Exportieren von HDR-Dateien in Final Cut Pro für Mac

Du kannst direkt in Final Cut Pro HDR-Dateien (High-Dynamic-Range) erstellen, die für HDR-Fernseher und -Bildschirme geeignet sind. Insbesondere kannst du Final Cut Pro zum Erstellen von HDR10- und HLG-Filmdateien verwenden.

  • HDR10 wird üblicherweise zum Streaming und zur Ausgabe auf Blu-ray-Discs verwendet.

  • HLG eignet sich für Sendezwecke und Live-TV. HLG bietet den Vorteil, dass du zum Anzeigen von Inhalten kein HDR-TV benötigst. Du kannst diese auf einem herkömmlichen SD)-Fernseher (Standard Dynamic Range) ansehen, der nicht speziell für HLG oder HDR ausgelegt ist. Dabei bietet das Bild eine akzeptable Qualität. Wenn ein HDR-fähiger Fernseher die relevanten Metadaten in der HLG-Datei feststellt, wird die Datei jedoch in HDR wiedergegeben.

HDR10-Datei exportieren

  1. Wähle in der Final Cut Pro-Übersicht das Projekt aus, das du exportieren möchtest.

  2. Wird das Informationsfenster noch nicht angezeigt, führe einen der folgenden Schritte aus:

    • Wähle „Fenster“ > „Im Arbeitsbereich anzeigen“ > „Informationen“ (oder drücke die Tastenkombination „Befehl-4“).

    • Klicke auf der rechten Seite der Symbolleiste auf die Taste „Informationen“.

      Die Taste „Informationen“ in der Symbolleiste
  3. Lege die Farbverarbeitung für die Mediathek auf „Breiter Gamut HDR“ fest.

  4. Lege den Farbraum des Projekts auf „Breiter Gamut HDR - Rec. 2020 PQ“ fest.

  5. Klicke, während das Projekt in der Übersicht ausgewählt ist, oben im Informationsfenster auf die Taste „Teilen“.

    Das Informationsfenster „Teilen“ wird angezeigt.

    Das Informationsfenster „Teilen“ mit Metadatenfeldern für „Breiter Gamut HDR – Rec. 2020 PQ“
  6. Gib im Abschnitt „HDR-Inhalt Lichtpegel-Metadaten“ des Informationsfensters die Werte ein, die den Inhalten deines Videos und den Spezifikationen des Zielgeräts basieren.

    Lass diese Felder leer, wenn du nicht sicher bist, welche Werte einzugeben sind.

    • MaxCLL (Maximale Lichtstärke für Inhalt): Gib den Pegel (in cd/m²) der hellsten Pixelkomponente im Video ein.

      Wenn z. B. die Spitzenhelligkeit (maximale Luminanz) des Zielfernsehers oder -bildschirms 1000 cd/m² beträgt, kannst du den Effekt „HDR-Werkzeuge“ projektübergreifend mit dem Effekt anwenden, der für die Konvertierung in einen Rec. 2020 PQ-Ausgabepegel von maximal 1000 cd/m² konfiguriert ist. In diesem Fall würdest du für MaxCLL den Wert 1000 eingeben. Weitere Informationen über den Effekt „HDR-Werkzeuge“ findest du unter Mit dem Effekt „HDR-Werkzeuge“ HDR-Clips manuell konvertieren oder anpassen.

    • MaxCLL (Maximale Durchschnittslichtstärke für Bilder): Gib den Wert in cd/m² für das Bild im Video mit dem höchsten Durchschnittspegel für die Helligkeit ein.

  7. Gib im Abschnitt „HDR-Masteringdisplay-Metadaten“ die entsprechenden Werte ein, wenn du die Eigenschaften deines Mastering-Displays kennst (d. h. des Referenzmonitors, den du für die Farbkorrektur und andere Aufgaben heranziehst, bei denen es auf höchste Genauigkeit der Farben und der Helligkeit ankommt).

    Beispielsweise würdest du für das Mastering mit einem Sony BVM-X300-Monitor Folgendes eingeben:

    • Primärwerte anzeigen: Rec. 2020

    • Weißpunkt anzeigen: D65

    • Maximale Displayleuchtkraft: 1000

    • Minimale Displayleuchtkraft: 0 oder 0,0001

    Lass diese Felder leer, wenn du nicht sicher bist, welche Werte einzugeben sind.

  8. Exportiere die Datei.

    HDR-Dateien erfordern einen 10-Bit- oder höheren Codec (z. B. Apple ProRes).

    Hinweis: Überprüfe vor dem Export das Feld „Farbraum“ im Bereich „Einstellungen“ des Fensters „Teilen“, um sicherzustellen, dass der Farbraum auf „Breiter Gamut HDR – Rec. 2020 PQ“ eingestellt ist.

HLG-Datei exportieren

  1. Wähle in der Final Cut Pro-Übersicht das Projekt aus, das du exportieren möchtest.

  2. Wird das Informationsfenster noch nicht angezeigt, führe einen der folgenden Schritte aus:

    • Wähle „Fenster“ > „Im Arbeitsbereich anzeigen“ > „Informationen“ (oder drücke die Tastenkombination „Befehl-4“).

    • Klicke auf der rechten Seite der Symbolleiste auf die Taste „Informationen“.

      Die Taste „Informationen“ in der Symbolleiste
  3. Lege die Farbverarbeitung für die Mediathek auf „Breiter Gamut HDR“ fest.

  4. Lege den Farbraum des Projekts auf „Breiter Gamut HDR - Rec. 2020 HLG“ fest.

  5. Exportiere die Datei.

    HDR-Dateien erfordern einen 10-Bit- oder höheren Codec (z. B. Apple ProRes).

    Hinweis: Überprüfe vor dem Export das Feld „Farbraum“ im Bereich „Einstellungen“ des Fensters „Teilen“, um sicherzustellen, dass der Farbraum auf „Breiter Gamut HDR – Rec. 2020 HLG“ festgelegt ist.

Final Cut Pro unterstützt das Erstellen von anderen HDR-Formaten wie HDR10+, Dolby Vision und Advanced HDR nicht. Du kannst Final Cut Pro jedoch zum Exportieren eines HDR-Films im Standard „Rec. 2020 PQ“ verwenden und eine andere Farbkorrektursoftware verwenden, um die benötigten Metadaten für diese Formate zu generieren.

Du kannst dein Projekt auch in Dolby Vision 8.4 teilen. Dieses Format wurde speziell zum Optimieren von HDR-Inhalten für Apple-Geräte konzipiert. Weitere Informationen findest du unter Teilen für Apple-Geräte mit Final Cut Pro für Mac und in diesem Apple Support-Artikel.

Weitere Informationen zu Farbräumen und HDR mit breitem Gamut findest du unter HDR und breiter Farbgamut in Final Cut Pro.

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