Verwenden der Zonenansicht in Logic Pro

Es gibt drei Editor-Ansichten im Bereich „Mapping“: Key Mapping Editor, Gruppenansicht und die Zonenansicht. Klicke oben rechts auf die Darstellungstasten, um zwischen den Bearbeitungsbereichen zu wechseln. Die Menüleiste oben im Bereich „Mapping“ enthält Elemente, die für alle Ansichten gleich sind. Siehe Menüleiste im Bereich „Mapping“.

Du kannst Zonenansicht verwenden, um alle Zonenparameter anzuzeigen und zu bearbeiten; sie sind in Spalten angeordnet und zugehörige Parameter sind in Unterspalten enthalten. Du kannst die Zonen einer oder mehrerer ausgewählter Gruppen anzeigen.

Hinweis: Die Gruppen- und Zonenparameter im Key Mapping Editor sind eine Untergruppe (Duplikate) der Parameter, die in der Zonenansicht zu finden sind. Eine Änderung des Parameterwerts in einer Editor-Ansicht wird in der jeweils anderen Ansicht übernommen.

In Zonenansicht kannst du Folgendes tun:

  • Klicke auf eine Zone oder Gruppe, um sie auszuwählen. Klicke bei gedrückter Umschalttaste auf mehrere Zonen oder Gruppen, um sie auszuwählen. Du kannst Zonen oder Gruppen auch mit den Befehlen im Menü „Bearbeiten“ oder mit dem MIDI-Keyboard auswählen. Wenn mehrere Zonen ausgewählt sind, kannst du auf die Nummer links vom Namen einer Zone klicken, um den Fokus auf diese Zone zu verlagern. Dadurch werden das Vorhören und deine Bearbeitungen auf die Zone im Fokus beschränkt, ohne dass deine Mehrzonenauswahl aufgehoben wird.

    Hinweis: Änderungen an Parameterwerten betreffen alle ausgewählten Zonen. Änderungen von Werten sind relativ. Beispiel: Wenn zwei Zonen ausgewählt sind, für die eine Zone 12 und für die andere Zone 27 als „High Velocity“-Wert festgelegt ist und du den Wert für die erste Zone auf 10 reduzierst, wird der Wert für die zweite Zone auf 25 verringert.

  • Klicke auf die Überschriften der Unterspalten zugehöriger Parameter, um die Zonen zu sortieren. Du kannst zum Beispiel auf die Überschrift der Unterspalte „Key“ klicken, um die Zonen nach den Notennamen zu sortieren.

  • Ziehe Parameterspalten in horizontaler Richtung, um ihre Größe zu ändern.

  • Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ auf die Spaltenüberschrift eines Parameters, um ein Kontextmenü zu öffnen, in dem du einzelne Zonenparameter aus- oder einblenden kannst. Du kannst auch schnell alle Spalten einblenden und die Standardansicht oder -breite von Spalten wiederherstellen.

  • Bewege die Scrollbalken, um zu den nicht sichtbaren Zonenparametern zu gelangen. Du kannst zum vertikalen oder horizontalen Scrollen auch mit zwei Fingern über das Trackpad streichen. Wenn du eine Magic Mouse verwendest, kannst du mit einem Finger streichen.

Abbildung. Zonenansicht im Sampler.

Parameter in der Zonenansicht

Ziehe im Feld eines Parameterwerts den Zeiger in vertikaler Richtung, um den Wert zu ändern. Ziehe zum Beispiel den Wert, der für eine Zone in der Spalte „Tune“ angezeigt wird, nach oben oder unten, um ihn zu ändern. Du kannst alternativ auch auf ein Feld doppelklicken, einen Wert eingeben und die Eingabetaste drücken.

  • Parameter „Zone“: Neuen Zonen werden automatisch fortlaufende Nummern zugewiesen.

    • Taste „Zone Mute“: Klicke auf diese Taste, um die Stummschaltung für eine Zone zu aktivieren oder zu deaktivieren.

