Steuerelemente für Ausgangsmedien in Motion

Motion versucht, die korrekten Parametereinstellungen für alle Ausgangsmedienobjekte zu finden, die du zu einem Projekt hinzufügst. Gelegentlich sind jedoch weitere manuelle Anpassungen notwendig. Da es sich bei Motion um ein verlustfrei arbeitendes Programm handelt, werden Änderungen an diesen Parametern nicht auf die Ausgangsmediendateien auf deinem Computer oder auf einem Gerät im Netzwerk angewendet. Parameteränderungen wirken sich auf die Verwendung von Dateien in Motion aus.

Informationsfenster „Medien“

Mit den folgenden Steuerelementen kannst du Ausgangsmedien in der Liste „Medien“ anpassen. Durch das Anpassen von Ausgangsmedien werden alle Ebenen in einem Projekt geändert, die mit diesen Medien verknüpft sind.

Hinweis: Die unten beschriebenen Parameter gelten nicht für Photoshop-Dateien, die als separate Ebenen importiert wurden. Für PDF-Dateien mit transparentem Hintergrund gibt es die Parameter „Alpha-Typ“ bzw. „Alpha invertieren“ nicht.

  • Alpha-Typ: Wähle aus diesem Einblendmenü aus, wie Motion mit Alpha-Kanälen im Medienobjekt umgeht. Ein Alpha-Kanal enthält Informationen über Transparenzbereiche im Bild oder Film. Beim Importieren einer Bilddatei oder eines QuickTime-Films mit einem Alpha-Kanal wird der jeweilige Alpha-Kanal sofort von Motion erkannt. Es gibt verschiedene Wege, Alpha-Kanal-Informationen in Dateien einzubetten. Sie entsprechen den Optionen in diesem Menü. Motion weist eine Option basierend auf einer Analyse des Objekts beim Import zu. Du kannst diese Standardauswahl aber bei Bedarf überschreiben, indem du eine der folgenden Optionen auswählst:

    • Ohne/Ignorieren: Dies ist die Standardeinstellung für Objekte ohne Alpha-Kanal. Mit dieser Option kannst du außerdem den Alpha-Kanal eines Objekts ignorieren, sodass das gesamte Objekt undurchsichtig ist.

    • Direkt: Diese Alpha-Kanäle sind von den Kanälen Rot, Grün und Blau eines Bilds getrennt. Mediendateien mit einem direkten Alpha-Kanal werden bei Verwendung in einer Animationsstruktur fehlerfrei angezeigt, können jedoch in anderen Programmen zu einer verfälschten Darstellung führen. Transparenzeffekte (z. B. volumetrische Beleuchtung oder Blendeneffekte) in einem computererzeugten Bild, werden möglicherweise verzerrt dargestellt, wenn der Clip nicht in einer Animationsstruktur verwendet wird. Wenn „Direkt“ ausgewählt ist, jedoch ein schwarzer, weißer oder farbiger Rand um das Objekt zu sehen ist, ist der Parameter nicht richtig eingestellt und sollte je nach Farbe des Rands in eine Option für „Integriert“ geändert werden.

    • Integriertes Schwarz: Diese Art von Alpha-Kanal ist mit den Kanälen Rot, Grün und Blau integriert. Daher werden Objekte mit integriertem Alpha-Kanal korrekt angezeigt, auch wenn transparente Lichteffekte eingesetzt wurden. Der Grund dafür ist, dass das gesamte Bild mittels einer undurchsichtigen Farbe als Prä-Composite erstellt wird. Diese Option interpretiert Alpha-Kanäle, die anhand der Farbe Schwarz als Prä-Composite erstellt wurden.

    • Integriertes Weiß: Diese Option interpretiert Alpha-Kanäle, die anhand der Farbe Weiß als Prä-Composite erstellt wurden.

    • Alpha-Type ermitteln: Mit dieser Option wird in Motion eine Analyse der Datei gestartet, um zu ermitteln, welcher Typ von Alpha-Kanal verwendet wird. Wenn du nicht sicher bist, verwende diese Einstellung.

  • Farbraum überschreiben: Sind die Metadaten für den Farbraum eines Videoclips nicht vorhanden oder falsch, kannst du dieses Einblendmenü verwenden, um das Farbprofil der Medien so zu ändern, dass Motion das ausgewählte Video korrekt verarbeiten und anzeigen kann. Die Optionen hängen von der ausgewählten Datei ab. „Rec. 601“, „Rec. 709“ und „Rec. 2020“, „Rec. 2020 HLG“ und „Rec. 2020 PQ“ sind für die meisten Dateien verfügbar; „sRGB IEC61966-2.1“ und „Adobe RGB“ sind für Einzelbilder verfügbar. Weitere Informationen findest du unter Über den Farbraum.

