Integrierte Funktionen für die Netzwerksicherheit für Apple-Geräte verwenden

Apple-Geräte umfassen integrierte, für die Netzwerksicherheit relevante Technologien zum Authentifizieren von Benutzern und zum Schutz ihrer Daten während der Übertragung. Zu den Funktionen für die Netzwerksicherheit bei Apple-Geräten gehören:

  • Integriertes IPsec, IKEv2, L2TP

  • Eigenes VPN über App Store-Apps (iOS, iPadOS und visionOS)

  • Eigenes VPN über VPN-Clients von Drittanbietern (macOS)

  • Transport Layer Security (TLS 1.0, TLS 1.1, TLS 1.2 TLS 1.3) und DTLS

  • SSL/TLS mit X.509-Zertifikaten

  • WPA/WPA2/WPA3 Enterprise mit 802.1X

  • Zertifikatbasierte Authentifizierung

  • Geheimer Schlüssel (Shared Secret) und Kerberos-Authentifizierung

  • RSA SecurID, CRYPTOCard (macOS)

Netzwerkrelays in iOS, iPadOS, macOS und tvOS

Ein integriertes Relay in Geräten mit iOS 17, iPadOS 17, macOS 14, tvOS 17 oder neueren Versionen kann verwendet werden, um den Datenverkehr mit einer verschlüsselten HTTP/3- oder HTTP/2-Verbindung als alternatives VPN zu sichern. Ein Netzwerkrelay ist eine besondere Art von Proxy, die leistungsoptimiert ist und die aktuellsten Übertragungs- und Sicherheitsprotokolle verwendet. Es kann verwendet werden, um den TCP- und UDP-Verkehr einer bestimmten App, eines vollständigen Geräts oder beim Zugriff auf interne Ressourcen zu sichern. Mehrere Netzwerkrelays, darunter auch iCloud Privat-Relay, können parallel genutzt werden, ohne dass eine App erforderlich ist. Weitere Informationen findest du unter Netzwerkrelays verwenden.

VPN und IPsec

In vielen Unternehmensumgebungen werden virtuelle private Netzwerke (VPN) in der ein oder anderen Weise verwendet. Diese VPN-Dienste erfordern normalerweise nur wenige Installations- und Konfigurationsschritte für die Zusammenarbeit mit Apple-Geräten, die sich in eine Vielzahl gängiger VPN-Technologien integrieren lassen.

iOS, iPadOS, macOS, tvOS, visionOS und watchOS unterstützen auf IPsec basierende Protokolle und Authentifizierungsmethoden. Weitere Informationen findest du in der Übersicht über VPN.

TLS

Das SSL 3-Verschlüsselungsprotokoll und die RC4-Chiffrensammlung (Cipher Suite) zur Stromverschlüsselung wurden in iOS 10 und macOS 10.12 außer Kraft gesetzt. Standardmäßig verfügen TLS-Clients oder Servern, die mit Secure Transport APIs implementiert wurden, nicht über aktivierte RC4-Chiffresammlungen. Aus diesem Grund können sie keine Verbindung herstellen, wenn RC4 die einzig verfügbare Chiffrensammlung ist. Um für mehr Sicherheit zu sorgen, müssen Dienste und Apps, die RC4 benötigen, so aktualisiert werden, dass Chiffrensammlungen aktiviert werden.

Weitere sicherheitsrelevante Verbesserungen:

  • Signieren von SMB-Verbindungen (macOS) erforderlich

  • Bei einem Mac mit macOS 10.12 (oder neuer) Unterstützung von AES als Verschlüsselungsmethode für Kerberos-basierte NFS-Systeme (macOS)

  • Transport Layer Security (TLS 1.2, TLS 1.3)

    TLS 1.2 unterstützt sowohl AES 128 als auch SHA-2.

  • SSL 3 (iOS, iPadOS, visionOS)

  • DTLS (macOS)

Safari, Kalender, Mail und andere Internet-Apps verwenden diese Technologien, um einen verschlüsselten Kommunikationskanal zwischen iOS, iPadOS, macOS und visionOS und Unternehmensdiensten zu aktivieren.