    • Feld „Zone Name“: Zeigt den Namen der Zone an. Doppelklicke auf das Feld, um einen neuen Zonennamen einzugeben.

  • Einblendmenü „Audio filename“: Zeigt den Namen der Audiodatei an. Klicke auf die Taste, um ein Kontextmenü mit den folgenden Optionen anzuzeigen:

    Hinweis: Wenn eine oder mehrere Audiodateien fehlen, wird links von der Spalte „Audio file“ eine zusätzliche Spalte eingeblendet. Darin wird jede fehlende Datei durch ein Ausrufungszeichen markiert. Du kannst die Angaben nach dieser Spalte sortieren, indem du auf die Überschrift der Spalte (das Symbol „Ausrufungszeichen“) klickst. Diese Spalte wird nur angezeigt, wenn Audiodateien fehlen.

    • Load Audio File: Öffnet ein Dialogfenster, in dem du eine Audiodatei auswählen kannst. Standardtastaturkurzbefehl: ctrl-F.

    • Im Finder zeigen: Zeigt den vollständigen Pfad der geladenen Audiodatei im Finder an.

    • Im Audiodateieditor öffnen: Öffnet das ausgewählte Sample im Logic Pro-Editor für Audiodateien bzw. im Sample-Editor, den du in der Einstellung „Externer Sample-Editor“ ausgewählt hast. Der standardmäßige Tastaturkurzbefehl ist „ctrl-W“.

      Hinweis: Dieser Befehl ist nur verfügbar, wenn in den Logic Pro- Einstellungen die Option „Destruktive Audiobearbeitung“ aktiviert ist.

  • Parameter „Pitch“: Verwende diesen Parameter, um die Stimmung der Zone festzulegen.

    • Feld „Key“: Lege die Originalnote der Zone fest. Dies ist die Note, bei der das Sample, das der Zone zugewiesen ist, in seiner Originaltonhöhe zu hören ist.

    • Feld „Tune“: Verwende dieses Feld für die Feinjustierung der Zone.

  • Parameter „Key Range“: Verwende diesen Parameter, um einen Notenbereich für die Zone festzulegen. Wenn du Noten außerhalb dieses Bereichs spielst, kannst du das dieser Zone zugewiesene Sample weder auslösen noch hören.

    • Feld „Low“: Stelle die tiefste Note für die Zone ein.

    • Feld „High“: Stelle die höchste Note für die Zone ein.

  • Parameter „Velocity Range“: Verwende diesen Parameter, um einen Velocity-Bereich für die Zone festzulegen. Wenn du Noten außerhalb dieses Bereichs spielst, kannst du das dieser Zone zugewiesene Sample weder auslösen noch hören.

    • Feld „Low“: Lege die niedrigste Velocity fest, die die Wiedergabe der Zone auslöst.

    • Feld „High“: Lege die höchste Velocity fest, die die Wiedergabe der Zone auslöst.

  • Parameter „Mixer“: Verwende diesen Parameter, um die Output-Verarbeitung für die Zone festzulegen.

    • Feld „Volume“: Lege den Gesamtausgangspegel der Zone fest.

    • Feld „Pan“: Lege die Panoramaposition der Zone fest. Dieser Parameter ist nur wirksam, wenn Sampler im Stereo-Modus verwendet wird.

    • Feld „Scale“: Gleiche den Pegel einer Zone (eines Samples) über den definierten Notenbereich aus. Negative Werte sorgen dafür, dass die tiefen Noten weicher klingen als die hohen. Positive Werte bewirken das Gegenteil.

    • Einblendmenü „Output“: Bestimme die von der Zone verwendeten Ausgänge. Zu den Auswahlmöglichkeiten gehören Hauptausgänge, Ausgangspaare oder individuelle Ausgänge. Dadurch können einzelne Zonen separat zu Aux-Channel-Strips (in einer Sampler-Instanz) mit mehreren Ausgängen geroutet werden.