    Tipp: Es empfiehlt sich, den korrekten Farbraum für deine Medien festzulegen, bevor du versuchst, eine Farbkorrektur vorzunehmen.

  • Alpha invertieren: Markiere dieses Feld, um einen Alpha-Kanal zu invertieren, der fälschlicherweise invertiert generiert wurde. Ein Alpha-Kanal ist im Normalfall ein Graustufen-Kanal. Weiß repräsentiert dabei Bereiche mit einer Deckkraft von 100 Prozent (undurchsichtig), graue Regionen repräsentieren durchscheinende Bereiche und Schwarz repräsentiert eine Deckkraft von 0 Prozent (transparent).

  • Pixelformat: Lege mit diesem Einblendmenü das für das Projekt geltende Pixelformat fest (quadratisch oder nicht-quadratisch). Im Allgemeinen verwenden Objekte, die für Computerbildschirme, Film und HD-Videos (High Definition) erstellt wurden, quadratische Pixel, während für bestimmte Videoformate (etwa DV, HDV, DVCPRO HD und andere) erstellte Objekte nicht-quadratische Pixel verwenden. Ein Wertefeld rechts neben diesem Einblendmenü zeigt das numerische Seitenverhältnis an, falls du das Verhältnis anpassen musst. Wenn du jedes Objekt, das du deinem Projekt hinzufügst, korrekt identifizierst, kannst du beide Arten von Medien mischen und anpassen.

  • Halbbilddominanz: Wähle aus diesem Einblendmenü eine Halbbilddominanz aus, die der Halbbilddominanz des Geräts entspricht, das zur Aufnahme eines Clips im Zeilensprungverfahren verwendet wird. Drei Optionen stehen zur Auswahl: Ohne, Ungerade Zeilen und Gerade Zeilen. Bei Auswahl der falschen Option wird das Video ruckartig wiedergegeben. Wähle in diesem Fall die andere Option für die Halbbilddominanz. Clips, die auf Film oder mit einer Videokamera mit progressiver Abtastung aufgenommen wurden, verwenden kein Zeilensprungverfahren. Stelle für die Halbbilddominanz hier die Option „Ohne“ ein. Durch eine korrekte Identifizierung aller Objekte in deinem Projekt kannst du Clips mit unterschiedlicher Halbbilddominanz mischen und aufeinander abstimmen.

  • Bildrate: Wähle aus diesem Einblendmenü eine Bildrate in Bildern pro Sekunde (fps) aus, die der nativen Bildrate des jeweiligen Clips entspricht. Für Film sind dies z. B. 24 fps, für PAL-Video 25 fps und für NTSC-Video 29,97 fps. Für andere Videoformate sind zusätzliche Bildraten verfügbar. Wird die erforderliche Bildrate nicht aufgeführt, gib eine Zahl in das Textfeld rechts neben dem Einblendmenü ein. Wenn du die Bildrate einer QuickTime-Datei änderst und sie später wieder auf die ursprüngliche Rate der Datei zurücksetzen musst, wähle „Aus der Datei“ unten im Einblendmenü „Bildrate“ aus.

    Obwohl du Clips mit unterschiedlichen Bildraten mischen kannst, ist es möglich, dass sich Clips, die mit einer anderen Bildrate als der des Projekts wiedergegeben werden, nicht homogen wiedergeben lassen.

    Hinweis: Die Bildraten des Projekts werden durch die Projektvoreinstellung bestimmt. Wenn du eine Voreinstellung bearbeiten oder eine Voreinstellung erstellen möchtest, wähle „Motion“ > „Einstellungen“ und verwende die Optionen im Bereich „Voreinstellungen“.

  • Feste Auflösung: Ein Markierungsfeld (nur für PDF-Bilder verfügbar), mit dem die Auflösung der Ausgangsdatei fixiert werden kann.

  • „Feste Breite“ und „Feste Höhe“: Schieberegler (verfügbar für Einzelbilder), um die Auflösung der Ausgangsmedien zu ändern. Wenn für „Große Einzelbilder“ (in den Motion-Einstellungen) der Wert „Auf Canvas-Größe skalieren“ definiert ist, wird für diese beiden Werte die Auflösung der Originaldatei angezeigt. Weitere Informationen findest du unter Festlegen der Importgröße für große Bilder.

