Hüllkurven in Retro Synth in Logic Pro für iPad

Der Retro Synth bietet zwei identische Hüllkurven mit den Parametern „Attack Time“, „Decay Time“, „Sustain Level“ und „Release Time“, die Einfluss auf den zeitlichen Verlauf der Cutoff-Frequenz des Filters (Bereich „ADSR - Filter“) und des Pegels nehmen (Bereich „ADSR - Amp“).

Wenn du beispielsweise unterschiedliche Sounds hast wie eine Snare-Drum, ein Klavier oder Streichinstrumente, dann unterscheiden sich diese nicht nur in ihrem Klang, sondern es verändern sich auch deren Klangeigenschaften im Zeitverlauf. Die Snare-Drum und das Klavier sind nach dem Anspielen sofort zu hören. Dies liegt daran, dass beide eine kurze Attack-Phase aufweisen. Streichinstrumente hingegen erhöhen langsam ihre Lautstärke – sie haben eine lange Attack-Phase.

Wenn du einen Klang im Zeitverlauf bearbeitest, lassen sich mithilfe der Hüllkurven von Retro Synth die klanglichen Eigenschaften einer Snare-Drum, eines Klaviers oder eines Streichinstruments simulieren.

Abbildung. Amp-Hüllkurvenparameter von Retro Synth

Parameter „Envelope“

  • Schieberegler und Feld „Attack“: Bestimmt die Zeit, die nach dem Anschlagen der Taste vergeht, bis der maximale Pegel erreicht ist (Einschwingzeit).

    Hinweis: Die Oszillatoren wechseln automatisch vom Free-Mode in den Synced-Mode, wenn die Attack-Zeit auf einen Wert unter 0,50 ms eingestellt ist. Dies hat besonders einen ausgeprägten Effekt auf übereinander gelegte Stimmen. Weitere Informationen findest du unter Globale und Controller-Einstellungen von Retro Synth.

  • Schieberegler und Feld „Decay“: Bestimmt die Zeit, die die Hüllkurve benötigt, um nach dem Triggern und der Attack-Phase auf den Sustain-Pegel zu fallen.

  • Schieberegler und Feld „Sustain“: Bestimmt den Pegel, der nach Ablauf von Attack- und Decay-Time aufrecht erhalten wird, bis die Taste losgelassen wird.

  • Schieberegler und Feld „Release“: Bestimme, wie lange die Hüllkurve nach dem Loslassen der Taste benötigt, um vom Sustain-Pegel wieder auf „0“ zu fallen.

  • Drehregler und Feld „Velocity“: Bestimme, wie empfindlich die Hüllkurve auf eingehende Velocity reagiert.

    • Wenn der Drehregler „Velocity“ auf 0 gesetzt ist, gibt die Hüllkurve bei jedem Anschlag ihren vollen Pegel aus.

    • Hat der Drehregler „Velocity“ einen Wert von 100 %, wird der gesamte dynamische Bereich vom Velocity-Regler gesteuert.

      Durch Erhöhen des Werts des Drehreglers „Velocity“ wird die Amplitude der Hüllkurve auf ein Minimum reduziert und die Differenz wird dynamisch durch die Velocity gesteuert. Beispiel: Wenn du den Drehregler „Velocity“ auf 25 % einstellst, wird die Hüllkurven-Amplitude auf 75 % reduziert. Die verbleibenden 25 % werden zu den Velocity-Werten der gespielten Tasten hinzugerechnet. Eine ohne Velocity gespielte Taste resultiert in einer Hüllkurven-Amplitude von 75 %. Eine mit einem MIDI-Velocity-Wert von 127 gespielte Taste resultiert in einer Hüllkurven-Amplitude von 100 %. Wenn du den Wert des Drehreglers „Velocity“ erhöhst, sinkt die Mindestamplitude.

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