  • Parameter „Playback“: Verwende die Optionen zum Einstellen des Wiedergabeverhaltens der Zone.

    • Taste „Pitch“: Aktiviere die Taste, um die Tonhöhe des Samples zu ändern, wenn du unterschiedliche Tasten spielst. Wenn die Taste deaktiviert ist, wird das Sample unabhängig von der gespielten Note immer mit derselben Tonhöhe wiedergegeben.

    • Taste „1Shot“: Aktiviere diese Taste, damit die Zone die Länge eintreffender MIDI-Note-Events ignoriert. Das führt dazu, dass das Sample, das der Zone zugewiesen ist, stets von Anfang bis Ende wiedergegeben wird, wenn du eine Note spielst (oder ein „Note On“-Event empfangen wird). Dies ist beispielsweise bei Drum-Sounds nützlich, bei denen die Länge der auslösenden Noten nicht relevant sein soll. Beachte auch den Parameter im Feld „Fade“ unten.

    • Taste „Reverse“: Aktiviere diese Option, um das Sample vom End- bis zum Start-Marker zu spielen.

  • Einblendmenü „Group Assignment“: Zeigt die Gruppen-Zuordnung einer Zone an. Du kannst eine andere Gruppe auswählen und ihr die ausgewählte(n) Zone(n) neu zuweisen. Weitere Informationen findest du unter Erstellen von Sampler-Gruppen und Verwenden der Gruppenansicht in Sampler.

  • Parameter „Sample“: Verwende diesen Parameter, um die Sample-Parameter für die Zone festzulegen. Sample-Parameter können grafisch im Bereich „Zone“ bearbeitet werden.

    • Felder „(Sample) Start“ und „(Sample) End“: Lege den Start- und den Endpunkt des Samples fest.

    • Felder „Fade In“ und „Fade Out“: Lege die Ein- oder Ausblenddauer für eine Zone fest. Die Werte werden in Samples angezeigt. Je höher der Wert ist, desto länger dauert die Ein-/Ausblendung.

      Hinweis: Dieser Parameter hat standardmäßig den Wert „0“, es sei denn, das Sampler-Instrument wurde mit dem Logic Pro-Befehl „Track“ > „Regionen in neue Sampler-Spur umwandeln“ erstellt. Diese Funktion verwendet Transient-Marker und resultiert in einem Standardwert des Felds „Fade“, der dem Slicing-Offset der folgenden Transient-Marker entspricht: Siehe Schnelles Erstellen von Sampler-Instrumenten aus Audioregionen in Logic Pro.

    • Feld „Anchor“: Lege einen Wert fest, um die Wiedergabe des Samples früher im Projekt zu starten. Während der Wiedergabe blickt Logic quasi in die Zukunft und beginnt mit der Wiedergabe schon bei dem im Feld „Anchor“ festgelegten Wert. Das Sample wird früher abgespielt, sodass der Anker exakt auf dem Downbeat der Note erklingt. Der Sample-Anker ist bei Instrumenten wie Shaker nützlich, die einen rhythmischen Anker an einer Position haben, die hinter dem Anfang des Samples liegt.

      Hinweis: Der Wert im Feld „Anchor“ wirkt sich nur auf die sequenzierte Wiedergabe des Samples aus. Beim Live-Keyboard-Spiel startet das Sample am Ankerpunkt, sodass alle davor liegenden Sample-Daten nicht gespielt werden.

  • Parameter „Loop“: Mit diesen Optionen kannst du alle Aspekte von Zonen-Loops steuern.

    • Taste „Loop On/Off“: Aktiviere diese Taste, um die Looping-Funktion zu aktivieren und weitere Loop-Parameter festzulegen.

    • Einblendmenü „Loop Mode“: Wähle den gewünschten Looping-Modus aus.

      • Vorwärts: Die Wiedergabe des Loops wird zwischen dem Start- und dem Endpunkt so lange wiederholt, bis die Taste losgelassen wird.