Du kannst auch die minimale und maximale TLS-Version für dein 802.1X-Netzwerk-Payload für EAP-TLS, EAP-TTLS, PEAP und EAP-FAST festlegen. Du kannst zum Beispiel Folgendes festlegen:

  • Für beide dieselbe spezifische TLS-Version

  • Die Aushandlung des unteren Werts für TLSMinimumVersion und des oberen Werts für TLSMaxmimumVersion erfolgt dann mit dem RADIUS-Server

  • Den Wert „None“; dies ermöglicht dem anfordernden 802.1X-Gerät, die TLS-Version direkt mit dem RADIUS-Server auszuhandeln

Für iOS, iPadOS, macOS und visionOS muss das untergeordnete Zertifikat des Servers mithilfe eines Signaturalgorithmus aus der SHA-2-Familie signiert sein; außerdem muss ein mindestens 2048 Bit langer RSA-Schlüssel oder alternativ ein mindestens 256 Bit langer ECC-Schlüssel verwendet werden.

Geräte mit iOS 11, iPadOS 13.1, macOS 10.13, visionOS 1.1 oder neueren Versionen bieten Unterstützung für TLS 1.2 bei der 802.1X-Authentifizierung. Authentifizierungsserver, die TLS 1.2 unterstützen, erfordern möglicherweise die folgenden Aktualisierungen aus Gründen der Kompatibilität:

  • Cisco: ISE 2.3.0

  • FreeRADIUS: Aktualisierung auf Version 2.2.10 und 3.0.16

  • Aruba ClearPass: Aktualisierung auf Version 6.6.x

  • ArubaOS: Aktualisierung auf Version 6.5.3.4

  • Microsoft: Windows Server 2012 - Network Policy Server

  • Microsoft: Windows Server 2016 - Network Policy Server

Weitere Informationen zu 802.1X findest du unter Apple-Geräte mit 802.1X-Netzwerken verwenden.

WPA2/WPA3

Alle Apple-Plattformen unterstützen standardmäßige Protokolle für die WLAN-Authentifizierung und Verschlüsselung, um einen authentifizierten Zugriff und ein hohes Maß an Vertrauen bereitzustellen, wenn die Verbindung zu folgenden sicheren drahtlosen Netzwerken hergestellt wird:

  • WPA2 Personal

  • WPA2 Enterprise

  • WPA2/WPA3 Transitional

  • Persönlicher WPA3

  • Firmenweiter WPA3

  • Firmenweiter WPA3(192-Bit-Sicherheit)

Eine Liste der 802.1X-Authentifizierungsverfahren für Funknetzwerke findest du unter 802.1X-Konfigurationen für den Mac.

Apps ausblenden und sperren

Bei Geräten mit iOS 18 und iPadOS 18 (oder neuer) können Benutzer:innen Face ID, Touch ID oder einen Code erforderlich machen, um eine App zu öffnen und sie auf dem Home-Bildschirm auszublenden. Ein Geräteverwaltungsdienst kann die Verfügbarkeit dieser Optionen mit den folgenden Methoden verwalten:

  • Steuern der Fähigkeit von Benutzer:innen, verwaltete Apps auf App-Basis auszublenden und zu sperren

  • Entfernen der Option, alle Apps auf betreuten Geräten auszublenden und zu sperren

Bei Geräten, die über die Benutzerregistrierung registriert wurden, meldet das Betriebssystem ausgeblendete Apps nur an einen Geräteverwaltungsdienst, wenn sie verwaltet werden. Bei Geräten, die über die Geräteregistrierung registriert werden, meldet das Betriebssystem ausgeblendete Apps als Teil aller installierten Apps an einen Geräteverwaltungsdienst.

Lokaler Netzwerkzugriff für macOS

Wenn eine App eines Drittanbieters oder ein Launch-Agent bei einem Mac mit macOS 15 (oder neuer) mit Geräten im lokalen Netzwerk von Benutzer:innen interagieren will, muss um Erlaubnis gebeten werden, wenn diese(r) zum ersten Mal das lokale Netzwerk durchsuchen will.

Wie bei iOS und iPadOS können Benutzer:innen „Systemeinstellungen“ > „Datenschutz“ > „Lokales Netzwerk“ öffnen, um diesen Zugriff zu erlauben oder abzulehnen.

FaceTime- und iMessage-Verschlüsselung

iOS, iPadOS, macOS und visionOS erstellen für jeden FaceTime- und iMessage-Benutzer eine eindeutige ID und stellen sicher, dass die Übertragung ordnungsgemäß verschlüsselt, weitergeleitet und verbunden wird.

Veröffentlicht am: 30. Oktober 2024
Morty Proxy This is a proxified and sanitized view of the page, visit original site.
Hilfreich?
Zeichenbeschränkung: 250
Die maximal zulässige Anzahl von Zeichen beträgt 250.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Morty Proxy This is a proxified and sanitized view of the page, visit original site.