Plug-ins für den Surround-Master-Channel-Strip in Logic Pro für Mac

Jedes Plug-in, das du im Audioeffekt-Slot auf dem Surround-Master-Channel-Strip platzierst, liegt im Surround-Format vor. Es wird in seinem nativen Surround-Format geladen (sofern verfügbar) oder im Multi-Mono-Format.

Das Dolby Atmos-Plug-in wird automatisch im Effekt-Slot auf dem Surround-Master-Channel-Strip eingesetzt und darf nicht aus einem „3D-Audio mit Dolby Atmos“-Projekt entfernt werden. Du kannst andere Plug-ins manuell zu einem Effekt-Slot vor oder nach dem Dolby Atmos-Plug-in hinzufügen. Hierbei bestehen folgende Unterschiede:

  • Vor dem Dolby Atmos-Plug-in: Alle Plug-ins, die hier eingesetzt werden, verarbeiten nur die Bed-Spuren und nicht die Objektspuren deines „3D-Audio mit Dolby Atmos“-Mix.

  • Nach dem Dolby Atmos-Plug-in: Alle Plug-ins, die hier eingesetzt werden, verarbeiten das in eine „Dolby Atmos ADM BWF“-Masterdatei exportierte Signal nicht. Diese Plug-ins haben nur Auswirkungen auf das Signal, für das ein Monitoring und Bouncing auf eine kanalbasierte Audiodatei erfolgt.

Plug-ins vor dem Dolby Atmos-Plug-in

Du kannst die folgenden Plug-ins verwenden, wenn du das Surround-Bed-Signal verarbeiten möchtest:

  • Multichannel Gain: Mit diesem Plug-in kann der Signalpegel jedes Kanals des Surround-Busses angepasst werden, bevor das Signal das Dolby Atmos-Plug-in erreicht.

  • Limiter: Dieses Plug-in ermöglicht eine weitreichendere Pegelsteuerung für das Surround-Bed, sollte sich aber nicht negativ auf die Balance zwischen den Bed-Spuren und den Objektspuren auswirken.

  • EQ: Mit diesem Plug-in kannst du gegebenenfalls übergreifende Frequenzanpassungen für das Surround-Bed-Signal vornehmen. Dabei ist zu beachten, dass das Surround-Bed auch den LFE-Kanal umfasst.

  • Level Meter: Dieses Plug-in wird in den Slot vor dem Dolby Atmos-Plug-in eingesetzt und bietet visuelles Feedback zum Signalpegel des Surround-Busses, der auf das Dolby Atmos-Plug-in geroutet wird.

Plug-ins nach dem Dolby Atmos-Plug-in

Da Plug-ins, die nach dem Dolby Atmos-Plug-in eingesetzt werden’ keine Auswirkungen auf die exportierte „Dolby Atmos ADM BWF“-Masterdatei haben, solltest du keine Metering-Plug-ins in diesen Slots verwenden. Du kannst jedoch (vorübergehend) Mastering-Plug-ins einfügen, wenn du planst, eine eigene Surround-Bounce-Datei aus deinem 3D-Audioprojekt zu erstellen.

  • Level Meter: Wenn das Plug-in „Level Meter“ direkt nach dem Dolby Atmos-Plug-in eingesetzt wird, zeigt es den Signalpegel deines „3D-Audio mit Dolby Atmos“-Mix (Bed-Spuren und Objektspuren) an, der auf ein kanalbasiertes Format (7.1.4) gerendert wird (wenn für das Überwachungsformat 7.1.4 eingestellt ist). Keiner der 12 Kanäle sollte -1 dBTP (dB gemessen als True Peak) überschreiten.

    Hinweis: Wenn für das Monitoring-Format im Dolby Atmos-Plug-in ein anderes Format festgelegt wird, wird der Kanalmodus des zugehörigen Ausgangs ebenfalls entsprechend geändert. Hierdurch wird der Kanalmodus des Plug-ins „Level Meter“ geändert. Wenn das Monitoring-Format beispielsweise auf 5.1 gesetzt wird, wird der Kanalmodus des Level Meters auf 5.1 gewechselt. Wird eine beliebige binaurale oder 2.0-Option ausgewählt, wird das Plug-in „Level Meter“ so geändert, dass nur der linke und rechte Kanal angezeigt werden.

    Abbildung. Level Meter-Anzeige für unterschiedliche Monitoring-Formate.
  • Loudness Meter: Die integrierte Lautheit eines „3D-Audio mit Dolby Atmos“-Mix sollte nicht überstiegen werden –18 LUFS (Lautstärkeeinheiten relativ zur Maximallautstärke), um die korrekte Wiedergabe auf einem System oder Gerät zu gewährleisten, das mit Dolby Atmos kompatibel ist. Dies ist besonders beim Rendering in einem binauralen Mix wichtig, wenn die Pegel aller Kanäle in nur zwei Kanälen kombiniert werden. Du musst die Pegel für jeden Surround-Kanal auf dem Surround-Master-Channel-Strip sehr genau beobachten.

    Hinweis: Stelle sicher, dass du das 5.1-Monitoring-Format auswählst (für Dolby erforderlich), wenn du den Lautstärkepegel misst, selbst wenn dir die entsprechende Lautsprecherkonfiguration nicht zur Verfügung steht.

Empfohlene Reihenfolge der Plug-ins

Beim Einsetzen der Plug-ins auf dem Surround-Master-Channel-Strip wird folgende Reihenfolge empfohlen: Multichannel Gain, Limiter, Level Meter, Dolby Atmos, Level Meter und dann Loudness Meter.

Abbildung. Empfohlene Plug-ins auf dem Surround-Master-Channel-Strip.

Hinweis: Die Level Meter im Surround-Master-Channel-Strip stellen immer den gerenderten, kanalbasierten Ausgang dar. Es werden nur Kanäle (die Anzahl der Balken) basierend auf der Auswahl im Einblendmenü „Überwachungsformat“ des Dolby Atmos-Plug-ins angezeigt. Die Kanalreihenfolge (z. B. L, R, C, LFE, Ls, Rs) aller Surround-Formate richtet sich nach der Einstellung im Bereich für Mixer-Anzeige-Einstellungen. Weitere Informationen findest du unter Reihenfolge der Surround-Pegelanzeigen ändern.

Native Surround-Plug-ins

Logic Pro verfügt über zahlreiche Plug-ins, die Surround-Formate nativ bis zu 7.1.4 unterstützen. Du kannst sie bei Bed-Spuren oder dem Surround-Master-Channel-Strip verwenden.

Kategorie

Plug-in

Verzögerung

Delay Designer (bis zu 7.1)

Dynamik

Limiter

Surround Compressor (bis zu 7.1)

EQ

Match EQ

Imaging

3D-Audio-Monitoring

Metering

Level Meter

Loudness Meter

MultiMeter (bis zu 7.1)

Tuner

Modulation

Chorus

Flanger

Microphaser

Modulation Delay

Phaser

Tremolo

Multi-Effekte

Remix FX

Reverb

Space Designer

Quantec Room Simulator

Dienstprogramm

Multichannel Gain

Software-Instrumente

ES2 (bis zu 7.1)

Sampler (bis zu 7.1)

Sculpture (bis zu 7.1)

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