Stimmungsoptionen von Vintage B3 in Logic Pro für iPad

Vintage B3 bietet mehrere Parameter, die dessen Intonationsverhalten ändern. Dadurch entwickelt das Software-Instrument eine Flexibilität, die das Original nicht aufweist.

Vintage B3 ist wohltemperiert gestimmt (gleichschwebende Stimmung). Abweichend von dieser Stimmung kannst du die Stimmung im Bass und Diskant spreizen, wie bei Klavieren üblich. Der Klang von Spinett, Cembalo und Klavier ist in seiner Obertonstruktur leicht „unharmonisch“. Die Frequenzen der Obertöne sind nicht genau ganzzahlige Vielfache des Grundtons. Das heißt, die Obertöne der tiefen Noten sind genauer mit den Grundtönen der höher liegenden Noten im Einklang. Für die solo gespielte Zugriegelorgel ist die gespreizte Stimmung grundsätzlich nicht erforderlich. Die Stretch-Parameter erlauben jedoch die Angleichung an gespreizt gestimmte Pianofortes, wenn diese gemeinsam mit Vintage B3 im Arrangement erklingen.

Du kannst mit dem Warmth-Parameter auch eine zufällige Verstimmung jeder Note erzielen und sogar der „Orgel-widrige“ Einsatz des Pitch Benders ist möglich. Das geht beim Original nicht, ist jedoch eine interessante Kreativ-Option.

Abbildung. Pitch- und Sustain-Optionen von Vintage B3

Parameter „Stimmungsotionen“

  • Drehregler und Feld „Tune“: Ändere die Stimmung von Vintage B3 in Cent-Intervallen. Ein Cent entspricht einem Hundertstel eines Halbtons. Bei einem Wert von „0 c“ (null Cent) ist das mittlere A auf 440 Hz oder den Kammerton gestimmt.

  • Drehregler und Feld „Upper Stretch“: Bestimme die Abweichung von der gleichschwebenden Stimmung im Diskant. Je höher der Wert, desto höher werden die hohen Noten intoniert. Bei „0“ ist Vintage B3 gleichschwebend gestimmt, sodass jede Oktave aufwärts einer Verdopplung der Frequenz entspricht.

  • Drehregler und Feld „Lower Stretch“: Bestimme die Abweichung von der gleichschwebenden Stimmung im Bassbereich. Je höher der Wert gewählt wird, desto tiefer werden die tiefen Noten intoniert. Bei „0“ ist Vintage B3 gleichschwebend gestimmt, sodass jede Oktave abwärts einer Halbierung der Frequenz entspricht.

  • Drehregler und Feld „Warmth“: Steuere die Intensität einer zufälligen Verstimmung aller Tonradgeneratoren.

    Hinweis: Bei der Verwendung von sowohl Warmth- als auch Stretch-Steuerungen kann ein ausgeprägter Chorus-Effekt den Ton verstimmen. Setze „Warmth“ auf 0, wenn du einen weniger verstimmten Ton wünschst.

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