    Ist ein PDF in der Liste „Medien“ ausgewählt und das Feld „Feste Auflösung“ markiert, wird mit diesen Steuerelementen die maximale Auflösung definiert, auf die ein PDF-Objekt homogen skaliert werden kann. Weitere Informationen findest du unter PDF-Dateien importieren.

  • Hintergrundfarbe verwenden: Ein Markierungsfeld (verfügbar für PDF-Dateien), das (wenn es aktiviert ist) transparente Bereiche des PDF-Dokuments durch eine eigene Hintergrundfarbe ersetzt. Weitere Informationen findest du unter PDF-Dateien importieren.

  • Hintergrundfarbe: Farbsteuerelemente (verfügbar, wenn „Hintergrundfarbe verwenden“ ausgewählt ist), um die Hintergrundfarbe für transparente Bereiche eines PDFs festzulegen.

  • Beschneiden: Vier Schieberegler, die sichtbar sind, wenn du auf das Dreiecksymbol klickst, mit denen die Anzahl an Pixeln definiert wird, die von den vier Seiten der Ausgangsmedien abgeschnitten werden sollen (relativ zum äußeren Rand des Auswahlrahmens um diese Ausgangsmedien). Wenn du ein Objekt in der Liste „Medien“ beschneidest, wirkt sich dies auch auf alle Vorkommen des Objekts in Ebenen im Projekt aus. Im Informationsfenster „Eigenschaften“ wird ein ähnlicher Beschnittparameter verfügbar, wenn du eine Ebene in der Liste „Ebenen“ auswählst. Weitere Informationen findest du unter Steuerelemente im Informationsfenster „Eigenschaften“.

  • Timing: Drei Werteregler, um Start, Ende und Dauer der Ausgangsmedien festzulegen:

    • Start: Hiermit wird der In-Punkt der Ausgangsmedien festgelegt (bei konstantem und bei variablem Tempo). Wird dieser Parameter geändert, verschiebt sich der In-Punkt zum angegebenen Bild, ohne dass dadurch die Dauer der Medien beeinflusst wird.

    • Ende: Hiermit wird der Out-Punkt der Ausgangsmedien festgelegt (bei konstantem und bei variablem Tempo). Wird dieser Parameter geändert, verschiebt sich der Out-Punkt zum angegebenen Bild, ohne dass dadurch die Dauer der Medien beeinflusst wird.

    • Dauer: Definiert die Gesamtdauer der Ausgangsmedien. Wurde für „Tempoanpassung“ die Einstellung „Konstantes Tempo“ gewählt, hat eine Änderung dieser Einstellung auch Auswirkungen auf die Einstellungen „Tempo“ und „Out-Punkt“. Wurde (mit den Steuerelementen „Zeitverhalten“ im Informationsfenster „Eigenschaften“) für „Tempoanpassung“ die Einstellung „Variables Tempo“ gewählt, hat eine Änderung dieser Einstellung keine Auswirkungen auf die Wiedergabe mit variablem Tempo.

  • Verknüpfte Objekte: Eine Liste alle Objekte in der Liste „Ebenen“, die mit den ausgewählten Ausgangsmedien in der Liste „Medien“ verknüpft sind. In der ersten Spalte wird der Name der Gruppe angezeigt, die ein Vorkommen der Ausgangsmedien enthält. In der zweiten Spalte wird der Ebenenname angegeben. Wird der Name der Ebene in der Liste „Ebenen“ geändert, ändert sich auch der Name in dieser Liste.

  • Mediendatei ersetzen: Mit dieser Taste kannst du Medien in deinem Projekt mit einer Ausgangsdatei auf einem Volume neu verknüpfen. Diese Funktion dient in erster Linie dem erneuten Verknüpfen von Offline-Medien, sie kann aber auch für eine Änderung von Ausgangsmedien verwendet werden (hierdurch werden alle Ebenen geändert, die mit diesen Ausgangsmedien verknüpft sind). Wird eine Datei mit einem 3D-Objekt ausgewählt, sind nur kompatible 3D-Dateien (im USDZ-Format) für das erneute Verknüpfen verfügbar.

  • Metadaten: Ein Informationsbereich, in dem Eigenschaften der externen Mediendatei auf deinem Computer oder Netzwerkgerät angezeigt werden, die mit dem in der Liste „Medien“ ausgewählten Objekt verknüpft ist.

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