Kirche Kötzschen

Die evangelische Kirche Kötzschen ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Kötzschen von Merseburg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Kirchengemeindeverband Merseburg im Kirchenkreis Saale-Unstrut der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichte und Architektur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kirche ist ein barocker Rechtecksaal von Johann Michael Hoppenhaupt aus dem Jahr 1738. Der hohe Turm steht mittig vor der Nordseite. Am Schiff sind rustizierte Ecklisenen als Gliederung angeordnet, an der Mitte der Südseite ein Pilasterportal mit dekorativem Aufsatz, die einfachere Tür der westlichen Schmalseite ist wie diejenige des Turms gebildet. Der Turm ist in den unteren Geschossen quadratisch und im oberen Teil achteckig mit Haube und Laterne bekrönt; er ist durch Eckpilaster und Gesimse sorgfältig gegliedert. Das abschließende Achteckgeschoss wird zusätzlich durch Fensterverdachungen hervorgehoben.
Das Innere ist mit einem Spiegelgewölbe über umlaufendem Sims und Westempore gedeckt.
Ausstattung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die qualitätvolle Ausstattung aus Holz stammt einheitlich aus der Bauzeit. An der Nordseite ist eine kleine Orgelempore eingebaut. Unter der Orgelempore befindet sich der Eingang zur Sakristei im unteren Turmgeschoss, umgeben von einer geschnitzten Pilasterrahmung. Das Gestühl ist mit schwungvoller Ornamentmalerei in Grisaille gestaltet.
Der Kanzelaltar wurde von Christian Trothe geschaffen und ist mit Pilastern gegliedert; die Farbfassung der Kanzel ist modern; über den seitlichen Durchgängen sind reich geschnitzte Wappen angebracht. Die Taufe mit Lesepultaufsatz wurde von Johann Heinrich Agner geschaffen.
Außen an der Nordwand sind Grabsteine des 17. und 18. Jahrhunderts erhalten.
Die Orgel mit reich dekoriertem Prospekt ist im Kern ein Werk von Johann David Tintzsch (Eisleben) aus dem Jahr 1738; genauere Angaben zu Disposition und Erhaltungszustand sind nicht vorhanden.[1]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ute Bednarz, Folkhard Cremer, Hans-Joachim Krause (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt II. Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1999, ISBN 3-422-03065-4, S. 393–394 (dehio.org).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Informationen auf der Website der Mitteldeutschen Zeitung vom 26. Dezember 2013, Informationen auf der Website des Kirchenkreises Saale-Unstrut
Koordinaten: 51° 19′ 34,4″ N, 11° 58′ 15,6″ O