Konvertieren und Anpassen von HDR-Clips in Final Cut Pro

Du kannst den Effekt „HDR-Werkzeuge“ verwenden, um Videoclips mit breitem HDR-Gamut von einem Farbraum in einen anderen zu konvertieren oder um die maximale Helligkeit eines Clips festzulegen. Du kannst den Effekt „HDR-Werkzeuge“ zum Beispiel bei folgenden Arten von Quellenclips mit breitem HDR-Gamut verwenden:

  • MOV oder MXF Dateien, die direkt mit dem Standard HLG (Hybrid Log-Gamma) oder PQ (Perceptual Quantizer) kodiert wurden. Dies können Medien von einer Kamera oder aus Final Cut Pro, Motion, Compressor oder einer anderen App exportierte Medien sein.

  • Eine Mediendatei, die nicht im HLG- oder PQ-Standard vorliegt (z. B. Log oder RAW), auf die aber eine LUT (z. B. eine Kamera-LUT oder ein eigener LUT-Effekt) angewendet wurde, wobei die LUT für die Ausgabe von HLG- oder PQ-Videos konzipiert ist. Weitere Informationen findest du unter Anwenden von LUTs in Final Cut Pro.

  • Ein zusammengesetzter Clip wurde auf PQ oder HLG eingestellt. Du kannst beispielsweise eine Farbkorrektur an einem PQ-Projekt (einem für Rec. 2020 PQ konfigurierten Projekt) vornehmen, einen zusammengesetzten Clip der Timeline erstellen und diesen dann in einem HLG-Projekt platzieren. Informationen zu zusammengesetzten Clips findest du unter Einführung zu zusammengesetzten Clips in Final Cut Pro. Informationen zu Einstellungen für Projekte mit breitem HDR-Gamut findest du unter Verwenden der Farbverarbeitung „Breiter Gamut HDR“ in Final Cut Pro.

Wenn du stattdessen falsche oder fehlende Metadaten korrigieren willst, findest du weitere Informationen unter Farbraum-Metadaten eines Clips ändern.

  1. Wähle in der Timeline von Final Cut Pro einen HDR-Clip mit breitem Gamut aus.

  2. Öffne die Effektübersicht, wähle links die Kategorie „Farbe“ aus und doppelklicke auf „HDR-Werkzeuge“, um den Effekt zu dem in der Timeline ausgewählten Clip hinzuzufügen.

  3. Wird das Informationsfenster „Video“ noch nicht angezeigt, führe einen der folgenden Schritte aus:

    • Wähle „Fenster“ > „Im Arbeitsbereich anzeigen“ > „Informationen“ (oder drücke die Tastenkombination „Befehl-4“).

    • Klicke auf der rechten Seite der Symbolleiste auf die Taste „Informationen“.

      Die Taste „Informationen“ in der Symbolleiste
  4. Klicke oben im Informationsfenster auf die Taste „Video“.

    Die Taste „Video“
  5. Klicke auf das Einblendmenü „Modus“ im Abschnitt „HDR-Werkzeuge“ im Informationsfenster und wähle eine der folgenden Einstellungen aus.

    Hinweis: Für die Feinabstimmung des Erscheinungsbilds sind möglicherweise weitere Anpassungen an den ersten drei Einstellungen im Menü erforderlich. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du die Effekte so anordnest, dass der Effekt „HDR-Werkzeuge“ nach deinen Farbkorrektureffekten angewendet wird. Weitere Informationen findest du unter Ändern der Reihenfolge von Clipeffekten in Final Cut Pro.

    • HDR zu Rec. 709 SDR: Wende diese generische Konvertierungseinstellung auf HDR-Clips in Rec. 709-Projekten an, um die Clips in Rec. 709 SDR-Luminanzpegel zu konvertieren. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, bestimme, ob die Clips HLG- oder PQ-Varianten von HDR sind, und verwende dann eine der spezifischeren Konvertierungsoptionen unten.

    • HLG zu Rec. 709 SDR: Wende diese Einstellung auf HLG HDR-Clips in Rec. 709-Projekten an, um die Clips in Rec. 709 SDR-Luminanzpegel zu konvertieren.

    • PQ zu Rec. 709 SDR: Wende diese Einstellung auf PQ HDR-Clips in Rec. 709-Projekten an, um die Clips in Rec. 709 SDR-Luminanzpegel zu konvertieren.

    • PQ-Ausgabetonzuordnung: Wende diese Einstellung an, um die Helligkeit von PQ-Clips auf den Pegel zu reduzieren, den du mit dem Schieberegler „Spitzenhelligkeit (cd/㎡)“ einstellst, und um eine sanfte Abmilderung auf die Spitzlichter anzuwenden, sodass sie nicht so abrupt abgeschnitten werden. Verwende diese Einstellung nur in PQ-Projekten und wende sie als letzten Effekt an.

    • HLG zu PQ (Rec. 2100): Wende diese Einstellung auf HLG-Clips in PQ-Projekten an, um die Clips von HLG in PQ zu konvertieren. Diese Einstellung führt zu PQ-Clips, die auf PQ-Displays genau so dargestellt werden, wie HLG-Clips auf einem HLG-Display erscheinen würden. Die Konvertierung nutzt die HLG-Referenz-OOTF gemäß Rec. ITU-R BT.2100-1, mit einer Spitzenhelligkeit, die dem Pegel entspricht, den du mit dem Schieberegler „Spitzenhelligkeit (cd/㎡)“ eingestellt hast.

    • PQ zu HLG (Rec. 2100): Wende diese Einstellung auf PQ-Clips in HLG-Projekten an, um die Clips von PQ in HLG zu konvertieren. Diese Einstellung führt zu HLG-Clips, die auf HLG-Displays genau so dargestellt werden, wie PQ-Clips auf einem PQ-Display erscheinen würden. Diese Konvertierung nutzt die HLG-Invers-OOTF gemäß Rec. ITU-R BT.2100-1, mit einer Spitzenhelligkeit, die dem Pegel entspricht, den du mit dem Schieberegler „Spitzenhelligkeit (cd/㎡)“ eingestellt hast.

  6. Zum Einstellen der maximalen Luminanz eines Clips auf einem Bildschirm auf einen bestimmten Pegel bewege den Schieberegler „Spitzenhelligkeit (cd/m²)“ zum Beispiel auf 1000 cd/m².

  7. Bewege den Schieberegler „Mix“, um den Umfang des Originalbilds festzulegen, der mit dem angepassten Bild überblendet wird.

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