Gebräuchliche Modulationsquellen

Der Haupt-Hüllkurvengenerator dient nicht nur der Regelung des Pegelverlaufs, sondern kann auch andere Parameter steuern. Viele Synthesizer, wie der ES2, enthalten mehrere Hüllkurvengeneratoren.

Die verbreitetste Anwendung der Hüllkurvenmodulation ist die Steuerung der Filter-Cutoff- und (seltener) der Resonanzparameter, oft in zusätzlicher Abhängigkeit von der Keyboard-Skalierung und der Anschlagsdynamik (siehe Modulation – Übersicht).

Eine Modulationsquelle, die in so gut wie allen Synthesizer vorhanden ist, ist der LFO (Low-Frequency-Oscillator). Dieser Oszillator wird nur als Modulationsquelle eingesetzt und erzeugt keine hörbaren Signale, die Teil des tatsächlichen Synthesizer-Sounds sind, da die Frequenzen zu niedrig sind, als dass sie hörbar wären. Er kann jedoch das Hauptsignal beeinflussen durch Hinzufügen eines Vibratos, Filtersweeps usw.

Allgemeine LFO-Regler

  • Wellenform: Erlaubt die Auswahl zwischen verschiedenen Wellenformen der niederfrequenten Schwingung des LFO. Am häufigsten kommen Dreieck (Triangle) und Rechteck (Square) vor.

    • Dreieckwellen sind nützlich, wenn du Filter Sweeps (bei einer Modulation der Filter-Cutoff-Frequenz) durchführen oder bei einer Modulation der Oszillatorenfrequenz (Pitch) eine US-Polizeisirene simulieren möchtest.

    • Die Rechteckwelle schaltet schnell zwischen zwei verschiedenen Tonhöhen um (z. B. bei Vibrati oder Oktavierungen).

  • Frequenz/Rate: Bestimmt das Tempo der Schwingung des LFO. Bei niedrigen Werten entstehen schleichende Verläufe, etwa zur Simulation von an- und ablaufender Meeresbrandung. Dazu filtert man weißes Rauschen und moduliert die Cutoff-Frequenz mit einem langsamen LFO.

  • Sync-Modus: Erlaubt dir die Wahl, ob der LFO frei laufen soll oder ob sein Tempo zum Projekttempo von Logic Pro synchronisiert werden soll.

  • LFO-Hüllkurven: Bei manchen Synthesizern kann der LFO auch durch einen Hüllkurvengenerator gepegelt werden. Ein Beispiel dafür bietet das verzögerte Vibrato, das bei Streichern erst einsetzt, wenn der Ton seine Einschwingphase hinter sich hat. Wenn dieser Effekt automatisch einsetzt, hast du beide Hände zum Spielen auf der Tastatur frei. Manche Synthesizer beinhalten für diesen Zweck einen einfachen LFO-Hüllkurvengenerator. Mitunter findet man dafür nur einen Attack-Parameter, zuweilen auch eine Decay- oder Release-Funktion. Diese Parameter gleichen denen der Amplitudenhüllkurve (siehe Attack, Decay, Sustain und Release), sie sind aber nur für den LFO zuständig.

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