulation der Sound-Amplitude (des Pegels) wird als Tremolo bezeichnet. Diese Modulation wird mit einem LFO im Vintage-E-Piano-Tremolo-Effekt gesteuert. Das Fender Rhodes Suitcase-Piano verfügt über ein Stereo-Tremolo. Viele andere E-Pianos bieten serienmäßig einen einfachen und oft aufdringlichen Tremolo-Effekt in mono, der durch sein vom Spiel unabhängiges Tempo immer den Eindruck einer seltsamen Polyrhythmik vermittelt.

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