      • Umkehren: Die Wiedergabe des Loops wird zwischen dem End- und dem Startpunkt so lange wiederholt, bis die Taste losgelassen wird.

      • Alternate: Die Wiedergabe wird vom Start- zum Endpunkt des Loops und direkt danach vom End- zum Startpunkt wiederholt, solange du die Taste gedrückt hältst.

    • Taste „Play to End on Release On/Off“: Aktiviere diese Taste, um die Wiedergabe bis zur Position des End-Markers fortzusetzen, nachdem du die Taste losgelassen hast – sofern die „Amp“-Ausklingzeit ausreicht, damit der Audioteil nach dem Loop zu hören ist. Diese Funktion ist beispielsweise nützlich, damit das natürliche Decay eines gesampelten akustischen Instruments in der Release-Phase der Hüllkurve hörbar ist.

    • Felder „(Loop) Start“ und „(Loop) End“: Verwende diese Felder, um den Start- und den Endpunkt für den Loop festzulegen. Dies gibt dir die Möglichkeit, einen Ausschnitt der Audiodatei als Loop wiederzugeben.

    • Feld „Tune“: Ändere die Stimmung des geloopten Ausschnitts der Audiodatei in Prozentschritten.

    • Feld „Xfade“ (Crossfade): Verwende dieses Feld, um die Dauer der Überblendung zwischen dem End- und dem Startpunkt des Loops festzulegen. Bei einem Crossfade-Loop gibt es keinen harten Übergang zwischen dem End- und dem Startpunkt. Je größer der Wert ist, desto länger dauert die Überblendung und desto weicher wird der Übergang zwischen Loop-Ende und Loop-Start. Dadurch wird besonders bei schwierig zu loopenden Samples das Erstellen eines weichen, knackfreien Loops stark erleichtert.

    • Taste „E. Pwr (Equal Power) On/Off“: Aktiviere diese Taste, um eine exponentielle Überblendcharakteristik zu aktivieren, die die Lautstärke in der Mitte des Crossfade-Bereichs um 3 dB anhebt. Dadurch wird die Lautstärke während der Überblendung vom End- zum Startpunkt des Loops so konstant wie möglich gehalten.

      Hinweis: Die idealen Einstellungen für den Parameter „Xfade“ und „E. Pwr“ hängen vom Sample-Material ab. Ein einigermaßen guter Loop ist natürlich die beste Voraussetzung für einen perfekten Crossfade-Loop, ein Crossfade-Loop liefert aber nicht unbedingt immer bessere Resultate. Experimentiere einfach mit den Einstellmöglichkeiten, dann wirst du Nutzen und Wirkung der Parameter schnell einschätzen können.

    • Parameter „Audio File Tail“: Verwende diese Optionen, um ein Sample hinzuzufügen und zu steuern, das am Ende einer Zone hinzugefügt wird. Dies wird üblicherweise verwendet, um eine Hallfahne oder einen Abschnitt eines umgekehrt wiedergegebenen Audiomaterials hinzuzufügen. Du kannst natürlich auch jedes andere Audiomaterial verwenden.

      • Einblendmenü „Name“: Zeigt den Namen der Audiodateifahne an. Fehlende Dateien werden durch ein Symbol in einer Spalte links markiert. Durch Klicken kannst du ein Kontextmenü mit Befehlen für die Dateihandhabung öffnen.

      • Feld „Tune“: Verwende dieses Feld zum Stimmen der Hallfahne.

      • Feld „Volume“: Lege den Gesamtausgangspegel der Hallfahne der Audiodatei fest.

      • Felder „(Audio File Tail) Start“ und „End“: Lege den Start- und Endpunkt der Hallfahne der Audiodatei fest.

Handbücher zum Download:

Logic Pro – Benutzerhandbuch: Apple Books

Logic Pro – Instrumente: Apple Books

Logic Pro – Effekte: Apple Books

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