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Integrierte Kamera-LUTs zur Farbkorrektur von ProRes RAW-Videos in Final Cut Pro für Mac verwenden

Final Cut Pro kann ProRes RAW-Videos beim Import automatisch verarbeiten. Dazu wendet Final Cut Pro die Konvertierungseinstellung „RAW-zu-Log“ und eine integrierte Kamera-LUT an. Die Anwendung beider Einstellungen basiert auf Metadaten in der Videodatei, die den Kamerahersteller identifizieren. Wenn die Metadaten fehlen (weil sie beispielsweise beim Umcodieren verloren gegangen sind), kannst du jede der beiden Einstellungen anzeigen oder ändern.

Über integrierte Kamera-LUTs mit Log-Konvertierung kannst du die Farbe von ProRes RAW-Videomaterial so korrigieren, als handele es sich um SDR- oder HDR-Video, je nach Farbverarbeitungseinstellung deiner Mediathek. Wenn für deine Mediathek die Farbverarbeitung „Standard“ eingestellt ist, kannst du die Farbe von ProRes RAW-Videomaterial so korrigieren, als handele es sich um SDR-Video. Ist für deine Mediathek „Breiter Gamut HDR“ eingestellt ist, kannst du die Farbe von ProRes RAW-Videomaterial so korrigieren, als handele es sich um HDR-Video.

Einstellung „RAW-zu-Log“ bestätigen oder ändern

Mit angewendeter Einstellung „RAW-zu-Log“ verhalten sich ProRes RAW-Dateien wie konventionelle Log-Videodateien und können auch wie diese bearbeitet werden. Da ProRes RAW-Dateien Metadaten enthalten, die den Kamerahersteller identifizieren, kann Final Cut Pro die korrekte Log-Funktion (z. B: Apple Log, Canon Log 2, Panasonic V-Log oder Sony S-Log3) beim Importieren anwenden. Du kannst die Einstellung „RAW nach Log“ auch manuell anpassen.

  1. Wähle in Final Cut Pro einen oder mehrere Videoclips aus, die mit der ProRes RAW aufgenommen wurden.

  2. Wird das Informationsfenster „Info“ noch nicht angezeigt, wähle „Fenster“ > „Im Arbeitsbereich anzeigen“ > „Informationen“ und klicke oben auf die Taste „Info“.

    Informationsfenster „Info“ mit der Taste „ProRes RAW-Einstellungen ändern“
  3. Klicke unten im Informationsfenster auf „ProRes RAW-Einstellungen ändern“.

  4. Klicke im Fenster „ProRes RAW-Einstellungen“ auf das Einblendmenü „RAW-zu-Log“ und wähle eine Option aus.

    Fenster „ProRes RAW-Einstellungen“ mit dem Einblendmenü „RAW-zu-Log“

    Weitere Informationen findest du unter Kameraeinstellungen von ProRes RAW anpassen.

  5. Klicke auf die Taste „Schließen“, um das Fenster „ProRes RAW-Einstellungen“ zu schließen.

Einstellung „Kamera-LUT“ bestätigen oder ändern

Log-Videomaterial erscheint grau und ohne Tiefe. Final Cut Pro kann die Einstellung „Kamera-LUT“ verwenden und so die Lebendigkeit der Originalszene in das Bild einspielen. Eine Kamera-LUT konvertiert das in Log codierte Bild in ein Bild mit dem gewünschten Ausgabe-Farbraum, sodass ein optisch ansprechendes Ergebnis erzielt wird.

Wie bei allen Videoaufnahmen mit Log-Codierung wendet Final Cut Pro automatisch die Einstellung „Kamera-LUT“ auf Metadaten in der Datei an, die den Kamerahersteller identifiziert. Du kannst die Einstellung „Kamera-LUT“ im Informationsfenster „Info“ anzeigen oder ändern.

  1. Wähle in Final Cut Pro einen oder mehrere Videoclips aus, die mit der ProRes RAW aufgenommen wurden.

  2. Wird das Informationsfenster „Info“ noch nicht angezeigt, wähle „Fenster“ > „Im Arbeitsbereich anzeigen“ > „Informationen“ und klicke oben auf die Taste „Info“.

    Das Informationsfenster „Info“ mit der Einstellung „Kamera-LUT“ in der Metadatendarstellung „Allgemein“
  3. Klicke auf das Einblendmenü „Metadaten-Ansicht“ unten links und wähle „Allgemein“, „Erweitert“ oder „Einstellungen“.

  4. Bestätige im Einblendmenü „Kamera-LUT“ die aktuelle Einstellung oder wähle eine andere.

    Die Art der Konvertierung, die von der integrierten Kamera-LUT ausgeführt wird, hängt von der Farbverarbeitungseinstellung der Mediathek ab. Wenn die Farbverarbeitung auf „Standard“ eingestellt ist, wendet die Log-Konvertierung eine Tonzuordnung an, um den ursprünglichen HDR-Bereich des Log-Inhalts auf einen für SDR-Videos geeigneten Bereich zu reduzieren.

    Wenn der vollständige Dynamikbereich des Ursprungsvideos im Arbeitsfarbraum verfügbar sein soll, lege „Breiter Gamut HDR“ als Farbverarbeitung für die Mediathek fest. Weitere Informationen findest du nachfolgend unter Farbverarbeitung der Mediathek festlegen.

Farbverarbeitung der Mediathek festlegen

  1. Wähle in Final Cut Pro die gewünschte Mediathek in der Seitenleiste „Mediatheken“ aus, wähle „Ablage“ > „Mediathekseigenschaften“ und klicke auf die Taste „Ändern“ oben im Informationsfenster.

    Die Taste „Ändern“ im Informationsfenster „Mediathekseigenschaften“
  2. Wähle im nun angezeigten Fenster eine der folgenden Optionen aus:

    • Standard: Die Log-Konvertierung wendet eine Tonzuordnung an, um den ursprünglichen HDR-Bereich des Log-Inhalts auf einen für SDR-Videos geeigneten Bereich zu reduzieren. Wenn für deine Mediathek die Farbverarbeitung „Standard“ eingestellt ist, kannst du die Farbe von ProRes RAW-Videomaterial so korrigieren, als handele es sich um SDR-Video.

    • Breiter Gamut HDR: Die integrierten Kamera-LUT-Einstellungen wenden keine Tonzuordnung an und behalten den vollen Dynamikbereich der LUT-Ausgangsmedien bei der Konvertierung in den Arbeitsraum bei. Ist für deine Mediathek „Breiter Gamut HDR“ eingestellt ist, kannst du die Farbe von ProRes RAW-Videomaterial so korrigieren, als handele es sich um HDR-Video.

Du kannst ProRes RAW-Clips direkt zu einem HDR-Projekt in der Timeline hinzufügen (z. B. ein auf „Rec. 2020 PQ“ oder „Rec. 2020 HLG“ eingestelltes Projekt) und sie mit einem professionellen Referenzmonitor, wie Apple Pro Display XDR, überwachen. Farbkorrekturen an den Clips sind mit den erweiterten Werkzeugen für die Farbkorrektur leicht möglich. Weitere Informationen findest du unter Einführung in Farbkorrektureffekte und Farben von HDR-Videos mit Pro Display XDR und Final Cut Pro korrigieren.

Hinweis: Wenn du stattdessen falsche oder fehlende Metadaten zum Farbraum in deinen Videoclips korrigieren musst, findest du weitere Informationen unter Farbraum-Metadaten eines Clips ändern.

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