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Filter „HDR-Werkzeuge“ von Motion

Du kannst den Filter „HDR-Werkzeuge“ verwenden, um HDR- oder SDR-Bilder, -Clips oder -Motion-Objekte manuell von einem Farbraum in einen anderen zu konvertieren oder um die Luminanz (cd/㎡) eines Videoclips auf einen bestimmten Wert festzulegen.

Canvas mit Effekten eines auf einen HLG-Clip angewendeten Filters „HDR-Werkzeuge“.

Die Filter „HDR-Werkzeuge“ eignen sich besonders für Standardgamut-SDR-Projekte oder HDR-Projekte mit weitem Gamut. Sie werden nicht für Projekte der Kategorie „Automatisch“ empfohlen, bei denen der Farbraum deines Mediums automatisch verwaltet wird. (Wird der Filter „HDR-Werkzeuge“ in einem Projekt der Kategorie „Automatisch“ verwendet, so hat er einen Additiveffekt zur bestehenden Konvertierung.)

Im Informationsfenster „Filter“ wird dieser Filter mit den folgenden Parametersteuerelementen angepasst:

  • Modus: Hiermit wird eine von neun Farbraumoptionen festgelegt:

    • SDR zu 100 % HDR (HLG): Rec. 709 SDR-Medien werden in Full-HDR-HLG-Luminanzpegel konvertiert.

    • SDR zu 75 % HDR (HLG): Rec. 709 SDR-Medien werden in Teil-HDR-HLG-Luminanzpegel konvertiert.

    • SDR zu HDR (PQ): Rec. 709 SDR-Medien werden in Full-HDR-PQ-Luminanzpegel konvertiert.

    • HLG zu Rec. 709 SDR: HLG-Medien werden in Rec. 709 SDR-Luminanzpegel konvertiert.

    • PQ zu Rec. 709 SDR: PQ-Medien werden in Rec. 709 SDR-Luminanzpegel konvertiert.

    • HLG zu PQ (Rec. 2100): HLG-Medien werden in PQ-Luminanzpegel konvertiert. Sorgt dafür, dass die Helligkeit auf einem bestimmten Pegel bleibt, den du mit dem Schieberegler „Spitzenhelligkeit“ einstellst (in Übereinstimmung mit Rec. ITU-R BT.2100-1), wenn diese Option auf HLG-Medien in PQ-Projekten angewendet wird.

    • PQ zu HLG (Rec. 2100): PQ-Medien werden in HLG-Luminanzpegel konvertiert. Sorgt dafür, dass die Helligkeit auf einem bestimmten Pegel bleibt, den du mit dem Schieberegler „Spitzenhelligkeit“ einstellst (in Übereinstimmung mit Rec. ITU-R BT.2100-1), wenn diese Option auf PQ-Medien in HLG-Projekten angewendet wird.

    • HDR zu Rec. 709 SDR: HDR-Medien (z. B. PQ-, HLG- oder Log-Medien mit Farbkorrektur in HDR) werden in Rec. 709 SDR-Luminanzpegel konvertiert.

    • PQ-Ausgabetonzuordnung: Reduziert die Helligkeit von PQ-Clips auf den Pegel, den du mit dem Schieberegler „Spitzenhelligkeit“ (nachfolgend beschrieben) einstellst, und wendet eine sanfte Abmilderung auf die Spitzlichter an, sodass sie weniger abrupt abgeschnitten werden. Verwende diese Einstellung nur in PQ-Projekten und wende sie als letzten Effekt an.

    Hinweis: Bei einigen Modi, wie z. B. „SDR zu 100 % HDR (HLG)“, sind für die Feinabstimmung der Darstellung möglicherweise weitere Anpassungen am Bild erforderlich.

  • Spitzenhelligkeit: Für einige Moduseinstellungen wird dieser Schieberegler verfügbar. Hiermit wird die nominale Spitzenluminanz eines Displays oder der Wert für die maximale Luminanz eines Clips auf einem Display festgelegt:

    • Wenn „Modus“ auf „SDR zu HDR (PQ)“ eingestellt ist, legt dieser Schieberegler die nominale Spitzenluminanz des (HDR-)Displays fest, auf dem der SDR-Inhalt angezeigt wird. Wenn du z. B. einen SDR-Clip in HDR PQ konvertieren willst und der daraus resultierende PQ-Clip identisch wie ein HDR-Clip auf einem Monitor mit 1000 cd/㎡ aussehen soll, setze den Schieberegler für die Spitzenhelligkeit auf 1000.

    • Wenn „Modus“ auf „PQ zu Rec. 709 SDR“ eingestellt ist, legt dieser Schieberegler den Spitzeneingangspegel des PQ-Mediums fest, das in Rec. 709 SDR-Luminanzpegel konvertiert wird. Um Übersteuerung (Clipping) zu verhindern, stelle die Spitzenhelligkeit so ein, dass sie mit den Spitzenpegeln des zu konvertierenden PQ-Mediums übereinstimmt. Wenn du diese Konvertierung beispielsweise auf einen PQ-Clip mit 2.000 cd/㎡ anwendest, wird alles über 1.000 cd/㎡ in der Konvertierung übersteuert. Um die Glanzlichtdetails beizubehalten und über Tonzuordnung in den Rec. 709 SDR-Farbraum einzubinden, stelle eine Spitzenhelligkeit von 2000 ein.

      Hinweis: Konvertierungen von PQ in SDR sind auf einen maximalen Eingang von 5.000 cd/㎡ über den Filter „HDR-Werkzeuge“ begrenzt.

    • Wenn „Modus“ auf „HLG zu PQ (Rec. 2100)“ oder „PQ zu HLG (Rec. 2100)“ eingestellt ist, legt dieser Schieberegler die nominale Spitzenluminanz des (HLG-)Displays fest, auf dem der HLG-Inhalt angezeigt wird. Wenn du z. B. einen HLG-Clip in PQ konvertieren willst und der daraus resultierende PQ-Clip identisch wie ein HLG-Clip auf einem Monitor mit 1000 cd/㎡ aussehen soll, setze den Parameter für die Spitzenhelligkeit auf 1000.

    • Wenn „Modus“ auf „PQ-Ausgabetonzuordnung“ eingestellt ist, beschränkt dieser Schieberegler die Spitzenluminanz des Clips. Wenn du z. B. deinen Clip auf 1.000 cd/㎡ beschränken willst, setze die Spitzenhelligkeit auf 1000 cd/㎡.

  • Mix: Hiermit wird der Prozentsatz des Originalbilds festgelegt, der mit dem farbkorrigierten Bild überblendet wird. Belasse diese Einstellung auf 100 %, wenn es auf äußerst präzise Ergebnisse bei Verwendung des Filters „HDR-Werkzeuge“ ankommt.

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